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Kleine AnfrageWahlperiode 19Beantwortet

Aktuelle Vorfälle am Ausbildungszentrum Spezielle Operationen in Pfullendorf

Abbruch eines Bundeswehr-Ausbildungslaufes aufgrund körperlicher Erschöpfung teilnehmender Soldaten: Ausbildungsabschnitt, Marschstrecke, Ausbildungsziel, Bekleidung, gesundheitliche Schäden, körperliche Anforderungen an Soldaten, Qualifikation der beteiligten Ausbilder, Bewertung des Verhaltens der Ausbilder, Disziplinarmaßnahmen, Trainingszustand der Rekruten<br /> (insgesamt 15 Einzelfragen)

Fraktion

AfD

Ressort

Bundesministerium der Verteidigung

Datum

03.04.2018

Aktualisiert

26.07.2022

Deutscher BundestagDrucksache 19/120113.03.2018

Aktuelle Vorfälle im Ausbildungszentrum Spezielle Operationen in Pfullendorf

der Abgeordneten Peter Felser, Dietmar Friedhoff, Martin Hess, Jens Kestner, Rüdiger Lucassen, Christoph Neumann, Jan Ralf Nolte und der Fraktion der AfD

Vorbemerkung

Medienberichten zufolge mussten im Ausbildungszentrum Spezielle Operationen in Pfullendorf einige Soldaten einen Marsch aufgrund von Erschöpfung abbrechen. Weiter geht aus der Berichterstattung hervor, dass hierfür der Ausbilder verantwortlich gemacht und versetzt wurde (www.spiegel.de/politik/deutschland/bundeswehr-pfullendorf-kaserne-sol-dat-nach-marsch-im-krankenhaus-a-1194346.html).

Wir fragen die Bundesregierung:

Fragen15

1

Im Rahmen welches Lehrgangs oder Ausbildungsabschnittes fand besagter Marsch statt?

2

Welche Distanz hatte die Marschstrecke?

3

Wurden die betroffenen Soldaten auf eine Führungsverwendung und/oder auf eine spezialisierte Verwendung (z. B. Fallschirmjäger, Kommando Spezialkräfte) vorbereitet?

4

Welcher Anzug und welches Schuhwerk wurden getragen?

5

Haben die Soldaten, die den Marsch abbrechen mussten, bleibende Schäden davongetragen?

6

Handelte es sich um einen Marsch oder um einen Lauf?

7

Verfügte der durchführende Ausbilder über den Ausbildungs- und Tätigkeitsnachweis „Übungsleiter Bundeswehr“?

8

Gegen welche Vorschriften hat der Ausbilder nach Auffassung der Bundesregierung verstoßen?

9

Müssen Soldaten, besonders solche, die für eine Verwendung in Eliteeinheiten ausgebildet werden, nach Meinung der Bundesregierung an ihre physischen und psychischen Grenzen gehen können?

10

Drohen Ausbildern generell Strafen, wenn Ausbildungsteilnehmer vor Erschöpfung abbrechen müssen?

11

Wie hätte sich der Ausbilder nach Auffassung der Bundesregierung verhalten müssen, um regelkonform zu handeln?

12

Welche Disziplinarmaßnahmen wurden gegen die beteiligten Ausbilder und Vorgesetzten bereits verhängt, und welche weiteren Maßnahmen wurden eingeleitet?

13

Wurde die physische Verfassung der Soldaten zuvor speziell trainiert bzw. erhielten die Soldaten den Auftrag, sich selbst auf eine solche Belastung vorzubereiten?

14

Ging der Teilnahme an dem Lehrgang oder dem besagten Ausbildungsabschnitt eine Untersuchung der Gesundheit und/oder eine Feststellung der körperlichen Leistungsfähigkeit voraus?

15

Soll nach Auffassung der Bundesregierung in Zukunft jede Ausbildung, die einzelne Soldaten abbrechen müssen, für alle Soldaten beendet werden?

Berlin, den 9. März 2018

Dr. Alice Weidel, Dr. Alexander Gauland und Fraktion

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