[Die Antwort wurde namens der Bundesregierung mit Schreiben des Bundesministeriums für Gesundheit vom 30. März 2017
übermittelt.
Die Drucksache enthält zusätzlich – in kleinerer Schrifttype – den Fragetext.
Deutscher Bundestag Drucksache 18/11835
18. Wahlperiode 03.04.2017
Antwort
der Bundesregierung
auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Niema Movassat, Annette Groth,
Inge Höger, weiterer Abgeordneter und der Fraktion DIE LINKE.
– Drucksache 18/11552 –
Engagement der Bundesregierung gegen die weltweit tödlichste
Infektionskrankheit Tuberkulose
V o r b e m e r k u n g d e r F r a g e s t e l l e r
Im Jahr 1993 hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) Tuberkulose zum
internationalen Gesundheitsnotstand erklärt. Die in der Folge sinkenden
Opferzahlen steigen jedoch seit Jahren wieder an. Nach Angaben der WHO starben
weltweit im Jahr 2015 etwa 1,8 Millionen Menschen an Tuberkulose (TB), etwa
neun Millionen Menschen infizieren sich jährlich neu. Mit etwa zwei Milliarden
Menschen trägt fast ein Drittel der Weltbevölkerung das TB-Bakterium in sich.
Bei schätzungsweise 41 Prozent der neu Erkrankten wird TB weder
diagnostiziert noch behandelt (
www.who.int/tb/publications/global_report/en/).
TB ist die weltweit tödlichste Infektionskrankheit. TB hat damit HIV/Aids
abgelöst, obwohl sie im Gegensatz zu HIV/Aids meist heilbar ist (
www.rki.de/
DE/Content/Infekt/EpidBull/Archiv/2016/Ausgaben/10_11_16.pdf?__blob=
publicationFile). Weil bei HIV-infizierten Trägerinnen und Träger des TB-
Bakteriums die Tuberkulose besonders häufig ausbricht, hängen die beiden
Epidemien eng miteinander zusammen. Tuberkulose ist die Haupttodesursache im
Zusammenhang mit Aids, und in einigen Teilen Afrikas haben 75 Prozent der
Menschen mit HIV auch Tuberkulose (
www.unric.org/html/german/mdg/MP_
PovertyFacts.pdf).
„Wie keine andere Krankheit spiegelte Tuberkulose die soziale Ungleichheit
wieder: Geringverdienende starben rund viermal häufiger als die Reichen“,
schreibt die BUKO-Pharma-Kampagne über die Situation in Deutschland
Anfang des 20. Jahrhunderts (
www.bukopharma.de/uploads/file/Pharma-Brief/
2016_01_spezial_TB.pdf). An der Ungleichverteilung hat sich bis heute nichts
Grundsätzliches geändert, nur dass die Armen nicht mehr in der gleichen Stadt
leben. Etwa 98 Prozent der TB-Infektionen finden in Entwicklungsländern statt
(
https://reset.org/knowledge/wenn-armut-krank-macht).
Ein Grund für die steigenden Opferzahlen sind Erreger, bei denen die üblichen
Antibiotika nicht mehr wirken (multiresistente Erreger). Etwa ein Drittel der
TB-Opfer ist trotz Behandlung mit Antibiotika gestorben. Inzwischen gibt es
auch extremresistente Bakterienstämme (XDR-TB), bei denen selbst
Reserveantibiotika nicht mehr helfen. Die Vermeidung von Resistenzen und die
Entwicklung neuer Antibiotika sind daher besonders wichtige Elemente jeder Anti-
TB-Strategie. Die Fragesteller begrüßen, dass die Bundesregierung das Thema
Antibiotikaresistenzen unter anderem im Rahmen ihrer G20-Präsidentschaft auf
die internationale politische Agenda gesetzt hat.
Die Antibiotikaentwicklung wird in der kommerziellen Forschung nach wie vor
vernachlässigt. Relativ kurze Therapiedauern und ein potentiell restriktiver
Einsatz versprechen – gerade im Vergleich mit sog. Lifestyle-Produkten –
geringere Profitaussichten. Zudem sind von den großen Infektionskrankheiten
überwiegend arme Regionen betroffen, wo die dann aufgerufenen Preise von den
Menschen oder Gesundheitssystemen nicht gezahlt werden können. Das steht
in eklatantem Widerspruch zu dem großen öffentlichen Interesse, die die
Entwicklung neuer Antibiotika hat. Vor dem Hintergrund eines kommerziellen
Forschungssystems, das auf Grundlage von Profitaussichten agiert – und nicht
aufgrund der Bedürfnisse von Patientinnen und Patienten weltweit –, muss die
öffentliche Hand deutlich mehr Verantwortung übernehmen. Doch gerade hier
steht Deutschland nicht gut da. Laut dem G-FINDER-Report 2016 wendete
Deutschland im Jahr 2015 nur 0,015 Prozent des Bruttoinlandsprodukts für
öffentliche Pharmaforschung zu den rund 20 vernachlässigten Krankheiten auf
(zum Vergleich: Indien 0,021 Prozent, Frankreich Prozent, Großbritannien
Prozent, USA Prozent,
www.dsw.org/en/wp-content/uploads/2017/02/EMBAR-
GOED-G-FINDER-report-2016-full.pdf). Insgesamt fließen etwa nur 10
Prozent der globalen Forschungsausgaben in Krankheiten, die etwa 90 Prozent zur
globalen Krankheitslast beitragen.
Dr. Greg Elder, medizinischer Koordinator der Medikamentenkampagne von
Ärzte ohne Grenzen fordert: „Regierungen und Pharmaunternehmen müssen
mehr in die Forschung und Entwicklung neuer Therapien investieren, damit
Menschen vor allem mit antibiotika-resistenter Tuberkulose endlich wirksam
und schneller behandelt werden können. So ein Durchbruch wird jedoch nur
möglich sein, wenn Regierungen die TB-Forschung zur Priorität machen.“
(
www.aerzte-ohne-grenzen.de/statement-zum-who-tuberkulose-bericht-2016).
Obwohl der Globale Fonds zur Bekämpfung von AIDS, Tuberkulose und
Malaria (GFATM) mit 15,1 Millionen Behandlungen seit 2003 der zentrale Player
bei der weltweiten Bekämpfung von Tuberkulose ist, rangiert der deutsche
Beitrag in Relation zur Wirtschaftskraft seit Jahren weit unter dem europäischen
Durchschnitt. Nichtregierungsorganisationen fordern seit vielen Jahren eine
Verdopplung der jährlichen deutschen Zahlungen, die jedoch seit 2008 bei rund
210 Mio. Euro pro Jahr stagnieren (
http://nachrichten.btg/index.php/news/
perma/ID/b312f2277702f99eef661f9f76ba3250/type/TNEWS).
V o r b e me r k u n g d e r B u n d e s r e g i e r u n g
Die Tuberkulose ist weltweit verbreitet und gehört zu den weltweit häufigsten
Infektionskrankheiten. Schätzungen zufolge ist rund ein Drittel der
Weltbevölkerung mit TB-Erregern infiziert, wobei ca. 5 bis 10 Prozent der infizierten
Erwachsenen im Laufe ihres Lebens – sofern sie über ein funktionierendes Immunsystem
verfügen – eine behandlungsbedürftige TB entwickeln. Bei Infizierten mit einer
eingeschränkten Immunabwehr liegt das Erkrankungsrisiko jedoch deutlich
höher. Eine besondere Herausforderung sind dabei die multiresistente (MDR-TB)
und extensivresistente TB (XDR-TB) bei denen Antibiotika nur noch sehr
eingeschränkt wirksam sind.
Mit der Deutschen Antibiotika-Resistenzstrategie (DART 2020) legt die
Bundesregierung eine nationale Strategie zur Bekämpfung von Antibiotikaresistenzen
mit einer übergeordneten Herangehensweise gegen Erkrankungen durch
resistente Erreger vor. Die in der DART 2020 adressierten Maßnahmen schließen alle
Infektionskrankheiten ein. Die Strategie legt einen besonderen Schwerpunkt auf
die Stärkung der Sensibilisierung der Bevölkerung und des medizinischen
Personals, des „One-Health-Ansatzes“, d. h. eine gemeinsame Betrachtung von
Human-, Veterinärmedizin und Landwirtschaft, und den Ausbau der internationalen
Zusammenarbeit in diesem Bereich.
Folgerichtig wurde das Thema Antibiotikaresistenzen auf die Agenda des
G20-Gesundheitsministertreffens am 19./20. Mai 2017 in Berlin gesetzt. Neben
der Stärkung von Forschung und Entwicklung und der Infektionsprävention ist
die Förderung des sachgerechten Einsatzes von Antibiotika ein zentrales Thema
der G20-Gesundheitsminister. Nur wenn Antibiotikaresistenzen konsequent auf
allen Ebenen angegangen werden, kann langfristig ein Erfolg erreicht werden.
Dies trifft auch auf die Bekämpfung von resistenter TB zu.
Darüber hinaus lassen sich die internationalen Aktivitäten der Bundesregierung
zur Bekämpfung der TB in drei Kategorien einordnen: öffentliche
Thematisierung, finanzielle Hilfe sowie Kooperation und Wissenstransfer. Die politische
Unterstützung und Thematisierung der Problematik in Symposien, Kongressen
und internationalen Treffen zeigt der Öffentlichkeit und anderen Staaten die
Bedeutung der Thematik für die Bundesregierung. Ziel der deutschen
Entwicklungszusammenarbeit ist die Unterstützung von Staaten, die an der „End TB Strategy“
der WHO teilnehmen. So unterstützt die Bundesregierung nationale und
internationale Partner wie den Globalen Fonds zur Bekämpfung von AIDS, Tuberkulose
und Malaria (GFATM). Bei der letzten Wiederauffüllung dieses Fonds (2016 für
den Zeitraum 2017 bis 2019) hat die Bundesregierung 810 Mio. Euro zugesagt
und damit ihre bisherigen Zusagen um ein Drittel gesteigert. Zusätzlich werden
weitere Fonds, Produktentwicklungspartnerschaften (z. B. TB Alliance, Globale
Partnerschaft für Antibiotika-Forschung und Entwicklung (GARD-P), Coalition
for Epidemic Preparedness Innovations (CEPI), Global Health Investment Fond
(GHIF)) und mehrere bilaterale Programme unterstützt. Letztere sind
konzeptionell darauf ausgerichtet, nationale Programme, insbesondere deren
Gesamtsteuerung und Qualitätssicherung, institutionell zu stärken und durch Integration bzw.
Verknüpfung mit allgemeinen Gesundheitsdiensten zur
Gesundheitssystemstärkung beizutragen. Im Bereich der Wissenschaft unterstützt Deutschland nationale
und internationale Aktivitäten, um die Prävention, Diagnostik und Behandlung
von TB zu verbessern. So unterstützt die Bundesregierung beispielsweise das
Deutsche Zentrum für Infektionsforschung, das Forschungszentrum Borstel, das
Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin und das Deutsche Zentralkomitee zur
Bekämpfung der Tuberkulose (DZK) bei der Durchführung von
wissenschaftlichen Projekten, Veranstaltungen, Austauschprogrammen und Programmen zur
Fort- und Weiterbildung.
1. Wie hat sich nach Kenntnis der Bundesregierung die Zahl der Todesfälle
infolge einer TB-Erkrankung weltweit in den letzten fünf Jahren entwickelt,
wie erklärt sich die Bundesregierung diese Entwicklung, und welche
Rückschlüsse zieht sie für ihre eigene Politik daraus?
Im Jahr 2015 verstarben nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation
weltweit 1,8 Millionen Menschen an TB. In den letzten fünf Jahren waren die Zahlen
unter HIV-negativen TB-Patienten weitgehend stabil und für HIV-positive TB-
Patienten etwas rückläufig; zwischen den Jahren 2000 und 2015 wurde ein
Rückgang der Todesfälle um insgesamt 22 Prozent verzeichnet. Im Vergleich zu
früheren WHO-Berichten wurden im aktuellen WHO Global Tuberculosis Report (für
das Berichtsjahr 2015 und die Vorjahre) die geschätzten Zahlen nach oben
korrigiert. Hintergrund ist eine Verbesserung der Datenlage v. a. für Indien, wo mehr
als ein Viertel der globalen TB-Fälle und -Todesfälle auftreten. Schätzungen von
krankheitsspezifischen Todesfällen werden grundsätzlich dadurch erschwert,
dass die systematische, standardisierte Meldung von Todesfällen und
entsprechende Todesfallregister in vielen Staaten nicht etabliert sind.
Die End-TB-Strategie der WHO hat verglichen mit 2015 eine Reduzierung der
TB-Toten um 90 Prozent bis zum Jahr 2030 zum Ziel. Um dieses Ziel zu
erreichen, sind weltweit große Anstrengungen erforderlich. Herausforderungen bei
der Tuberkulosekontrolle sind neben demografischen Faktoren wie
Bevölkerungswachstum und zunehmender Lebenserwartung die schlechte medizinische
Versorgung in vielen Ländern, zunehmende Migration sowie internationale und
nationale Konflikte. Die Bundesregierung wird sich daher auch weiterhin auf
vielfältige Weise auch international für die Tuberkulosebekämpfung einsetzen,
insbesondere auf den Gebieten der Entwicklungszusammenarbeit, der
finanziellen Zusammenarbeit und in wissenschaftlichen Kooperationsprojekten.
2. Welche Maßnahmen der deutschen Entwicklungspolitik bzw. des Konzepts
der Bundesregierung „Globale Gesundheitspolitik gestalten – gemeinsam
handeln – Verantwortung wahrnehmen“ richten sich konkret auf die
Bekämpfung der Tuberkulose?
3. Welche Maßnahmen der deutschen Entwicklungspolitik bzw. des Konzepts
der Bundesregierung „Globale Gesundheitspolitik gestalten – gemeinsam
handeln – Verantwortung wahrnehmen“ richten sich konkret auf den HIV-
TB-Zusammenhang?
Die Fragen 2 und 3 werden gemeinsam beantwortet.
Das 2013 vom Bundeskabinett verabschiedete Konzept der Bundesregierung zur
globalen Gesundheit formuliert übergeordnete Schwerpunkte für das Handeln der
Bundesregierung in der globalen Gesundheit. Wesentliche Schwerpunkte sind der
Kampf gegen grenzüberschreitende Gesundheitsgefahren sowie die Stärkung von
Gesundheitssystemen. Dabei ist die Bekämpfung von Infektionskrankheiten wie
HIV/AIDS und TB ein ausgewiesenes Handlungsfeld des deutschen Engagements.
Die Bundesregierung ist seit dessen Gründung im Jahr 2002 ein wichtiger und
verlässlicher Förderer des Globalen Fonds zur Bekämpfung von AIDS,
Tuberkulose und Malaria (GFATM). Die Bundesregierung sieht den GFATM als ein
zentrales Finanzierungsinstrument der internationalen Zusammenarbeit im
Gesundheitsbereich, beispielgebend für eine enge, koordinierte und vertrauensvolle
Zusammenarbeit von Zivilgesellschaft, Privatsektor und Regierungen. Die
Bundesregierung arbeitet intensiv mit daran, die Wirkungen, Resultate und die Effizienz
des Fonds zu steigern. Deutschland trägt als viertgrößter Geber rund 8 Prozent
der GFATM-Mittel bei und hat seit 2001 mehr als 2,19 Mrd. Euro an den Fonds
gezahlt; gegenwärtig werden ca. 18 Prozent der GFATM-Mittel zur Bekämpfung
von TB verwendet. Im Verwaltungsrat des GFATM setzte sich Deutschland für
eine Erhöhung der Quote für die TB-Bekämpfung ein.
Der GFATM spielt aufgrund der hohen Nachfrage nach Medikamenten zudem
eine wichtige Rolle in der Marktgestaltung für TB-Medikamente, da er zahlreiche
Programme zur Verteilung dieser Medikamente mitgestaltet und finanziert.
Deutschland setzt sich dafür ein, dass auch neuere HIV- und TB-Medikamente in
den GFATM-Programmen zum Einsatz kommen, welche zur Behandlung von
Patientinnen und Patienten mit Resistenzen notwendig sind. Für die Beschaffung
von Medikamenten zur Behandlung von multiresistenter TB kooperiert der
GFATM im Rahmen des Green Light Committee eng mit der WHO, der bei der
internationalen „Stop TB Partnership“ angesiedelten Global Drug Facility und
anderen zentralen Partnern.
Darüber hinaus beteiligt sich die Bundesregierung mit 10 Mio. Euro am Global
Health Investment Fund (GHIF). Er finanziert die Entwicklung und
Markteinführung von neuen Medikamenten, Impfstoffen und Diagnostika. Bisher hat der
Fonds Investitionszusagen von insgesamt 49 Mio. US-Dollar für sechs Projekte
erteilt. Darunter ist auch eine Investition in die Entwicklung eines TB-Tests.
Ferner fördert die Bundesregierung in Zentralasien und Pakistan bilaterale
Programme der TB-Bekämpfung mit einem Volumen von rund 50 Mio. Euro. Die
unterstützten Maßnahmen entsprechen der von der WHO propagierten DOTS-
Strategie (directly observed treatment, short course).
4. Welche Vorschläge zur Bekämpfung von TB hat die Bundesregierung bei
internationalen Treffen unterbreitet, und welche davon haben in Beschlüsse
Eingang gefunden?
Experten und Expertinnen der Bundesregierung sind fachlich beratend in
Gremien tätig. So unterstützt die Bundesregierung die Weltgesundheitsorganisation
und das Europäische Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von
Erkrankungen (ECDC) bei der Erarbeitung ihrer Strategie- und Aktionspläne auf dem
Gebiet der TB. Inhalte betreffen u. a. die Prävention und Kontrolle resistenter TB
und den umsichtigen Einsatz neuer Arzneimittel (Auswahl in Anlage 1).
Die Bundesregierung nimmt regelmäßig an internationalen TB-Treffen teil und
gestaltet diese aktiv mit. Beispiele sind die jährlichen Netzwerktreffen der WHO
Euro und des ECDC, das zweijährliche Wolfheze-Meeting (Mitglied des
technischen Programmkomitees 2009-2016), das jährliche Treffen der Tuberculosis
Surveillance Research Unit (TSRU, Mitglied des Programmkomitees seit 2015)
sowie die Regional- und Weltkongresse der Internationalen Union zur
Bekämpfung von TB und Lungenkrankheiten. Hervorzuheben ist auch die Mitwirkung
Deutschlands bei der Berliner Deklaration (2007) und nachfolgenden Treffen
sowie die Teilnahme an Ministerkonferenzen zur TB, u. a. an der ersten Eastern
Partnership Ministerial Conference on Tuberculosis and Multidrug Resistant
Tuberculosis (2015).
5. Welche Zusammenhänge sieht die Bundesregierung zwischen Tabakkonsum
und TB, und welche Maßnahmen der deutschen Entwicklungspolitik bzw.
des Konzepts der Bundesregierung „Globale Gesundheitspolitik gestalten –
gemeinsam handeln – Verantwortung wahrnehmen“ richten sich konkret auf
die Reduzierung des Tabakkonsums?
Es ist wissenschaftlich durch zahlreiche Studien belegt, dass das TB-Infektions-
und Erkrankungsrisiko von Personen, die Tabak rauchen, etwa doppelt so hoch
ist wie bei Nichtrauchern. Es wird vermutet, dass auch Passivrauchen das Risiko
für eine TB erhöht. Darüber hinaus sind bei Tabakkonsumenten die Chancen auf
eine erfolgreiche TB-Therapie reduziert sowie das Risiko für eine erneute
Erkrankung nach bereits durchgemachter TB erhöht. Die Bundesregierung adressiert in
ihrem Konzept zur globalen Gesundheitspolitik die Herausforderungen der
Globalisierung im Zusammenhang mit dem Anstieg des illegalen Handels mit
Drogen, Alkohol, Tabakprodukten und gefälschten Arzneimitteln und deren
weitreichenden gesundheitlichen und gesundheitspolitischen Folgen.
Ein wichtiges Regelwerk für die Eindämmung des Tabakkonsums ist die
Tabakrahmenkonvention (Framework Convention on Tobacco Control FCTC), die
national wie international Maßstäbe in der Tabakkontrollpolitik setzt. Die
Konvention legt eine Vielzahl an Maßnahmen fest, durch die Gesundheitsschäden durch
Tabakkonsum reduziert werden. Die FCTC wurde im Rahmen der WHO
verhandelt und trat am 27. Februar 2005 in Kraft. Deutschland hat die Verhandlungen
zur FCTC aktiv unterstützt, die Konvention am 24. Oktober 2003 als einer der
ersten Staaten unterzeichnet und sie am 16. Dezember 2004 ratifiziert.
Die Bundesregierung hat darüber hinaus den Gesetzentwurf zum
Tabakschmuggelprotokoll vom 12. November 2012 zur Unterbindung des unerlaubten Handels
mit Tabakerzeugnissen in der Kabinettsitzung am 8. Februar 2017 beschlossen.
Ziel des sog. Tabakschmuggelprotokolls ist es, weltweit den illegalen Handel von
Tabakwaren einzudämmen. Es setzt verbindliche Standards für die
Vertragsstaaten und bildet einen Rahmen für die internationale Zusammenarbeit.
6. Welche Umstände führen in armen Regionen der Welt zu
Resistenzentwicklungen gegen Antibiotika, und welche Maßnahmen der deutschen
Entwicklungspolitik richten sich konkret gegen diese Umstände?
Eine Besonderheit der TB ist die erforderliche lange Behandlungsdauer mit einer
Kombination von Antituberkulotika (in der TB-Therapie eingesetzte Antibiotika):
bei unkomplizierter medikamentensensibler TB über sechs Monate, bei
komplexen Resistenzen etwa zwei Jahre. Fälle resistenter TB entstehen entweder
1. unter nicht adäquater oder unvollständiger Therapie und damit eines zugunsten
resistenter Erreger wirkenden Selektionsdruckes oder
2. durch ein Vorhandensein und eine fortgesetzte Übertragung von Erregern, die
bereits resistent gegenüber Antituberkulotika sind.
Insbesondere in ärmeren Regionen führen Nebenwirkungen und hohe Kosten
häufig dazu, Medikamente eigenmächtig (zu früh) abzusetzen. In der Praxis hat
sich die von der WHO propagierte Directly Observed Treatment Strategy (DOTS)
bewährt: Die Patienten bekommen in den Gesundheitszentren kostenlos
Antibiotika und nehmen sie vor den Augen des Gesundheitspersonals ein. Diesem Ansatz
folgen die von der Bundesregierung finanzierten TB-Programme.
Auf dem G7-Gipfel 2015 in Elmau haben sich die führenden Industrienationen
zum „One-Health-Ansatz“ bekannt, der parallele Maßnahmen zur besseren
Nutzung existierender Mittel und zur Entwicklung neuer wirkungsstarker
Medikamente vorsieht. Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und
Entwicklung (BMZ) setzt im Rahmen seiner Aktivitäten Schwerpunkte u. a. bei
der Ausbildung und Sensibilisierung von Gesundheitspersonal sowie der
Stärkung nationaler Diagnosesysteme über entsprechende Laborkapazitäten. Die
Entwicklungszusammenarbeit fördert den Aufbau nationaler Referenzlabore in vier
zentralasiatischen Ländern sowie in Pakistan (Länder mit hohen Resistenzraten),
denn unzureichende oder nicht vorhandene Laborkapazitäten zur spezifischen
Diagnostik der Medikamentenresistenz sind eine große Engstelle bei der
Ausweitung von TB-Bekämpfungsprogrammen. Ferner wurde in Pakistan vor einem Jahr
ein Hochsicherheitslabor eröffnet (gemäß internationalem Sicherheitsstandard
„Bio Safety Level 3“). Damit ist es nun möglich, auch multiresistente Erreger
sicher nachzuweisen, was eine Schlüsselrolle spielt im Kampf gegen TB in einer
Region mit sehr hohen Erkrankungsraten.
7. Wie viel Prozent der an TB-erkrankten Menschen sterben nach Kenntnis der
Bundesregierung trotz Therapie, weil sie mit resistenten Erregern infiziert
sind?
Die WHO schätzt, dass 2015 weltweit 480 000 Neuerkrankungen an
multiresistenter TB (MDR, d. h. Resistenz gegenüber mind. den beiden wichtigsten TB-
Medikamenten Isoniazid und Rifampicin), sowie weitere 100 000 Tuberkulosen
mit zumindest Rifampicinresistenz aufgetreten sind. Die WHO schätzt weiter,
dass nur ungefähr 20 Prozent dieser Patienten Zugang zu einer adäquaten
Behandlung haben.
Basierend auf den Daten aus 127 Staaten zu den im Jahr 2013 diagnostizierten
86 936 Fällen, die mit einem MDR-TB-Therapieregime behandelt wurden,
ergaben sich folgende Behandlungsergebnisse: Erfolgreich behandelt wurden 52
Prozent, 17 Prozent starben, 15 Prozent konnten nicht nachverfolgt werden, bei 9
Prozent versagte die Therapie und zu 7 Prozent lagen keine Informationen vor. Die
höchsten Mortalitätsraten werden in der WHO-Region Afrika und Südostasien
beobachtet (21 Prozent). Spezifische Zahlen für nicht resistenzgerecht therapierte
Tuberkulosen liegen nicht vor.
Berichtete Behandlungsergebnisse bei MDR-TB und extensiv resistenter TB
(XDR-TB, s. auch die Antwort zu Frage 8), beziehen sich i. d. R. auf den Status
zwei bis drei Jahre nach Behandlungsbeginn. In einer Langzeitbeobachtung
von 737 M/XDR-TB Patienten aus östlichen EU-Staaten überlebte nur die Hälfte
der resistenzgerecht therapierten Patienten sechs Jahre oder länger nach der
Diagnose.
In Deutschland wurden 2015 insgesamt 502 Tuberkulosen mit jeglicher Resistenz
und 125 Fälle multiresistenter TB gemeldet. Aufgrund der langen Therapie liegen
für diese die Behandlungsergebnisse noch nicht vor. Von 94 im Jahr 2014
gemeldeten Fällen multiresistenter TB verliefen sieben tödlich.
8. Welche Informationen hat die Bundesregierung über extremresistente
Erregerstämme (lokale Verbreitung, Todesfälle, Ausbreitung)?
Bis Ende 2015 haben bislang 117 WHO-Mitgliedstaaten das Auftreten von
extensiv resistenter TB (XDR-TB) gemeldet, d. h. zusätzlich zur Multiresistenz
(MDR-TB, s. auch die Antworten zu den Fragen 6 und 7) sind die Bakterien auch
gegenüber definierten Ersatzmedikamenten (sog. Zweitrangmedikamenten)
resistent. Insgesamt 88 WHO-Mitgliedstaaten und fünf Territorien konnten dabei auf
repräsentative Daten zurückgreifen. Diesen entsprechend sind geschätzt rund
10 Prozent der MDR-TB-Fälle extensiv resistent (XDR-TB).
Die höchsten Fallzahlen an XDR-TB wurden für 2015 aus den WHO-Regionen
Südostasien (n = 3 099), Europa (2 691) und Afrika (1 100) gemeldet. Aufgrund
der begrenzten Laborkapazitäten und diagnostischen Möglichkeiten sind diese
Zahlen jedoch mit großer Vorsicht zu betrachten (Unterschätzung, heterogene
Verteilung der Fälle innerhalb der Regionen). Die Therapieerfolgsrate für im Jahr
2013 diagnostizierte XDR-TB-Patienten (n = 4 086) mit entsprechenden
Informationen war gemäß WHO wie folgt: 28 Prozent erfolgreich behandelt, 27
Prozent verstorben, 21 Prozent Versagen der Therapie, 23 Prozent Ergebnis nicht
ermittelbar oder nicht erhoben.
In Deutschland wurden 2015 in den bundesweiten Meldedaten 13 Fälle von
XDR-TB verzeichnet.
9. Wie haben sich nach Kenntnis der Bundesregierung die globalen Kosten für
die Therapie von TB entwickelt?
Die Bestimmung der Kosten für die TB-Kontrolle ist komplex. Die WHO hat
basierend auf Angaben der nationalen TB-Programm-Manager mittels einer
Schätzmethodik den Trend für die aufgebrachten Mittel für TB-Diagnose, -
Prävention und -Behandlung für die Jahre 2006 bis 2016 in 126 Staaten mit
niedrigem und mittlerem Einkommen analysiert (diese Staaten trugen 2015 97 Prozent
der globalen Tuberkuloselast).
Die Gesamtausgaben beliefen sich für das Jahr 2016 auf 6,6 Mrd. US-Dollar.
Davon wurden 4,4 Mrd. US-Dollar für die Diagnose und Therapie
medikamentensensibler TB aufgebracht und 1,7 Mrd. US-Dollar für MDR-TB. Im Jahr 2006
betrugen die Gesamtausgaben 3,5 Mrd. US-Dollar.
10. Welche Arzneimittel zur Bekämpfung multiresistenter oder
extremresistenter TB-Erreger sind nach Kenntnis der Bundesregierung verfügbar, wie teuer
sind diese Arzneimittel, und welche Informationen hat die Bundesregierung
über die Verfügbarkeit in den am stärksten von TB betroffenen Regionen?
Für die Therapie der TB ist immer eine Kombination aus mehreren Arzneimitteln
erforderlich. Die Auswahl der medikamentösen Kombinationspartner bei
multioder extremresistenten TB-Erregern ist von dem Resistenzprofil der in dem
individuellen Patienten vorkommenden Mykobakterien abhängig. Zur Behandlung
der multiresistenten/extremresistenten TB-Erreger stehen grundsätzlich die
nachfolgend aufgeführten Zweitrangtherapeutika in unterschiedlichen Kombinationen
zur Verfügung:
injizierbare Therapeutika (WHO-Gruppe 2):
Streptomycin, Amikacin, Capreomycin, Kanamycin.
Fluorchinolone (WHO-Gruppe 3):
Levofloxacin, Gatifloxacin, Moxifloxacin.
Zweitrangtherapeutika mit gesicherter Wirkung gegen M. tuberculosis (WHO-
Gruppe 4): Rifabutin, Rifapentin, Protionamid, Ethionamid, Terizidon/
Cycloserin, Para-Aminosalicylsäure.
Zweitrangmedikamente mit unklarer Wirkung gegen M. tuberculosis (WHO-
Gruppe 5): Amoxicillin/Clavulansäure, Clarithromycin, Clofazimin, Imipenem,
Isoniazid (Hochdosis), Linezolid, Thioacetazon.
Darüber hinaus erfolgte im Jahr 2014 in Europa die Zulassung für die
Arzneimittel Sirturo® (Wirkstoff Bedaquilin), Deltyba® (Wirkstoff Delamanid) und
Granupas® (Wirkstoff Para-Aminosalicylsäure) für die Behandlung der multiresistenten
Lungentuberkulose im Rahmen einer geeigneten Kombinationsbehandlung, wenn
eine andere wirksame Behandlung aufgrund von Resistenzen oder aus Gründen
der Verträglichkeit nicht zusammengestellt werden kann.
Arzneimittel zur Bekämpfung multiresistenter oder extremresistenter TB-Erreger
werden von mehreren Herstellern auf den Markt gebracht. Zu den Preisen dieser
Arzneimittel, zu denen sie von einzelnen Herstellern in einzelnen Staaten auf den
Markt gebracht werden, liegen der Bundesregierung keine Kenntnisse vor.
11. Welche Möglichkeiten haben ärmere Staaten, den Preis von teuren
patentgeschützten Arzneimitteln so weit zu senken, dass sie für die Sozialsysteme
oder einzelne Menschen erschwinglich werden?
Die Frage spricht die Haltung der Bundesregierung zu einem Teilaspekt der
medizinischen Versorgung von Menschen in Entwicklungsländern an.
Die Bundesregierung verweist hierzu auf ihr internationales Gesundheitskonzept,
das einen ganzheitlichen Ansatz zur Verbesserung der medizinischen Versorgung
der Weltbevölkerung verfolgt. So unterstützt die Entwicklungszusammenarbeit
der Bundesregierung die Herstellung von Arzneimitteln in den Partnerländern.
Die Bundesregierung unterstützt den GHIF und GFATM, die auch die
Entwicklung von Arzneimitteln in den Ländern verbessern sollen. Die Bundesregierung
begrüßt auch die Initiative der Weltorganisation für geistiges Eigentum (WIPO)
„Re:Search“, die die Entdeckung und Entwicklung von Arzneimitteln,
Impfstoffen und Diagnostika in den Bereichen vernachlässigte Tropenkrankheiten (NTD),
Malaria und TB beschleunigen soll. Im Rahmen dieser Initiative werden
Rechteinhaber bestärkt, auf freiwilliger Basis Lizenzen für Arzneimittel zu erteilen.
12. Welche Öffnungsmöglichkeiten sehen diesbezüglich internationale
Abkommen über geistige Eigentumsrechte vor, und inwiefern ist damit
gewährleistet, dass Erkrankte in diesen Regionen Zugang zu den lebenswichtigen
Arzneimitteln erhalten können?
Das Abkommen über handelsbezogene Aspekte geistiger Eigentumsrechte (TRIPS)
schafft seit 1995 weltweite Mindeststandards für den Schutz geistigen Eigentums.
TRIPS schafft einen Rechtsrahmen, der die Interessen der Industriestaaten
einerseits und der Entwicklungsländer andererseits in angemessener Weise zum
Ausgleich bringt. Nach Maßgabe von Artikel 31 des TRIPS und dem zugehörigen
Anhang können Mitgliedstaaten vorsehen, dass ein Patent ohne Zustimmung des
Rechteinhabers im Einzelfall durch die Regierung oder von der Regierung
ermächtigte Dritte benutzt werden darf. Voraussetzung ist u. a., dass sich derjenige,
der die Benutzung plant, erfolglos bemüht hat, die Zustimmung des
Rechteinhabers für die Versorgung des Binnenmarktes oder auch für die Ausfuhr in Länder
mit Problemen im Bereich der öffentlichen Gesundheit zu angemessenen
geschäftsüblichen Bedingungen zu erhalten. Die Möglichkeit der Erteilung einer
Zwangslizenz auch für die Ausfuhr in Länder mit Problemen im Bereich der
öffentlichen Gesundheit ist neu und erst am 23. Januar 2017 in Kraft getreten. Die
Änderung ist insbesondere für Länder von Bedeutung, die über keine ausreichend
leistungsfähigen Herstellungskapazitäten verfügen. Von der in Artikel 66 des
TRIPS vorgesehenen Flexibilität für die am wenigsten entwickelten Länder hat
der TRIPS-Rat am 6. November 2015 Gebrauch gemacht. Er hat einen Dispens
dahingehend gewährt, dass sie bis zum Jahr 2033 keinen Patentschutz für
pharmazeutische Produkte gewähren müssen. Diese Regelungen und Maßnahmen
tragen dazu bei, dass der Zugang zu lebenswichtigen Arzneimitteln nicht durch
Patentschutz gefährdet wird.
13. Wie viel Geld gibt die Bundesregierung für klinische Forschung zur
Entwicklung von Arzneimitteln gegen vernachlässigte, armutsassoziierte
Erkrankungen aus (bitte für die letzten fünf Jahre nach Projekten, Ausgaben
und Ressortverantwortlichkeiten auflisten)?
Geförderte Maßnahmen des Bundesministeriums für Bildung und Forschung
(BMBF):
Den Rahmen der klinischen Forschung zur Entwicklung von Arzneimitteln
gegen vernachlässigte, armutsassoziierte Erkrankungen bildet das Förderkonzept
„Vernachlässigte und armutsbegünstigte Krankheiten: Globale Gesundheit im
Mittelpunkt der Forschung“ vom Oktober 2015. Das BMBF hat in den letzten
fünf Jahren jährlich rund 9 Mio. Euro für die klinische Forschung investiert
(Projektförderung, Deutsches Zentrum für Infektionsforschung). (Eine Liste
der Projekte aus der direkten Projektförderung des BMBF ist in Anlage 2
beigefügt; Projekte des Deutschen Zentrums für Infektionsforschung (DZIF) sind
Anlage 3 zu entnehmen.)
Als neue relevante internationale Maßnahme wird das BMBF die Coalition for
Epidemic Preparedness Innovations (CEPI) im Bereich der
Impfstoffentwicklung in den nächsten Jahren mit erheblichen Mitteln unterstützen.
Die Forschungsförderung zur Entwicklung von Arzneimitteln gegen
vernachlässigte, armutsassoziierte Krankheiten im Rahmen der weiteren Finanzierung
außeruniversitärer Forschungseinrichtungen sowie die Förderung durch die
Deutsche Forschungsgemeinschaft werden nicht im Einzelnen erfasst.
Geförderte Maßnahmen des BMZ:
Seit 1974 unterstützt das BMZ das Special Programme for the Research and
Training in Tropical Diseases (TDR) der WHO. Allein im Zeitraum von 1997
bis einschließlich 2016 wurden hierfür rd. 10 Mio. Euro bereitgestellt.
Deutschland ist aktuell im Rahmen einer Stimmrechtsgruppe mit Luxemburg im
obersten Steuerungsgremium von TDR, dem Joint Coordinating Board (JCB),
vertreten.
Im „Sonderprogramm Gesundheit für Afrika“ (Teil des Sechs-Punkte-Plans
der Bundeskanzlerin) setzt die deutsche Entwicklungszusammenarbeit
zusätzliche Mittel für die Stärkung der Gesundheitssysteme und den Aufbau von
Laborkapazitäten ein.
Darin inbegriffen sind auch 10 Mio. Euro (Finanzielle Zusammenarbeit)
spezifisch für die Bekämpfung von vernachlässigten Tropenkrankheiten
(neglected tropical diseases, NTDs) in der Region Zentralafrika. Die Mitgliedsländer
der CEMAC (Zentralafrikanische Wirtschafts- und Währungsgemeinschaft;
Mitgliedsländer Kamerun, Republik Kongo, Gabun, Äquatorialguinea,
Zentralafrikanische Republik, Tschad) werden bei ihren nationalen Programmen
zur Bekämpfung von NTDs unterstützt. Auf Antrag soll auch die
Durchführung von Massentherapien finanziert werden, wo bisher von Pharmaherstellern
zur Verfügung gestellte Medikamente nicht den Weg zum Patienten fanden.
Zudem soll die Vernetzung lokaler NTD-Spezialisten (Doktoranden) durch
Stipendien und Fachveranstaltungen gefördert werden.
Die regionale Staatengemeinschaft „East African Community“ (EAC) ist
gerade dabei, in Ruanda ein mit BMZ-Mitteln finanziertes, regionales
Ausbildungszentrum für Gesundheitslogistik zu eröffnen. Zudem ist ein Vorhaben für
die Schaffung eines regionalen Netzwerks mobiler Labore zur schnellen und
effektiven Diagnostik von Erkrankungen in Planung. Zusammen mit dem
schon bestehenden Engagement der deutschen Finanziellen Zusammenarbeit
bei der regionalen Aus- und Fortbildung von Krankenschwestern mit der Aga-
Khan-Stiftung sowie der Impfprogrammförderung in Kooperation mit der
Globalen Impfallianz Gavi wird für die betroffene Bevölkerung dieser Region
positive Rahmenbedingungen zur erfolgreichen Bekämpfung vernachlässigter
Tropenkrankheiten geschaffen.
Die Bill & Melinda Gates Foundation (BMGF) hat in Zusammenarbeit mit J.P.
Morgan den GHIF entwickelt. Dieser Fonds wurde 2012 mit einem
Finanzvolumen von 108 Mio. US-Dollar aufgelegt. Der GHIF finanziert Investitionen
mit sozialer Wirkung (globale Gesundheitsförderung) bei gleichzeitig geringer
Aussicht auf Rendite. Über das Angebot günstiger Finanzierung schafft der
GHIF Anreize für die Pharmaindustrie, insbesondere Biotechnologiefirmen, in
die Weiterentwicklung oder beispielsweise die erweiterte Zulassung von
Gesundheitsprodukten (Impfstoffe, Diagnostika, Medikamente) auch für
vernachlässigte Tropenkrankheiten in Entwicklungsländern zu investieren (wie z. B.
für Malaria und TB). Neben institutionellen Investoren wird der GHIF durch
philanthropische Investoren (etwa BMGF) aus dem Privatsektor unterstützt.
Deutschland hat bislang einen Beitrag von 10 Mio. Euro geleistet. Darüber
hinaus bietet der GHIF auch deutschen Pharma- und Biotechunternehmen die
Chance, sich an den GHIF-finanzierten Projekten zu beteiligen. Beispiele für
GHIF-Ergebnisse: 2015 wurden über den GHIF nach der erfolgreichen
Absolvierung aller erforderlichen medizinischen Studien 10 Mio. US-Dollar in die
Registrierung und Herstellung von Moxidectin für die Anwendung beim
Menschen investiert. Damit war seit 1987 erstmals ein neues Medikament für die
Bekämpfung der Flussblindheit verfügbar. Nach WHO-Schätzungen sind
weltweit 37 Millionen Menschen von Flussblindheit betroffen und über 100
Millionen Afrikaner dem Risiko einer Infektion ausgesetzt. Zuvor erhielt ein neuer
oraler Cholera-Impfstoff eine GHIF-Förderung, nachdem der Wirkstoff im
Rahmen einer vom BMBF finanzierten Produktentwicklungspartnerschaft (PDP)
entwickelt wurde.
Geförderte Maßnahmen des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG):
Das BMG finanziert gemeinsam mit den Ländern Hamburg und Schleswig-
Holstein das Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin (BNITM) und das
Forschungszentrum Borstel (FZB).
Das Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin (BNITM) (Fördervolumen
BMG 2016 7,8 Mio. Euro) ist Deutschlands größte Einrichtung für Forschung,
Versorgung und Lehre auf dem Gebiet von Tropenkrankheiten. Das BNITM
beforscht viele der NTDs, sowohl im Bereich Grundlagen, Therapieforschung
als auch der Entwicklung neuer Diagnostik.
Das Forschungszentrum Borstel (FZB) (Fördervolumen BMG 2016 13,6 Mio.
Euro) ist führend auf dem Gebiet der Forschung und Behandlung von
Lungenkrankheiten. Relevant ist hier die Forschung zu TB, einschließlich der
multiresistenten TB sowie Diagnostikverfahren hierzu.
Der Fokus des durch das BMG und seine Fachinstitute aufgelegten „Global
Health Programm“ – 16 Einzelprojekte mit einer Laufzeit von 2016 bis 2020
und einer Gesamtförderung von 4 Mio. Euro pro Jahr – liegt auf einer Stärkung
der Krisenreaktionsfähigkeiten in Partnerländern. Hierdurch wird spezifische
Expertise der Fachinstitute im Geschäftsbereich des BMG in konkrete Projekte
eingebracht, die am Bedarf der Partnerländer ausgerichtet sind. Das Global-
Health-Programm beinhaltet beispielsweise Maßnahmen zum Aufbau von
Laborkapazitäten und Seuchenwarnsystemen. Wissenstransfer und Ausbildung
von Personal vor Ort sind dabei entscheidende Säulen. Ziel des Programms ist
die Stärkung schwacher Gesundheitssysteme, es leistet somit auch einen
Beitrag zur Bekämpfung von NTDs.
Das BMG unterstützt den Start der Globalen Partnerschaft für Antibiotika-
Forschung und Entwicklung (GARD-P) mit 500 000 Euro. Das internationale
Vorhaben der WHO und der Initiative Medikamente für vernachlässigte
Krankheiten (Drugs for Neglected Diseases Initiative, DNDi) hat zum Ziel, neue
Antibiotika im Kampf gegen Antibiotikaresistenzen zu entwickeln. GARD-P soll
außerdem einen verantwortungsvollen Umgang mit Antibiotika fördern, damit
ihre Wirksamkeit bestmöglich gewahrt bleibt, und hierbei allen Menschen im
Bedarfsfall einen fairen Zugang sichern. Seit Mai 2016 steht das erforderliche
Startkapital zum Aufbau einer wissenschaftlichen Strategie, eines ersten
Forschungs- und Entwicklungsportfolios und eines Gründungsteams bereit.
Deutschland hat den Aufbau der Partnerschaft eng begleitet. Die G7-
Gesundheitsministerinnen und -minister haben in ihrer Erklärung in Berlin 2015
bereits auf die Notwendigkeit der Entwicklung einer solchen Partnerschaft
hingewiesen.
Nicht zuletzt setzt sich das BMG für eine starke WHO ein. Die WHO ist der
zentrale Akteur für die Koordination und Steuerung der Bekämpfung von NTDs.
14. Welche Arzneimittel der First-line-Therapie und welche Arzneimittel der
Reserve unterliegen nach Kenntnis der Bundesregierung dem Patent- oder
Unterlagenschutz?
Nach Kenntnis der Bundesregierung unterliegen Sirturo® (Wirkstoff Bedaquilin)
und Deltyba® (Wirkstoff Delamanid) in Europa dem Patentschutz.
Da sich der Unterlagenschutz für ein Arzneimittel auf das für die Zulassung
eingereichte Datenmaterial zur Beurteilung der Qualität, der Wirksamkeit und der
Sicherheit bezieht, besteht dieser spezifisch für die jeweilige therapeutische
Indikation. Folglich bezieht sich die nachfolgende Aussage ausschließlich auf
diejenigen Arzneimittel, die in Deutschland für die Behandlung der TB zugelassen
sind. Hiernach besteht derzeit für Granupas® (Wirkstoff Para-
Aminosalicylsäure), Sirturo® (Wirkstoff Bedaquilin) und Deltyba® (Wirkstoff Delamanid)
Unterlagenschutz.
15. Wie viel Geld kam nach Kenntnis der Bundesregierung in den letzten fünf
Jahren weltweit für die klinische Forschung zur TB-Bekämpfung
a) aus der Industrie,
b) aus privaten Stiftungen,
c) aus der öffentlichen Hand?
Der Bundesregierung liegen hierzu keine Erkenntnisse vor.
16. Wie bewertet die Bundesregierung das Engagement der Bill & Melinda
Gates Foundation bezüglich Tuberkulose, und wie will sie zukünftig in diesem
Bereich mit der Stiftung konkret kooperieren?
Das BMZ und die Durchführungsorganisationen führen seit 2008
Kooperationsprojekte mit der Bill & Melinda Gates Foundation durch. Seit dem Jahr 2011
besteht ein Memorandum of Understanding zwischen BMZ und der Gates-Stiftung,
das aufgrund des neuen globalen Rahmens, den die Agenda 2030 und die Addis
Ababa Action Agenda (AAAA) gesetzt haben, aktualisiert wurde. Der
Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung Dr. Gerd Müller
und Bill Gates haben die neue Kooperationsvereinbarung am 17. Februar 2017
unterzeichnet. In der Kooperationsvereinbarung ist festgehalten, dass das BMZ
und die Bill & Melinda Gates Foundation weiterhin im Bereich der globalen
Gesundheitspolitik zusammenarbeiten und insbesondere ihre Unterstützung des
Globalen Fonds zur Bekämpfung von AIDS, Tuberkulose und Malaria (GFATM)
fortsetzen wollen. Die bisherige Kooperation in diesem Bereich bewertet die
Bundesregierung als erfolgreich. Auf die Antwort zu Frage 13 wird verwiesen.
17. Inwiefern sieht die Bundesregierung das verhältnismäßig geringe
Engagement der Industrie bei der Antibiotika- und Impfstoffentwicklung als
Marktversagen an, und welche Rückschlüsse zieht sie daraus?
Die Forschung und Entwicklung neuer Antibiotika ist wissenschaftlich
aufwendig, zeitintensiv und setzt hohe Investitionen voraus. Neben den
wissenschaftlichen Herausforderungen spielen weitere Faktoren eine Rolle. Dazu gehören auch
die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Antibiotika sollten möglichst selten
eingesetzt werden, damit sie so lange wie möglich wirksam bleiben.
Pharmazeutische Unternehmen haben sich in den letzten Jahren zunehmend aus der
Erforschung und Entwicklung neuer antimikrobieller Wirkstoffe zurückgezogen. Nur
noch wenige große pharmazeutische Unternehmen unterhalten eigene Bereiche,
die an Arzneimitteln und Impfstoffen zur Behandlung von bakteriellen
Infektionen wie TB forschen. Einige Unternehmen engagieren sich jedoch in
Produktentwicklungspartnerschaften (Product Development Partnerships, PDPs) oder gehen
Kooperationen mit Forschungseinrichtungen und Instituten ein, die von
öffentlichen und privaten Geldgebern unterstützt werden. Öffentlich-private
Partnerschaften sind ein möglicher Weg, die Entwicklung neuer Antibiotika zu
stimulieren, da sie das Wissen aus Wissenschaft, Industrie und Zivilgesellschaft bündeln.
Zudem können die hohen Investitionen in Forschung und Entwicklung sowie die
wirtschaftlichen Risiken in einer PDP geteilt werden. Die Bundesregierung
unterstützt daher Produktentwicklungspartnerschaften finanziell. So zum Beispiel
die TB Alliance oder die Globale Partnerschaft für Antibiotika-Forschung und
Entwicklung (siehe auch die Antworten zu den Fragen 13 und 26). Das
Arzneimittelversorgungsstärkungsgesetz (AMVSG), das am 31. März 2017
abschließend im Bundesrat beraten wird, enthält Maßnahmen zur besseren Finanzierung
von Antibiotika und ihrem zielgenauen Einsatz: Zukünftig wird bei der
Bewertung des Zusatznutzens von Antibiotika und bei der Festbetragsgruppenbildung
von Antibiotika die Resistenzsituation durch den Gemeinsamen Bundesausschuss
(G-BA) zu berücksichtigen sein.
18. Wann wird nach Kenntnis der Bundesregierung ein ausreichend wirksamer
Impfstoff zur Verfügung stehen?
Die Bundesregierung hat keine Kenntnis über die Einreichung eines
Zulassungsantrags oder ein vorbereitendes Beratungsgespräch zur Zulassung eines TB-
Impfstoffes bei der dafür zuständigen Europäischen Arzneimittelagentur (EMA). In
den nächsten fünf Jahren wird in Europa kein zugelassener Impfstoff gegen TB
erwartet.
19. Mit wie viel Geld hat sich die Bundesregierung bisher an der Entwicklung
eines neuen TB-Impfstoffs beteiligt, und wie viel wird sie in den nächsten
vier Jahren hierfür beisteuern?
Mit Mitteln des BMBF in Höhe von rund 10 Mio. Euro wurde einer der weltweit
vielversprechendsten neuen Impfstoffkandidaten gegen TB entwickelt. Aktuell
stellt das BMBF weitere 850 000 Euro zur Entwicklung eines TB-Impfstoffes zur
Verfügung. Über mögliche zukünftige Projektförderungen können noch keine
Aussagen getroffen werden.
20. Warum ist die Bundesregierung trotz Rekordhaushaltsüberschuss und der
von ihr erkannten großen Brisanz der Tuberkulosegefahr nicht bereit, den
GFATM entsprechend der eigenen Wirtschaftskraft auch im europäischen
Vergleich angemessen zu finanzieren und den deutschen Beitrag wie von
zahlreichen unabhängigen Experten und Nichtregierungsorganisationen
gefordert zu verdoppeln?
Bei der letzten Wiederauffüllung 2016 (für den Zeitraum 2017 bis 2019) des GFATM
hat Deutschland 810 Mio. Euro zugesagt und damit seine Zusage um ein Drittel
gesteigert. Durch die aktive Gremienarbeit beeinflusst Deutschland zudem die
strategische Ausrichtung des GFATM: so konnte u. a. in der neuen GFATM-
Strategie 2017 bis 2022 vor allem durch das deutsche Engagement die Stärkung von
Gesundheitssystemen als ein strategisches Oberziel des GFATM festgeschrieben
werden. Damit können langfristig strukturbildend Gesundheitssysteme so
gestärkt werden, dass sie in einem übergreifenden Ansatz den
Krankheitserfordernissen gerecht werden.
21. Sind nach Ansicht der Bundesregierung in Deutschland genügend
(Röntgen-)Kapazitäten zur Diagnostik von TB verfügbar, um Menschen vor der
Aufnahme in eine Gemeinschaftsunterkunft auf TB untersuchen zu
können?
Falls nein, welche Maßnahmen hat die Bundesregierung unternommen, um
dem abzuhelfen?
22. Inwiefern sind nach Ansicht der Bundesregierung genügend Kapazitäten zur
Versorgung von Patientinnen und Patienten mit offener TB verfügbar, falls
es zu einem Ausbruch kommt?
Die Fragen 21 und 22 werden gemeinsam beantwortet.
Die Versorgung von Patientinnen und Patienten mit TB in
Gemeinschaftsunterkünften fällt in die Zuständigkeit der Bundesländer. Der Bundesregierung liegen
keine aktuellen Angaben zu Versorgungskapazitäten vor.
23. Inwiefern sieht die Bundesregierung hier ein Defizit bei den Vorhaltekosten
für Behandlungsressourcen, die nur im Notfall benötigt werden, und wie
gewährleistet die Bundesregierung, dass dafür angemessene Ressourcen
vorgehalten werden?
Nur 5 bis 15 Prozent der Erwachsenen erkranken nach einer Ansteckung mit TB,
bei Kindern und Jugendlichen unter 15 Jahren ca. 20 bis 40 Prozent. Bekannte
Krankheitsausbrüche in Deutschland beschränken sich auf wenige (meist zwei)
Personen. Inwieweit die Kommunen für diese Einzelfälle Ressourcen vorhalten,
ist der Bundesregierung nicht bekannt.
24. Wird sich die Bundesregierung im Zuge des diesjährigen G20-Gipfels – und
der Diskussion um Antibiotikaresistenzen – auch dafür einsetzen, dass
antibiotikaresistente Tuberkulose zentral adressiert wird?
Die Bundesregierung möchte im G20-Rahmen einen Schwerpunkt im Bereich
Bekämpfung von Antibiotikaresistenzen setzen. Dabei beabsichtigt die
Bundesregierung, mögliche Maßnahmen der G20 für den Erhalt der Wirksamkeit von
Antibiotika, insbesondere durch einen sachgerechten Umgang mit Antibiotika bei
Mensch und Tier (One-Health-Ansatz) sowie durch Infektionsprävention, zu
erörtern. Zudem wird sich die Bundesregierung mit den G20-Partnern über Anreize
zur Forschung und Entwicklung neuer Antibiotika, Diagnostika und alternativer
Therapien aussprechen. Die Bundesregierung geht davon aus, dass in diesem
Zusammenhang auch das Thema resistenter TB diskutiert werden wird.
25. Welches Bundesministerium beschäftigt sich zentral mit den Empfehlungen
des 2016 veröffentlichten Berichts des vom damaligen UN-Generalsekretär
einberufenen Expertenpanels zum Zugang zu Medikamenten, der
wegweisende Reformen in der biomedizinischen Forschung und Entwicklung
vorgeschlagen hat, und wie stellt die Bundesregierung sicher, dass die
Empfehlungen aus dem Report sowohl national als auch international umgesetzt
werden?
Der Bericht des Panels liegt den verschiedenen betroffenen Ressorts vor. Mit den
Empfehlungen ist auf internationaler Ebene unter anderem die WHO befasst.
26. Wie wird sich die Bundesregierung dafür einsetzen, dass Forschung und
Entwicklung zu neuen und effektiven Diagnostika, Impfstoffen und Antibiotika
zur Vorbeugung und Therapie von Tuberkulose und insbesondere seiner
resistenten Formen verbessert wird?
Die Bundesregierung wird im Jahr 2017 eine „Nationale Wirkstoffinitiative
gegen Infektionskrankheiten“ starten. Erste Förderbekanntmachungen zur
Förderung von Forschungsvorhaben wurden bereits veröffentlicht.
Die Forschung und Entwicklung zu neuen und effektiven Diagnostika,
Impfstoffen und Antibiotika zur Vorbeugung und Therapie von TB findet in Deutschland
und in internationaler Kooperation auf hohem Niveau statt. Im Rahmen der
„European and Developing Countries Clinical Partnership (EDCTP)“ sowie der
neuen Förderrunde von Produktentwicklungspartnerschaften beteiligt sich die
Bundesregierung bereits an nachhaltig finanzierten internationalen
Förderinitiativen. Die Bundesregierung intensiviert außerdem kontinuierlich die
internationale Zusammenarbeit in Forschung und Entwicklung zu Antibiotikaresistenzen.
Unter der diesjährigen deutschen G20-Präsidentschaft sind
Antibiotikaresistenzen ein Fokus der Beratungen im Bereich Gesundheit.
Anlage 1 zu Frage 4
Auswahl an Aktivitäten und Zusammenarbeit der Bundesregierung mit WHO und ECDC zu
Tuberkulose von 2010 bis heute
Zusammenarbeit WHO/RKI; Dokumentenlink Zeitraum WHO-
Partner
WHO Global Tuberculosis (TB) Program – Mitglied der globalen
Beraterpools für for TB Surveillance, Epidemiologie und Med. Statistik
seit Mai
2016
WHO
Genf
Mitglied der Task force Programmatic Management of Latent Tuberculosis
Infection
Mai 2015-
März 2017
WHO
Genf
Mitarbeit an der Erarbeitung des Action Framework for TB elimination in low
incidence countries
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/
PMC4391660/pdf/ERJ-02140-2014.pdf
http://apps.who.int/iris/bitstream/10665/132231/1/9789241507707_eng.pdf
2014/2015 WHO
Genf und
Euro
Mitglied der Childhood TB Subgroup of the DOTS Expansion Working
Group, STOP TB Partnership
November
2010-2015
WHO
Genf,
Stop TB
Team
Mitglied der Task Force M&E Framework for the Regional TB Action Plan
(TB-AP)
http://www.euro.who.int/__data/assets/
pdf_file/0020/318233/Roadmap-implement-TBC-action-plan-
20162020.pdf?ua=1
Dezember
2014-2015
WHO
Euro
Mitglied der Peer Review Group: Guidelines on the management of latent TB
infection
http://apps.who.int/iris/bitstream/
10665/136471/1/9789241548908_eng.pdf?ua=1&ua=1
Juni 2014 WHO
Genf
Mitglied der TOR Steering Group, Regional Interagency Collaborating
Committee on Tuberculosis Control and Care (RICC-TB)
Dezember
2012-
August 2013
WHO
Euro
Beitrag zur Roadmap for Childhood Tuberculosis
http://apps.who.int/iris/bitstream/10665/89506/1/9789241506137_eng.pdf
November
2012
WHO
Genf,
Childhood
TB
subgroup
Mitglied der Task Force zur Entwicklung eines Monitoring Framework für den
M/XDR-TB Aktionsplan
2011-2012
Mitglied der Task Force zur Entwicklung eines Monitoring Framework für die
Berliner Deklaration
http://www.euro.who.int/__data/assets/
pdf_file/0008/68183/E90833.pdf
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/artic-
les/PMC3832066/pdf/EuJMI-02-287.pdf
2011/2012 WHO
Euro
Mitglied der Steering Group Consolidated Action Plan to Prevent and
Combat MDR/XDR-TB in WHO European Region 2011-2015
http://www.euro.who.int/__data/assets/pdf_file/0007/147832/wd15E_TB_
ActionPlan_111388.pdf
Oktober
2010-
August 2011
WHO
Euro
Mitglied der External Review group „Guidance for national tuberculosis
programmes on the management of tuberculosis in children“
https://www.tballi-
ance.org/sites/default/files/child-resources/WHO_
Guidance_national_TB_programme_mngmt_TB_children.pdf
Oktober
2010
WHO
Genf,
Childhood TB
subgrou
Zusammenarbeit WHO/RKI; Dokumentenlink Zeitraum WHO-
Partner
ECDC Advisory Forum anhaltend
Mitglied im Disease Network Coordinating Committee und des „ad hoc
scientific panel on introducing programmatic latent tuberculosis infection control in
the EU/EEA and candidate countries“
seit April
2016
Mitglied des TB Surveillance sub-network des Tuberculosis Disease Network
Coordination Committee (DNCC)
seit Ende
2016
Mitarbeit im Ad hoc scientific panel on introducing programmatic latent
tuberculosis infection control in the EU/EEA and candidate countries
http://www.eurosurveillance.org/images/dynamic/
EE/V21N34/art22565.pdf
2015
Mitarbeit an der ECDC Expert opinion on the introduction of new drugs in
tuberculosis control in the EU/EEA
http://ecdc.europa.eu/en/publications/Publi-
cations/expert-opinion-introduction-new-TB-
drugs-march-2015.pdf
2014/2015
Mitglied der European Consensus Group „Tuberculosis control in Big Cities
and urban risk groups in the European Union”
http://www.eurosurveillance.org/ViewArticle.aspx?ArticleId=20728
2012-2014
Vorsitz der Expertengruppe Investigation and control of tuberculosis
incidents affecting children in congregate settings
http://ecdc.europa.eu/en/publications/Publications/guidance-investigation-
control-tb-incidents-children-in-congregate-settings.pdf
2012/2013
Mitglied eines Ad hoc scientific expert panel zur Erarbeitung der „ECDC
Guidance: Use of interferon-gamma release assays in support of TB
diagnosis. Ad hoc scientific panel opinion“
http://ecdc.europa.eu/en/publications/publications/1103_gui_igra.pdf
2010/2011
Mitglied der European Consensus Group on Tuberculosis contact
investigation in low prevalence countries
http://erj.ersjournals.com/
content/erj/36/4/925.full.pdf
2009-2010
Anlage 2 zu Frage 13
Projektförderung für klinische Forschung zur Entwicklung von Arzneimitteln gegen vernachlässigte, armutsassoziierte
Erkrankungen
Mittel / Haushaltsjahr in Euro
Förderkennzeichen
Ressort Thema 2012 2013 2014 2015 2016
01KI0784 BMBF
Verbundprojekt: „Suszeptibilität bei
Infektionen: Tuberkulose“ - Resistenz
und Empfänglichkeit gegenüber der
Lungentuberkulose - epidemiologische
und immunologische Untersuchungen
der Determinanten bei Wirt und
Pathogen 27.959 0 0 0 0
01GR0820 BMBF
Verbundprojekt: Anti-Malaria
Verbindungen - Imaging von Malaria Parasit-
Leber Interaktion 0 15.091 0 0 0
01KA0801 BMBF
EDCTP-HIV-Vakzine I: Bestimmung
der zellulären Immunantwort nach
Impfung mit einer DNA / MVA HIV
Vakzine bei 70 Freiwilligen. 0 0 0 0 0
01KA0802 BMBF
EDCTP-HIV-Vakzine I: Durchführung
eine Phase IB HIV Impfstoffstudie
(DNA / NYVAC) in Mbeya, Tansania. 0 31.098 0 0 0
01KA1004 BMBF
EDCTP-Malariabehandlung:
Untersuchung der Wirkung von Fosmidomycin
und Clindamycin auf Plasmodium
falciparum bei unkomplizierter Malaria 86.959 0 0 0 0
01KA1011 BMBF
EDCTP - Malariatherapie: Follow-up
Studie mit Artesunate an afrikanischen
Kindern mit schwerer Malaria 0 0 0 0 0
01KA0803 BMBF
EDCTP-Malaria in der
Schwangerschaft: Evaluierung alternativer
Malariamedikamente zur intermittierend
präventiven Therapie während der
Schwangerschaft 150.190 86.147 0 0 0
01KA0804 BMBF
EDCTP - Malariaimpfstoffe I:
Förderung der immunologischen und der
klinischen Forschungs-Kompetenz im
Rahmen multizentrischer,
internationaler klinischer Studien an
Malariavakzinen der Phasen I bis IIb 202.257 126.720 10.538 0 0
01KI1007C BMBF
Verbundprojekt: Suszeptibilität bei
Infektionen: Tuberkulose -
Immunologische Biomarker für Immunität und
Erkrankungsausbruch in den Lungen von
TB-Patienten und deren naher
Kontaktpersonen 50.672 2.098 0 0 0
01KA1009 BMBF
EDCTP: Untersuchung zum Effekt von
antihelminthischer Therapie auf die
Immunogenität von Impfungen in einer
Population, die eine hohe Prävalenz
von Infektionen mit Geohelminthen
aufweist 223.042 42.785 0 111.381 0
Mittel / Haushaltsjahr in Euro
Förderkennzeichen
Ressort Thema 2012 2013 2014 2015 2016
01KA1008 BMBF
EDCTP: Die Wirkung von Ko-
Infektionen mit Hakenwürmern,
Schistosomen und Amöben (Necatoriasis,
Schistosomiasis, Amoebiasis) auf die
Immunreaktivität und Immunseneszenz
bei Kindern, Erwachsenen und älteren
Personen 158.340 126.254 0 39.786 0
01KA1010 BMBF
EDCTP: TB-Diagnostik -
Genexpressionsanalysen an T-Lymphozyten und
Monozyten im peripheren Blut latent
Tuberkulose-Infizierter und aktiv
Tuberkulose-Erkrankter im Rahmen des
EDCTP-Projektes AE-TBC 103.756 25.565 0 0 0
01KA1102 BMBF
EDCTP-HIV Therapie: Einfluss von
Helicobacter pylori auf
Immunaktivierung und den klinischen Verlauf bei
HIV infizierten Patienten in Ghana 12.910 33.570 0 0 0
01KA1007 BMBF
EDCTP: „Single tube“ Test zur
simultanen Detektion von parasitären
Mehrfachinfektionen mittels Durchfluss-
Zytometrie 191.470 170.482 27.500 0 0
01KI1007D BMBF
Verbundprojekt: Suszeptibilität bei
Infektionen: Tuberkulose -
Identifizierung immunologischer Biomarker für
die Resistenz gegen die Tuberkulose in
der Lunge bei Patienten und engen
Kontaktpersonen 39.112 22.571 4.200 0 0
01KA1101 BMBF
EDCTP-HIV Therapie: Prävention der
frühen Mortalität bei HIV-infizierten
Patienten durch die gleichzeitige
Behandlung von Tuberkulose und AIDS 213.648 185.335 112.595 0 0
01KA1304 BMBF
„EDCTP-Malaria Impfstoff: Biometrie
und Parasiten-Quantifizierung zur
Entwicklung neuer malariaimpfstoffe, -
medikamente und -miagnostika in
Afrika.“ 0 17.701 42.340 0 0
01KI1007A BMBF
Verbundprojekt: Suszeptibilität bei
Infektionen: Tuberkulose - Wirts- und
Pathogenfaktoren für Resistenz und
Krankheitsverlauf 224.000 407.237 20.500 9.117 0
01KA1006 BMBF
EDCTP-TB-Diagnostik: Evaluation
von neuen Diagnostika für pädiatrische
Tuberkulose 66.302 40.302 24.857 3.895 0
01KA1001 BMBF
EDCTP: Malariabehandlung:
Integration von klinischen Studien,
Kapazitätserweiterung und regionaler
Vernetzung bei der Entwicklung von neuen
Malariamedikamenten in Mali, Burkina
Faso und Guinea (Westafrika),
Deutscher Beitrag 80.393 75.810 76.295 22.697 0
01KA1301 BMBF
EDCTP: Malaria Vakzine;
vorbereitende Arbeiten zur Entwicklung zweier
Malaria Impfstoffe 0 28.977 41.728 0 0
Mittel / Haushaltsjahr in Euro
Förderkennzeichen
Ressort Thema 2012 2013 2014 2015 2016
01KA1302 BMBF
EDCTP: TB-Therapie; Epidemiologie
der PZA-Resistenz in klinischen
Studien in Afrika 0 26.664 63.336 0 0
01KA1305 BMBF
EDCTP-TB-Diagnostik: PanACEA
Biomarkers Expansion study- PANBI-
OME 0 15.773 0 28.516 0
01KI1007B BMBF
Verbundprojekt: Suszeptibilität bei
Infektionen: Tuberkulose -
Epidemiologische und immunologische
Untersuchungen der Determinanten bei Wirt
und Pathogen (TB or not TB) 593.585 699.966 561.716 0 0
01KA0901 BMBF
EDCTP: Aufbau eines afrikanischen
Netzwerkes zur Durchführung von
klinischen Studien über neue
Tuberkulostatika 297.301 50.447 0 0 0
01KA1402 BMBF
EDCTP: Förderung der
immunologischen und der klinischen Forschungs-
Kompetenz im Rahmen
multizentrischer, internationaler klinischer
Studien an Malariavakzinen der Phasen 1
bis IIb 0 0 0 60.312 0
01KA1005 BMBF
EDCTP-TB-Diagnostik: Evaluation
von neuen Diagnostika für pulmonale
Tuberkulose bei Erwachsenen 43.202 111.792 13.378 18.452 4.446
01KA1401 BMBF
EDCTP: Untersuchung von
Zervixkarzinompatientinnen aus Addis Abeba
auf das Humane Papillomavirus
Onkoprotein 0 0 0 32.438 2.601
01KA1501 BMBF
EDCTP: Malaria-Impfstoff-
Entwicklung: zwei EDCTP Projekte 0 0 0 14.295 0
01KA1201 BMBF
EDCTP HIV-Therapie: FATI -1:
Dosisfindungsstudie für Fozivudine (FZD)
als first- und secondline Therapie als
Ersatz von Zidovudine (AZT) in der
Elfenbeinküste und Tansania 466.562 221.644 52.553 200.602 0
01KA1303 BMBF
EDCTP: TB-Therapie-ß-lactame gegen
TB. „Teaching new tricks to an old
dog“ 0 10.000 0 10.000 0
01KA1306 BMBF
EDCTP: HIV-Therapie-Beitrag zu
einer randomisierten, kontrollierten
Studie zum Einsatz von Lithiumcarbonat
in Patienten mit HIV-C assoziierten
neurokognitiven Störungen: Eine Phase
IIb proof-of-principle-Studie. 0 0 12.000 7.650 0
01KA1403 BMBF
Forschungsaktivitäten zur Bekämpfung
des Ebola-Virus Ausbruchs in
Westafrika - Das deutsche Ebola-Virus
Konsortium (EBOKON) 0 0 503.616 1.237.192 517.931
Mittel / Haushaltsjahr in Euro
Förderkennzeichen
Ressort Thema 2012 2013 2014 2015 2016
01KI1306 BMBF
Verbundprojekt HIVERA VIHDU-
AVAX: Entwicklung eines neuen HIV-
1 Impfstoffs mit bivalenten
Eigenschaften durch Kombination von zwei
gp41 Epitopen: Neutralisation von
HIV-1 und CD4 Zell-Depletion 0 0 35.106 95.394 10.000
01KA1002 BMBF
EDCTP: HIV-Therapie-ALISA -
Evaluation einer Secondline HIV -Therapie
in Südafrika und Tansania 47.780 126.184 95.055 171.324 31.613
01KI1206 BMBF
Verbundprojekt HIVERA: BEST
HOPE: „Biomolekulare und
epidemiologische Surveillance von HIV-
übertragener Resistenz, Hepatitis-
Koinfektionen und Übertragungsmustern in
Europa.“ 12.726 245.677 220.816 64.389 89.680
01KA1602 BMBF
CYSTINET-Africa: Zystizerkose
Netzwerk in Subsahara-Afrika 0 0 0 0 49.912
01KI1205B BMBF
Verbundprojekt HIVERA: ECHAM:
Metabolische Lebererkrankungen in
einer europäischen Kohorte alternder
HIV-monoinfizierter Patienten, Anteil
Hamburg 0 0 164.088 177.251 4.055
01KA1307 BMBF
EDCTP: Der Einfluss von Helminthen
während der Schwangerschaft auf die
Immunantwort von Kleinkindern im
ersten Lebensjahr 0 48.526 213.937 199.039 40.271
01KA1605 BMBF
Netzwerk für Evidenzbasierte
Gesundheitsversorgung und Public Health in
Afrika, CEBHA+ 0 0 0 0 50.000
01KA1604 BMBF
Afrikanisches Netzwerk für verbesserte
Diagnostik, Epidemiologie und
Management häufig vorkommender
Infektionskrankheiten 0 0 0 0 49.819
01KA1601 BMBF
TAKeOFF: Netzwerk zur
Überwindung der Schwierigkeiten bei der
Bekämpfung von Filariose 0 0 0 0 50.000
01KI1305B BMBF
Verbundprojekt HIVERA: IRIFCURE:
Rekonstitution des Immunsystems hin
zu einer funktionellen Heilung von
HIV Patienten durch Blockierung des
Virulenzfaktors Nef, Anteil Erlangen 0 0 55.682 66.539 88.279
01KA1202 BMBF
EDCTP HIV-Vakzine:TaMoVac II -
Evaluierung der Sicherheit und der
Immunantwort nach HIV-Impfung mit
einem DNA-Prime/MVA/gp140-Boost-
Ansatz in Mbeya Tansania 110.986 290.015 141.532 133.885 85.226
01KA1603 BMBF
Aufbau eines Netzwerks zur
Durchführung einer großen Kohorten Studie (TB
Sequel) 0 0 0 0 49.990
Mittel / Haushaltsjahr in Euro
Förderkennzeichen
Ressort Thema 2012 2013 2014 2015 2016
01KA1616 BMBF
Untersuchung der Pharmako-
Epidemiologie von häufig wiederbehandelten
Malaria-Episoden mit Artemisinin-
basierten Kombinationen 0 0 0 0 47.893
01KA1502 BMBF
Malaria-Medikamente: Anti
MalariaDrug: Biotechnologische Produktion
neuer natürliche Wirkstoffe zum
Einsatz gegen Malaria und andere
armutsbedingte Krankheiten 0 0 0 560.698 64.257
01KA1620 BMBF
EDCTP: Einsatz von Lithiumcarbonat
in Patienten mit HIV-C assoziierten
neurokognitiven Störungen:
Laboranalysen zu einer Phase IIb proof-of-
principle-Studie 0 0 0 0 25.350
01KI1305A BMBF
Verbundprojekt HIVERA: IRIFCURE:
Rekonstitution des Immunsystems in
der funktionellen Heilung HIV-
infizierter Patienten durch gezielten Angriff
des Virulenzfaktors Nef, Anteil
Heidelberg 0 0 23.645 50.401 60.997
01KI1307B BMBF
Verbundprojekt HIVERA: EURECA,
Eranetz zur Aufklärung neuer Wege,
die zu einer Ausrottung und Heilung
von AIDS führen, Anteil Heidelberg 0 0 3.109 14.400 57.658
01KI1205A BMBF
Verbundprojekt HIVERA: ECHAM:
Metabolische Lebererkrankungen in
einer europäischen Kohorte alternder
HIV-monoinfizierter Patienten 0 13.800 74.299 207.529 236.998
01KA1630 BMBF
EDCTP: Finanzierung des
europäischafrikanischen PANACEA-Projektes 0 0 0 0 2.000.000
01KI1307A BMBF
Verbundprojekt HIVERA: EURECA,
ERANET zur Aufklärung neuer Wege,
die zu einer Ausrottung und Heilung
von AIDS führen, Anteil PEI 0 0 21.554 76.355 91.780
01KA1617 BMBF
EDCTP-NTDs: Feld- und
krankenhausbasierte Evaluierung eines
Antikörper-detektierenden Schnelltests für
Taenia solium Täniose und
(Neuro)zystizerkose in
strukturschwachen Hochendemiegebieten in
Tansania und Sambia sowie Training und
Technologietransfer 0 0 0 0 65.616
01KA1610 BMBF
Aufbau eines Zystizerkose-Netzwerks
in Subsahara-Afrika 0 0 0 0 2.262
01KA1618 BMBF
Aufbau eines Zystizerkose-Netzwerks
in Subsahara-Afrika 0 0 0 0 14.196
01KA1606 BMBF
Afrikanisches Netzwerk für verbesserte
Diagnostik, Epidemiologie und
Management häufig vorkommender
Infektionskrankheiten 0 0 0 0 13.100
Mittel / Haushaltsjahr in Euro
Förderkennzeichen
Ressort Thema 2012 2013 2014 2015 2016
01KA1607 BMBF
Afrikanisches Netzwerk für verbesserte
Diagnostik, Epidemiologie und
Management häufig vorkommender
Infektionskrankheiten 0 0 0 0 1.596
01KA1611 BMBF
Netzwerk zur Überwindung der
Schwierigkeiten bei der Bekämpfung
von Filariose 0 0 0 0 9.600
01KA1612 BMBF
Netzwerk zur Überwindung der
Schwierigkeiten bei der Bekämpfung
von Filariose 0 0 0 0 0
01KA1608 BMBF
CEBHA+ Netzwerk für
Evidenzbasierte Gesundheitsversorgung und
Public Health in Afrika 0 0 0 0 15.337
01KA1609 BMBF
CEBHA+ - Forschungs-Netzwerk für
evidenzbasierte Gesundheitsversorgung
und Public Health in Afrika 0 0 0 0 6.658
01KA1614 BMBF
TB Sequel - Untersuchung der
klinischen, mikrobiologischen und
immunologischen Faktoren, welche zu einem
ungünstigen pulmonalen „Outcome“
bei TB Patienten führen. 0 0 0 0 3.500
01KX1611 BMBF
Ausrottung des Guinea-Wurms, mit
Hilfe der Untersuchung von der
Verbreitung des Guineawurms durch den
Hund im Tschad. 133.652
031A307 BMBF
e:Bio - Modul III - Nachwuchsgruppe:
Meth4SysPharm - Modellierung von
Methoden für die System
Pharmakologie und die Anwendung für HIV-1 0 156.114 251.383 256.122
16GW0080 BMBF
Spitzencluster m4, Verbund Neue
Therapeutika: Identifikation
personalisierter Tumorantgene in Form von
endogenen Retroviren und Evaluierung des
therapeutischen Potentials durch
Immunisierung mit adenoviralen vektoren
(T26) 0 19.028 94.471 0
01DQ15002 BMBF
Lipidnanoträgersysteme mit
schwerlöslichen Arzneistoffen für bessere Aids-
und Bluthochdrucktherapie in Müttern 0 0 12.974 4.085
0316009A BMBF
3R-Methoden zum Ersatz und zur
Verbesserung gesetzlich geforderter
Tierversuche bei der Prüfung von
immunologischen Arzneimitteln:
Tuberkulinprüfung und Infrarotthermographie
(Teilprojekt 1) 294.592 182.554 23.621 0
0316204A BMBF
KMU-innovativ-8: Herstellung eines
innovativen kostengünstigen
Schnelltests zum Tuberkulose-Nachweis -
„Inno-TB“ 31.043 73.978 56.721 0
01DG13029 BMBF
Vorbereitungsphase für Erstellung des
Hauptantrags, TB-Sequel 0 10.022 48.300 0
Mittel / Haushaltsjahr in Euro
Förderkennzeichen
Ressort Thema 2012 2013 2014 2015 2016
01DG13013 BMBF
MatuTU-Projekt. Entwicklung und
Aufbau einer
Tuberkuloseforschungssite in Maputo, Mosambik 114.022 63.984 34.451 37.487
01DG14012 BMBF
Epidemiologie der Tuberkulose in
Lambaréné und Kurzzeitstudie zur
Behandlung von MDR-TB in Gabun. 0 0 238.985 0
01DG15003 BMBF
Identifizierung und Charakterisierung
von Naturstoffen mit Aktivitäten gegen
Tuberkulose 0 0 1.000 3.840
13N13459 BMBF
Verbundprojekt: Multiplex Analytik
von Mycobacterium tuberculosis
(MTB) auf Basis von funktionalen
Einwegkartuschen (TB-Tube) -
Teilvorhaben: Extraktions- und isotherme
Nachweisverfahren für TB-DNA 0 0 20.500 155.907
13N13458 BMBF
Verbundprojekt: Multiplex Analytik
von Mycobacterium tuberculosis
(MTB) auf Basis von funktionalen
Einwegkartuschen (TB-Tube) -
Teilvorhaben: Erforschung von Extraktions- und
Nachweismethoden 0 0 92.560 151.108
13N13457 BMBF
Verbundprojekt: Multiplex Analytik
von Mycobacterium tuberculosis
(MTB) auf Basis von funktionalen
Einwegkartuschen (TB-Tube)-
Teilvorhaben:Erforschung von Konzepten,
Layout, Design und fluidische Validierung
der Einwegkartuschen für DNA
Extraktion und Vorbereitung der
Nachweisreaktion in Standard
Laborzentrifugen 0 0 128.600 332.693
13N13455 BMBF
Verbundprojekt: Multiplex Analytik
von Mycobacterium tuberculosis
(MTB) auf Basis von funktionalen
Einwegkartuschen (TB-Tube) -
Teilvorhaben: Reagenzienvorlagerung und
optische Auswerteeinheit 0 0 81.000 368.148
13N13460 BMBF
Verbundprojekt: Multiplex Analytik
von Mycobacterium tuberculosis
(MTB) auf Basis von funktionalen
Einwegkartuschen (TB-Tube) -
Teilvorhaben: Probenpräparation und
Evaluierung der zu erforschenden
Nachweissysteme für den Einsatz in der
mykobakteriologischen Diagnostik 0 0 45.829 118.000
03ZZ0806A BMBF
Zwanzig20 - InfectControl 2020 -
Verbundvorhaben inVAC: Entwicklung
innovativer Impfstoffe gegen Erreger des
Mycobacterium tuberculosis -
Komplexes und Staphylococcus aureus zur
Anwendung in Veterinär- und
Humanmedizin; TP: inVAC-TV1 0 0 859 125.920
Mittel / Haushaltsjahr in Euro
Förderkennzeichen
Ressort Thema 2012 2013 2014 2015 2016
031A192A BMBF
KMU-innovativ-10: Markierungsfreie
elektrische Mykobakterien-Diagnostik
(DiaCharge) - TV1: Entwicklung
RNA/DNA-Extraktion &
Probenvorbereitung und technische Validierung 56.731 85.276 96.144 20.555
03ZZ0806B BMBF
Zwanzig20 - InfectControl 2020 -
Verbundvorhaben inVAC: Entwicklung
innovativer Impfstoffe gegen Erreger des
Mycobacterium tuberculosis -
Komplexes und Staphylococcus aureus zur
Anwendung in Veterinär- und
Humanmedizin; TP: inVAC-TV2 0 0 19.098 105.827
01DN15028 BMBF
Verbundprojekt: ERA-NET: Nachweis
resistenter Mycobacterium tuberculosis
mit kostengünstigen Technologien der
nächsten Generation, Teilprojekt:
Leibniz-Institut für Photonische
Technologien e.V. 0 0 6.966 32.177
031A192D BMBF
KMU-innovativ-10: Markierungsfreie
elektrische Mykobakterien-Diagnostik
(DiaCharge) - TV3: Entwicklung
Sensorarrays/Differenzanordnungen und
Mikrofluidikzelle 64.344 119.020 121.572 119.194
031A192B BMBF
KMU-innovativ-10: Markierungsfreie
elektrische Mykobakterien-Diagnostik
(DiaCharge) - TV2:
Oberflächenmodifikation und Entwicklung
Ausleseeinheit 21.311 41.675 35.660 10.716
031A192C BMBF
KMU-innovativ-10: Markierungsfreie
elektrische Mykobakterien-Diagnostik
(DiaCharge) - TV4: Ermittlung von
Zielsequenzen und klinische
Validierung 49.260 29.085 77.755 1.000
03IPT609C BMBF
InnoProfile-Transfer - Verbundprojekt:
Komplexer Optofluidchip; TP3:
Salmonella - IMS und qPCR 80.000 64.062 28.475 0
81X230013
4
BMBF_HM
G
DZHK B15-009 Extern: Targeting T.
cruzi-specific STAT1 serine
phosphatase in the treatment of chagasic
cardiomyopathy 0 0 7.445 1.150
81X280012
4
BMBF_HM
G
DZHK B15-009 Extern: Targeting T.
cruzi-specific STAT1 serine
phosphatase in the treatment of chagasic
cardiomyopathy 0 0 2.088 -74
01DG13006
B BMBF
Verbundprojekt: Molekulare
Parasitologie Arbeitsgruppe in Ruanda
(MOPACUR): Anteil Studie
Geohelminthen 12.198 36.888 32.538 0
01DN14044 BMBF
Biodiversität der medizinisch
relevanten Vektoren Aedes aegypti und
Haemagogus spp. 0 0 15.525 15.408
Mittel / Haushaltsjahr in Euro
Förderkennzeichen
Ressort Thema 2012 2013 2014 2015 2016
0315828C BMBF
Medizinische Infektionsgenomik:
Proteomics von Meningokokken und
Pneumokokken, Teilprojekt München 132.862 10.120 5.761 0
0316078B BMBF
KMU-innovativ-2: In-Line Detektion
in chipbasierten Durchfluss-PCR-
Systemen für die Nukleinsäureanalytik in
der Liquordiagnostik bei
Meningokokken-Verdacht 56.487 0 43.586 0
01QE1227C BMBF
Verbundprojekt: Entwicklung einer
passiven Immuntherapie und
Diagnostik für schwere Klebsiella-Infektionen;
Teilprojekt: Identifizierung der O-
Serotyp bestimmenden Sequenzvarianten in
Klebsiella pneumoniae-Bakterien und
Entwicklung eines diagnostischen
Tests 80.739 140.809 154.075 54.598
13N11739 BMBF
Verbundprojekt: Development of a
hepatitis C vaccine by targeted delivery
of nanogel RNA-replicon constructs
(HCVAX) - Teilvorhaben:
Identifizierung und Generierung synthetischer
Adjuvantien für die Verwendung mit
Nanogel-verpackten RNA-Replicon
Impfstoffen und deren in vitro und in
vivo Validierung 306.397 153.549 51.005 0
13N11738 BMBF
Verbundprojekt: Development of a
hepatitis C vaccine by targeted delivery
of nanogel RNA-replicon constructs
(HCVAX) - Teilvorhaben:
Immunologische funktionelle Assays für die in
vitro Analyse eines Nanogel-basierten
Hepatitis C Impfstoffes 246.574 64.333 34.947 0
0316078A BMBF
KMU-innovativ-2: In-Line Detektion
in chipbasierten Durchfluss-PCR-
Systemen für die Nukleinsäureanalytik in
der Liquordiagnostik bei
Meningokokken-Verdacht 95.760 3.086 11.207 0
3.403.151 4.940.549 3.869.557 5.488.639 5.888.133
2012 2013 2014 2015 2016
Gesamt 23.590.029
Anlage 3 zu Frage 13
Deutsches Zentrum für Infektionsforschung - klinische Forschung zur Entwicklung von Arzneimitteln gegen
vernachlässigte, armutsassoziierte Erkrankungen
TTU Emerging Infections
Projektnummer
Projekttitel DZIF-Einrichtung
Afrikanische
Partner-
einrichtung
Fördersumme
2013
Fördersumme
2014
Fördersumme
2015
Fördersumme
2016
TTU 01.704
Animal facility to test vaccine and
anti-virals against emerging
infections under BSL-3/4 conditions
Philipps-Universität
Marburg
263.733 €
318.176 €
387.408 €
478.858 €
Paul-Ehrlich-Institut
TTU 01.803
Broad-spectrum Antivirals Bernhard-Nocht-Institut
für Tropenmedizin
158.917 €
157.500 €
293.000 €
359.903 €
Universität zu Lübeck
Rheinische Friedrich-
Wilhelms-Universität
Bonn
Ludwig-Maximilians
Universität München
Ruprecht-Karls-
Universität Heidelberg
Justus-Liebig-
Universität Gießen
TTU 01.802
Emergency Vaccines Ludwig-Maximilians
Universität München
219.860 €
377.973 €
600.874 €
-
€
Philipps-Universität
Marburg
Paul-Ehrlich-Institut
TTU 01.901
Improving the stability and
bioavailability of flavivirus NS2B/NS3
protease inhibitors
Ruprecht-Karls-
Universität Heidelberg
36.126 €
1.874 €
-
€
-
€
Philipps-Universität
Marburg
Universität zu Lübeck
TTU 01.904
A preclinical bridging study on
MVA-MERS-S , an experimental
prophylactic vaccine against the
Middle East Respiratory Virus
Syndrome
Universitätsklinikum
Hamburg-Eppendorf
- €
151.542 €
94.578 €
-
€
Ludwig-Maximilians
Universität München
TTU 01.905
Preparation of a clinical trial for the
Ebola virus vaccine candidate
VSVΔG ZEBOV GP
Universitätsklinikum
Hamburg-Eppendorf
- €
35.000 €
-
€
-
€
TTU 01.908
GMP manufacture and Phase I
clinical investigation of MVA-MERS-S,
an experimental prophylactic vaccine
against the Middle East Resporatory
Virus Syndrome
Ludwig-Maximilians
Universität München
- €
- €
325.000 €
580.337 €
Universitätsklinikum
Hamburg-Eppendorf
Projektnummer
Projekttitel DZIF-Einrichtung
Afrikanische
Partner-
einrichtung
Fördersumme
2013
Fördersumme
2014
Fördersumme
2015
Fördersumme
2016
TTU 01.911
Rapid response to ZIKV outbreak in
the Americas
Universität zu Lübeck
- €
- €
-
€
75.000 €
Ruprecht-Karls-
Universität Heidelberg
TTU 01.912
Establishment and external quality
assurance of Zika virus molecular
detection in Brazil
Rheinische Friedrich-
Wilhelms-Universität
Bonn
- €
- €
-
€
58.333 €
TTU 01.916
ZIKApath - Clinical and molecular
investigation of Zika virus
pathogenesis
Universität zu Köln
- €
- €
-
€
-
€
Heinrich-Pette-Institut,
Leibniz Institut für
Experimentelle Virologie
Universität Bonn
Ruprecht-Karls-
Universität Heidelberg
TTU Tuberculosis
TTU 02.805
Epidemiology: MTB transmission
dynamics in Germany and Africa
Westfälische Wilhelms-
Universität Münster
CERMEL,
Lambarene
NIMR-
MMRC,
Mbeya
- €
- €
-
€
333.533 €
Klinikum der Universität
München
Forschungszentrum
Borstel
Eberhard Karls
Universität Tübingen
Robert Koch Institut
TTU 02.806
New drugs & regimens: drug
screening and improving the predictive
value of preclinical models
Forschungszentrum
Borstel
- €
- €
-
€
309.606 €
Universität zu Köln
Klinikum der Universität
München
Ludwig-Maximilians
Universität München
Helmholtz-Zentrum für
Infektionsforschung
Universität Bayreuth
TTU 02.807
Personalized medicine: MTB
diagnostic, drug monitoring and
biomarker analysis
Forschungszentrum
Borstel
NIMR-
MMRC,
Mbeya
- €
- €
-
€
353.982 €
Klinikum der Universität
München
Helmholtz-Zentrum für
Infektionsforschung
Projektnummer
Projekttitel DZIF-Einrichtung
Afrikanische
Partner-
einrichtung
Fördersumme
2013
Fördersumme
2014
Fördersumme
2015
Fördersumme
2016
TTU 02.901
BTZ043 - a novel TB drug Klinikum der Universität
München
NIMR-
MMRC,
Mbeya
- €
- €
341.083 €
738.917 €
Forschungszentrum
Borstel
Leibniz-Institut für
Naturstoff-Forschung und
Infektionsbiologie e.V.
Hans-Knöll-Institut
Klinikum der Universität
München
TTU 02.902 Entwicklung einer neuen
immunstimulatorischen Verbindung zur
Behandlung der Leishmaniose und der
Tuberkulose
Forschungszentrum
Borstel
- €
- €
16.958 €
97.500 €
Helmholtz-Zentrum für
Infektionsforschung
Bernhard-Nocht-Institut
für Tropenmedizin
TTU 02.904 Preparation and conduct of phase I
studies of BTZ043 as antibiotic TB
drug
Klinikum der Universität
München
- €
- €
-
€
-
€
TTU Malaria
TTU 03.703 Clinical Research Group
(Lambaréné)
Eberhard Karls
Universität Tübingen
CERMEL,
Lambarene
80.000 €
100.000 €
200.000 €
537.906 €
TTU 03.801 Early clinical development of second
generation GMZ2
Eberhard Karls
Universität Tübingen
100.000 €
125.000 €
250.000 €
-
€
TTU 03.802 Attenuated sporozoite inoculation to
prevent malaria in African children
(BONNECHANCE)
Eberhard Karls
Universität Tübingen
CERMEL,
Lambarene
125.000 €
125.005 €
250.000 €
355.523 €
TTU 03.803 Preclinical development of novel
antimalarial drug candidates, with a
focus on compounds that target
PfATP6
Ruprecht-Karls-
Universität Heidelberg
72.000 €
90.000 €
180.000 €
413.100 €
TTU 03.805
Development of a blood-stage
malaria vaccine candidate through
controlled human malaria infection of
adults with naturally acquired
immunity
Bernhard-Nocht-Institut
für Tropenmedizin
CERMEL,
Lambarene
KCCR,
Kumasi
Centre de
Recherche
en Santé de
Nouna,
Nouna
- €
- €
-
€
165.000 €
Eberhard Karls
Universität Tübingen
Ruprecht-Karls-
Universität Heidelberg
TTU 03.901
Regulatory Preclinical Studies and
Development of SC83288 as a novel
antimalarial drug
Ruprecht-Karls-
Universität Heidelberg
- €
472.500 €
472.500 €
261.841 €
Projektnummer
Projekttitel DZIF-Einrichtung
Afrikanische
Partner-
einrichtung
Fördersumme
2013
Fördersumme
2014
Fördersumme
2015
Fördersumme
2016
TTU 03.902
MAVACHE 001: Controlled,
doubleblinded, dose-optimization trial to
establish a safe and efficacious
vaccination regimen with PfSPZ Vaccine
in malaria-naïve, healthy adult
volunteers
Ruprecht-Karls-
Universität Heidelberg
CERMEL,
Lambarene
- €
32.932 €
254.866 €
187.492 €
Eberhard Karls
Universität Tübingen
TTU 03.903
DSM265 - A proof-of-concept, open
label study to assess the efficacy,
safety, tolerability and
pharmacokinetics of DSM265 in the prevention
of P. falciparum infection in healthy
subjects receiving a Plasmodium
falciparum sporozoite challenge
Eberhard Karls
Universität Tübingen
- €
22.929 €
288.110 €
43.661 €
TTU 03.905
Safety and protective efficacy of
intravenous immunization with
cryopreserved Plasmodium falciparum
sporozoites under atovaquone/
proguanil chemoprophylaxis (MALA-
CHITE)
Eberhard Karls
Universität Tübingen
- €
- €
-
€
5.246 €
TTU HIV
TTU 04.703 International Clinical Trials Unit Klinikum der Universität
München
NIMR-
MMRC,
Mbeya
220.000 €
241.543 €
403.457 €
436.255 €
TTU 04.803 Turnover of HIV-1 integration sites:
targets for virus eradication/
Targeting HIV integration sites for long
term remission or cure
Universitätsklinikum
Hamburg-Eppendorf
209.806 €
160.000 €
343.993 €
564.789 €
Heinrich-Pette-Institut,
Leibniz Institut für
Experimentelle Virologie
Ruprecht-Karls-
Universität Heidelberg
Universität zu Köln
Medizinische
Hochschule Hannover
Deutsches
Krebsforschungszentrum
Technische Universität
Braunschweig
Projektnummer
Projekttitel DZIF-Einrichtung
Afrikanische
Partner-
einrichtung
Fördersumme
2013
Fördersumme
2014
Fördersumme
2015
Fördersumme
2016
TTU 04.812 Identification of broadly HIV-1
neutralizing antibodies from a
Tanzanian cohort
Universität zu Köln NIMR-
MMRC,
Mbeya
- €
- €
99.002 €
167.735,00 €
Klinikum der Universität
München
TTU 04.902 A phase 1 study of the safety,
pharmacokinetics and antiretroviral
activity of 3BNC117 monoclonal
antibody in HIV-infected and HIV-
uninfected volunteers”
Universität zu Köln
- €
88.089 €
86.911 €
-
€
TTU 04.905/
TTU 04.913
AAV-based single-shot prime
boostvaccine for induction of broadly
neutralizing antibodies against HIV-1
Medizinische
Hochschule Hannover
- €
- €
69.243 €
40.512 €
Universität zu Köln
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ISSN 0722-8333]