[Antwort
der Bundesregierung
auf die Kleine Anfrage der Fraktion der CDU/CSU
– Drucksache 20/4475 –
Zustand des deutschen Schienennetzes bzw. der Schieneninfrastruktur
V o r b e m e r k u n g d e r F r a g e s t e l l e r
Zuverlässigkeit, Sicherheit und Kundenfreundlichkeit im Deutschen
Schienenverkehr werden von Eisenbahnverkehrsunternehmen im
Schienenpersonenfernverkehr (SPFV), im Schienenpersonennahverkehr (SPNV), aber auch im
Schienengüterverkehr (SGV) sowie insbesondere von deren Kundinnen und
Kunden immer öfter infrage gestellt (vgl. beispielsweise
https://www.merku
r.de/reise/deutsche-bahn-verspaetet-sich-so-haeufig-wie-seit-jahren-nicht-zr-9
1656394.html,
https://www.welt.de/wirtschaft/plus240403691/Deutsche-Bah
n-Neuer-Verspaetungs-Plan-der-Bahn-offenbart-die-Hilflosigkeit.html und
https://www.spiegel.de/panorama/deutsche-bahn-verspaetet-sich-so-haeufig-w
ie-seit-jahren-nicht-a-c0098dbc-31db-4144-9e4f-99bb70d73c14). Mehrere
schwere Zugunglücke mit Toten und Verletzten (vgl.
https://www.sueddeutsch
e.de/bayern/garmisch-partenkirchen-zugunglueck-bahn-schwellen-
betonkrebsuntersuchungsergebnisse-1.5641863), immer höhere Belastungen der
Schieneninfrastruktur, etwa durch Energietransporte oder Zusatzverkehre im
Rahmen des 9-Euro-Tickets (vgl.
https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/9-euro-tic
ket-bahn-chaos-und-hunderte-ueberlastete-zuege-18085439.html,
https://ww
w.t-online.de/nachrichten/deutschland/innenpolitik/id_100032764/9-euro-tick
et-eisenbahngewerkschaft-gegen-fortfuehrung-wegen-ueberlastung.html und
https://www.tagesschau.de/inland/energietransporte-vorrang-bahn-101.html),
aber auch mutmaßlich politisch motivierte Angriffe auf die Bahninfrastruktur
und daraus erwachsende Folgen (vgl.
https://www.sueddeutsche.de/politik/ex
tremismus-berlin-sabotage-gegen-bahn-bka-ermittelt-an-zugstrecke-in-berlin-
dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-221021-99-207295) bringen
Infrastruktur, Kapazität, aber auch Personal und Material im Schienenverkehr nach
Wahrnehmung der Fragesteller immer näher an die Belastungsgrenzen – und
darüber hinaus.
Die Bundesregierung hat nach Auffassung der Fragesteller im
Koalitionsvertrag zwischen SPD, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und FDP die
ambitionierten Ziele zum Infrastrukturausbau und Aufwuchs der Fahrgastzahlen der
CDU/CSU-geführten Vorgängerregierung fortgeschrieben und weiter
gesteigert – ohne diesen Worten höhere Mittelansätze oder weitergehende
Verpflichtungsermächtigungen im Bundeshaushalt folgen zu lassen (vgl.
https://www.s
pd.de/fileadmin/Dokumente/Koalitionsvertrag/Koalitionsvertrag_2021-202
5.pdf und
https://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2022/kw22-de-digi
tales-verkehr-896284).
Deutscher Bundestag Drucksache 20/5032
20. Wahlperiode 20.12.2022
Die Antwort wurde namens der Bundesregierung mit Schreiben des Bundesministeriums für Digitales und Verkehr
vom 19. Dezember 2022 übermittelt.
Die Drucksache enthält zusätzlich – in kleinerer Schrifttype – den Fragetext.
1. Wie bewertet die Bundesregierung den Zustand des deutschen
Schienennetzes bzw. der Schieneninfrastruktur insgesamt?
Hierzu wird auf den Sonderbericht gemäß § 14a.1 zur Leistungs- und
Finanzierungsvereinbarung (LuFV) Kapitel 5 und den Infrastrukturzustands- und
-entwicklungsbericht (IZB) der Deutschen Bahn AG (DB AG) verwiesen
(abrufbar unter:
www.eba.bund.de/SharedDocs/Downloads/DE/Finanzierung/IZB/
Sonderberichte/LuFV_III_Sonderbericht_01.pdf?__blob=publicationFile&am
p;v=2 und
https://www.eba.bund.de/DE/Themen/Finanzierung/LuFV/IZB/izb_
node.html).
2. Wie viele Langsamfahrstellen gab und gibt es im Jahr 2022 im deutschen
Schienennetz (bitte nach Regionalbereich, Grund, Länge,
prognostizierter Fahrzeitverzögerung in Minuten, Dauer der Einrichtung der
Langsamfahrstelle [mit Beginn und ggf. erwartetem Enddatum]
aufschlüsseln)?
Nach Auskunft der Deutschen Bahn AG (DB AG) verändert sich die Anzahl
der Langsamfahrstellen im Streckennetz der DB AG täglich. Die Einrichtung
von Langsamfahrstellen kann kurzfristig oder langfristig erfolgen, die Dauer
kann wenige Minuten betragen oder langfristig angelegt sein. Die Daten zur
Langsamfahrstellen werden daher permanent aktualisiert.
Die Entwicklung der Langsamfahrstellen sowie weiterer Kennzahlen auf einer
aggregierten Ebene kann im jährlich erstellten IZB nachvollzogen werden.
3. Konnten die von der Deutschen Bahn AG (DB AG) avisierten 39
Langsamfahrstellen vor Beginn des Geltungszeitraums des 9-Euro-Tickets
zum 1. Juni 2022 nach Kenntnis der Bundesregierung vollständig
beseitigt werden (vgl. Antwort der Bundesregierung auf eine Frage des
Abgeordneten Matthias Gastel, Quelle: DER SPIEGEL, „Schleichen nach
Plan“, Ausgabe 29,16. Juli 2022)?
Nach Auskunft der DB AG konnten von den damals avisierten 39
Langsamfahrstellen 34 Langsamfahrstellen beseitigt werden.
4. Konnten die Überprüfungen und der Austausch der Betonschwellen wie
beabsichtigt zum 31. August 2022 planmäßig abgeschlossen werden
(Quelle: Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage
„Zwischenstand der Ursachen und Gründe des schweren Zugunglücks bei
Burgrain (Oberbayern)“ auf Bundestagsdrucksache 20/3228)?
Die DB AG führt aktuell ein umfangreiches Inspektions- und
Austauschprogramm bei Betonschwellen aus. Die Arbeiten erfolgen vorsorglich und sind
noch nicht abgeschlossen.
5. Wie hat die Deutsche Bahn AG auf die öffentliche Kritik zahlreicher
Anlagenverantwortlicher hinsichtlich des Umgangs mit Mitarbeitern und
nicht ausreichend zur Verfügung stehender Mittel zur Instandsetzung der
Infrastruktur reagiert, und welche Maßnahmen wurden von der
Deutschen Bahn AG nach Kenntnis der Bundesregierung zur Verbesserung
der Situation getroffen (Quelle: ARD/SWR, „Report Mainz“ vom 5. Juli
2022)?
Nach Auskunft der DB AG nimmt sie die Kritik ihrer Beschäftigten ernst.
Sollte sich die Kritik als berechtigt erweisen, entwickelt die DB AG Maßnahmen,
um die Situation zu verbessern.
6. Wie bewertet die Bundesregierung das Delegieren der Haftung für
Unfälle durch Schäden an der Infrastruktur von der Deutschen Bahn AG auf
die Anlagenverantwortlichen, auch im Kontext zum Eisenbahnunglück
von Schäftlarn, und ist seitens der Bundesregierung eine Novellierung
der Haftungsregelungen geplant (Quelle: ARD/SWR, „Report Mainz“
vom 5. Juli 2022)?
Gemäß § 4 Absatz 3 des Allgemeinen Eisenbahngesetzes (AEG) sind die
Eisenbahnen verpflichtet, ihren Betrieb sicher zu führen sowie die
Eisenbahninfrastruktur sicher zu bauen und in betriebssicherem Zustand zu halten. Die
Organisation obliegt den Eisenbahnen selbst. Eine diesbezügliche Änderung
des AEG ist derzeit nicht geplant.
7. Wie bewertet die Bundesregierung das derzeitige Baustellenmanagement
der Deutschen Bahn AG und dessen Auswirkungen auf den
Schienenverkehr?
Der Großteil der Baumaßnahmen hat ihre Ursachen in den notwendigen und
planbaren Ersatzinvestitionen. Zusätzlich werden Baustellen zur
Mängelbeseitigung eingerichtet. In der Folge sind Auswirkungen auf den Schienenverkehr
nicht zu vermeiden.
Das notwendige Baustellenmanagement liegt in der Verantwortung der
Eisenbahninfrastrukturunternehmen (EIU) des Bundes. Zur Aufrechterhaltung des
Eisenbahnbetriebs muss die Bauplanung mit den betrieblichen Erfordernissen
und daraus folgend mit dem Fahrplan abgestimmt werden.
Der Bund unterstützt die EIU mit zusätzlichen Mitteln, um Maßnahmen des
kundenfreundlichen Bauens umzusetzen, das auf Grundlage der gesammelten
Erfahrungen stets weiterentwickelt wird.
8. Wie bewertet die Bundesregierung die Tatsache, dass bei der Deutschen
Bahn AG aufgrund von Kapazitätsengpässen regelmäßig Güterzüge für
längere Zeit abgestellt werden müssen im Kontext der Verlagerungsziele
der Bundesregierung von Gütertransporten auf die Schiene (vgl. https://
www.tagesschau.de/wirtschaft/gueterverkehr-bahn-vorrang-101.html)?
Das Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV) steht mit den
Unternehmen des Schienengüterverkehrs (SGV) in regelmäßigem Austausch.
Nach Auskunft der DB AG wird versucht, die Dauer und die Anzahl der
abgestellten Güterzüge so gering wie möglich zu halten.
Mit Umsetzung der Bedarfsplanvorhaben nach
Bundesschienenwegeausbaugesetz können die prognostizierten Verkehrsmengen im Schienenpersonen- und
im Schienengüterverkehr abgefahren werden. Zur Unterstützung der
Umsetzung des Bedarfsplans hat das BMDV im Rahmen des Klimaschutzprogramms
2030 Investitionen in Maßnahmen zur Engpassbeseitigung und zur Umsetzung
des Deutschlandtaktes zur schnellen Kapazitätserweiterung aufgelegt.
9. Wie bewertet die Bundesregierung die Entwicklung der stark steigenden
Bahnstrompreise und deren Auswirkungen auf den
Schienenpersonenverkehr und Schienengüterverkehr in Deutschland (vgl. Bericht des
Bundesministeriums für Digitales und Verkehr zum Thema „Anhaltend
explodierende Strompreise am Bahnstrommarkt“, Ausschussdrucksache
20(15)82), und was beabsichtigt die Bundesregierung, dagegen zu
unternehmen?
Die Bundesregierung hat mit dem Ziel der Entlastung der Bevölkerung einen
Gesetzentwurf zur Einführung einer Strompreisbremse ins parlamentarische
Verfahren eingebracht. Vorgesehen ist auch eine Sonderregelung für
Schienenbahnen, die eine höhere Entlastung ermöglicht.
10. Wie hat sich nach Kenntnis der Bundesregierung das Verkehrsangebot
der Deutschen Bahn AG im Schienenverkehr zwischen 2015 und 2021
jeweils entwickelt, untergliedert in
a) Abfahrten im Schienenpersonenfernverkehr nach Linie,
b) Trassen- bzw. Zugkilometer im Schienenpersonenfernverkehr nach
Linie,
c) Platzkilometer im Schienenpersonenfernverkehr je Linie,
d) Trassen- bzw. Zugkilometer im Schienenpersonennahverkehr in den
Ländern (bitte pro Land einzeln auflisten) und
e) Platzkilometer im Schienenpersonennahverkehr in den Ländern (bitte
pro Land einzeln auflisten)?
Nach Auskunft der DB AG ist das Verkehrsangebot der DB Fernverkehr AG im
Zeitraum der Jahre 2015 bis 2021 in allen Segmenten deutlich gewachsen. Die
Menge der Zugkilometer zwischen den Jahren 2015 und 2021 hat sich um etwa
8 Prozent erhöht, die angebotene Platzkapazität um 13 Prozent.
Die folgenden Tabellen beziehen sich auf den ICE-, IC- und EC-Verkehr der
DB Fernverkehr AG.
DB Fernverkehr – Anzahl Zugfahrten pro Linie
Linie Linienverlauf Entwicklung 2015 bis 2021in Prozent
1 Hamburg – Köln +209,5
2 Düsseldorf – Frankfurt Flughafen – München Verkehrsaufnahme 2021
3 Berlin – Frankfurt -1,4 bis zur Verkehrsbeendigung 2017
4 Kiel – Stuttgart +86,7
9 Bonn – Köln – Berlin Verkehrsaufnahme 2021
10 NRW – Berlin +0,02
11 Berlin – Frankfurt – München +31,0
12 Berlin – Interlaken -1,7
13 Berlin – Frankfurt Flughafen +832,0 seit Verkehrsaufnahme 2017
14 Binz – Berlin – Köln +2183,2 seit Verkehrsaufnahme 2019
15 Berlin – Frankfurt +1852,4
16 Berlin – Kassel – Frankfurt – Basel -58,4 bis zur Verkehrsbeendigung 2018
17 Warnemünde – Berlin – Dresden +2870,7 seit Verkehrsaufnahme 2019
18 Hamburg – Berlin – Halle – München +40,8 seit Verkehrsaufnahme 2017
DB Fernverkehr – Anzahl Zugfahrten pro Linie
Linie Linienverlauf Entwicklung 2015 bis 2021in Prozent
20 Kiel – Chur +0,3
22 Kiel – Stuttgart -7,7
24 Hamburg – Fulda – München +1813,1 seit Verkehrsaufnahme 2020
25 Hamburg – Kassel – München +0,4
26 Stralsund – Gießen – Karlsruhe -19,4
27 Hamburg – Praha -4,3
28 Hamburg – Berlin – Leipzig – München -57,0
29 Berlin – München +4047,7 seit Verkehrsaufnahme 2017
30 Hamburg – Koblenz – Stuttgart -18,0
31 Hamburg – Koblenz – Passau +9,2
32 Berlin – NRW – Koblenz – Stuttgart -27,3
34 Frankfurt – Siegen – Dortmund/Münster Verkehrsaufnahme 2021
35 Norddeich Mole – Koblenz +3,3
39 Hamburg – Köln +1981,6 seit Verkehrsaufnahme 2019
41 Dortmund – Köln – Nürnberg – München +5,1
42 (Hamburg–)Dortmund – Köln – Stuttgart – München -0,4
43 Dortmund – Köln – Basel SBB -15,2
45 Köln – Wiesbaden – Stuttgart -1,3
47 Dortmund – Köln – Stuttgart +108,7
49 Dortmund – Köln – Frankfurt -3,7
50 Wiesbaden – Dresden -65,0
51 Köln – Kassel – Leipzig +2141,6 seit Verkehrsaufnahme 2019
55 Köln – Hannover – Dresden 34,9
56 Norddeich Mole – Leipzig -1,4
60 Karlsruhe – München +5,1
61 Karlsruhe – Nürnberg +6,0
62 Frankfurt – Ulm – Klagenfurt +18,2
75 Hamburg – København -35,3
76 Hamburg – Århus +2,3
77 Berlin – Amsterdam +4,2
78 Frankfurt – Amsterdam +12,0
79 Frankfurt – Bruxelles +60,8
82 Frankfurt – Paris +2,1
83 Stuttgart – Paris Est -2,1
84 Frankfurt – Marseille St.Charles -0,5
85 Frankfurt – Milano Centrale +783,7 seit Verkehrsaufnahme 2017
87 Stuttgart – Zürich +241,7
88 München – Zürich +34,1
89 München – Verona -54,7
90 München – Budapest +0,3
91 Dortmund – Koblenz – Frankfurt – Wien +6,8
95 Berlin – Warszawa +31,5
Gesamt +9,9
Quelle: DB AG
DB Fernverkehr – Trassen-/Zugkilometer pro Linie
Linie Linienverlauf Entwicklung 2015 bis 2021in Prozent
1 Hamburg – Köln +150
2 Düsseldorf – Frankfurt Flughafen – München Verkehrsaufnahme 2021
3 Berlin – Frankfurt 0,0 bis zur Verkehrsbeendigung 2017
4 Kiel – Stuttgart +200
9 Bonn – Köln – Berlin Verkehrsaufnahme 2021
10 NRW – Berlin 0,0
11 Berlin – Frankfurt – München +31,4
12 Berlin – Interlaken -3,5
13 Berlin – Frankfurt Flughafen +650,0 seit Verkehrsaufnahme 2017
14 Binz – Berlin – Köln +1600 seit Verkehrsaufnahme 2019
15 Berlin – Frankfurt +2300,0
16 Berlin – Kassel – Frankfurt – Basel -33,3 bis zur Verkehrsbeendigung 2018
17 Warnemünde – Berlin – Dresden +2700,0 seit Verkehrsaufnahme 2019
18 Hamburg – Berlin – Halle – München +2450,0 seit Verkehrsaufnahme 2017
20 Kiel – Chur +2,2
22 Kiel – Stuttgart 0,0
24 Hamburg – Fulda – München +2100,0 seit Verkehrsaufnahme 2020
25 Hamburg – Kassel – München -5,4
26 Stralsund – Gießen – Karlsruhe -15,8
27 Hamburg – Praha -11,5
28 Hamburg – Berlin – Leipzig – München -50,0
29 Berlin – München +2600,0 seit Verkehrsaufnahme 2017
30 Hamburg – Koblenz – Stuttgart -11,5
31 Hamburg – Koblenz – Passau +7,7
32 Berlin – NRW – Koblenz – Stuttgart -31,3
34 Frankfurt – Siegen – Dortmund/Münster Verkehrsaufnahme 2021
35 Norddeich Mole – Koblenz -0,053
39 Hamburg – Köln +20,0 seit Verkehrsaufnahme 2019
41 Dortmund – Köln – Nürnberg – München +7,6
42 (Hamburg–)Dortmund – Köln – Stuttgart – München +8,5
43 Dortmund – Köln – Basel SBB -17,6
45 Köln – Wiesbaden – Stuttgart 0,0
47 Dortmund – Köln – Stuttgart +100
49 Dortmund – Köln – Frankfurt 0,0
50 Wiesbaden – Dresden -62,5
51 Köln – Kassel – Leipzig +100,06 seit Verkehrsaufnahme 2019
55 Köln – Hannover – Dresden +15,6
56 Norddeich Mole – Leipzig -8,6
60 Karlsruhe – München 0,0
61 Karlsruhe – Nürnberg +28,6
62 Frankfurt – Ulm – Klagenfurt +11,1
75 Hamburg – København -33,3
76 Hamburg – Århus -25,0
77 Berlin – Amsterdam 0,0
78 Frankfurt – Amsterdam 0,0
79 Frankfurt – Bruxelles +45,5
82 Frankfurt – Paris 0,0
83 Stuttgart – Paris Est -16,7
84 Frankfurt – Marseille St.Charles 0,0
85 Frankfurt – Milano Centrale -50,0 seit Verkehrsaufnahme 2017
87 Stuttgart – Zürich +90,0
DB Fernverkehr – Trassen-/Zugkilometer pro Linie
Linie Linienverlauf Entwicklung 2015 bis 2021in Prozent
88 München – Zürich +33,3
89 München – Verona -20,0
90 München – Budapest 0,0
91 Dortmund – Koblenz – Frankfurt – Wien 0,0
95 Berlin – Warszawa +33,3
Gesamt +8,0
Quelle: DB AG
DB Fernverkehr – Platzkilometer pro Linie
Line Linienverlauf Entwicklung 2015 bis 2021in Prozent
1 Hamburg – Köln +358,3
2 Düsseldorf – Frankfurt Flughafen – München Verkehrsaufnahme 2021
3 Berlin – Frankfurt -2,2 bis zur Verkehrsbeendigung 2017
4 Kiel – Stuttgart +116,0
9 Bonn – Köln – Berlin Verkehrsaufnahme 2021
10 NRW – Berlin +5,4
11 Berlin – Frankfurt – München +51,4
12 Berlin – Interlaken +8,2
13 Berlin – Frankfurt Flughafen +891,8 seit Verkehrsaufnahme 2017
14 Binz – Berlin – Köln +2247,1 seit Verkehrsaufnahme 2019
15 Berlin – Frankfurt +2327,3
16 Berlin – Kassel – Frankfurt – Basel -45,9 bis zur Verkehrsbeendigung 2018
17 Warnemünde – Berlin – Dresden +4185,0 seit Verkehrsaufnahme 2019
18 Hamburg – Berlin – Halle – München +2231,1 seit Verkehrsaufnahme 2017
20 Kiel – Chur +17,5
22 Kiel – Stuttgart +1,5
24 Hamburg – Fulda – München +1817,0 seit Verkehrsaufnahme 2020
25 Hamburg – Kassel – München -11,0
26 Stralsund – Gießen – Karlsruhe -26,2
27 Hamburg – Praha -14,4
28 Hamburg – Berlin – Leipzig – München -21,2
29 Berlin – München +3382,4 seit Verkehrsaufnahme 2017
30 Hamburg – Koblenz – Stuttgart -9,3
31 Hamburg – Koblenz – Passau +11,6
32 Berlin – NRW – Koblenz – Stuttgart -28,0
34 Frankfurt – Siegen – Dortmund/Münster Verkehrsaufnahme 2021
35 Norddeich Mole – Koblenz 0,0
39 Hamburg – Köln +46,0 seit Verkehrsaufnahme 2019
41 Dortmund – Köln – Nürnberg – München +14,7
42 (Hamburg–)Dortmund – Köln – Stuttgart – München +9,3
43 Dortmund – Köln – Basel SBB -26,7
45 Köln – Wiesbaden – Stuttgart +2,2
47 Dortmund – Köln – Stuttgart +112,6
49 Dortmund – Köln – Frankfurt -8,0
50 Wiesbaden – Dresden -61,5
51 Köln – Kassel – Leipzig +2011,1 seit Verkehrsaufnahme 2019
55 Köln – Hannover – Dresden +18,1
56 Norddeich Mole – Leipzig -0,8
60 Karlsruhe – München -1,0
61 Karlsruhe – Nürnberg +40,5
62 Frankfurt – Ulm – Klagenfurt +9,7
DB Fernverkehr – Platzkilometer pro Linie
Line Linienverlauf Entwicklung 2015 bis 2021in Prozent
75 Hamburg – København -20,0
76 Hamburg – Århus -37,2
77 Berlin – Amsterdam +3,9
78 Frankfurt – Amsterdam +4,9
79 Frankfurt – Bruxelles +53,5
82 Frankfurt – Paris +3,2
83 Stuttgart – Paris Est -22,1
84 Frankfurt – Marseille St.Charles -1,3
85 Frankfurt – Milano Centrale -45,3 seit Verkehrsaufnahme 2017
87 Stuttgart – Zürich +147,5
88 München – Zürich +40,8
89 München – Verona -16,5
90 München – Budapest -2,0
91 Dortmund – Koblenz – Frankfurt – Wien -0,9
95 Berlin – Warszawa +36,6
Gesamt +13,0
Quelle: DB AG
Die DB Regio Schiene nimmt am öffentlichen Ausschreibungsmarkt teil. Das
Angebot der DB Regio Schiene orientiert sich daher an den gewonnen und
verlorenen Ausschreibungen und den von den jeweiligen Aufgabenträgern
festgelegten Anforderungen. Die Aufgabenträger definieren im Rahmen der
Ausschreibungen die geforderten Strecken (Trassenkilometer) und benötigten
Kapazitäten (Platzkilometer).
Trassenkilometer1,2 Entwicklung 2015 bis 2021
in Prozent
Summe Länder -8,6
Baden-Württemberg -8,3
Bayern 4,9
Berlin 9,7
Brandenburg -7,7
Bremen 4,5
Hamburg 7,7
Hessen 3,7
Mecklenburg-Vorpommern -8,3
Niedersachsen -14,7
Nordrhein-Westfalen -30,9
Rheinland-Pfalz -3,3
Saarland -35,6
Sachsen -23,7
Sachsen-Anhalt -35,2
Schleswig-Holstein 25,5
Thüringen -38,8
1 Trassenkilometer Last
2 nicht berücksichtigt: Ausland und fehlende Information zu Land
Quelle: DB AG
Platzkilometer3,4,5 Entwicklung 2015 bis 2021
in Prozent
Summe Länder -11,1
Baden-Württemberg -10,8
Bayern 2,0
Berlin 6,7
Brandenburg -10,2
Bremen 1,6
Hamburg 4,8
Hessen 0,9
Mecklenburg-Vorpommern -10,8
Niedersachsen -17,0
Nordrhein-Westfalen -32,8
Rheinland-Pfalz -6,0
Saarland -37,4
Sachsen -25,7
Sachsen-Anhalt -37,0
Schleswig-Holstein 22,0
Thüringen -40,5
3 Platzkilometer Last
4 Verteilung auf Länder gemäß Trassenkilometer Last
5 nicht berücksichtigt: Ausland und fehlende Information zu Land
Quelle: DB AG
11. Wie hat sich nach Kenntnis der Bundesregierung die Verkehrsleistung
der Deutschen Bahn AG im Schienenverkehr zwischen 2015 und 2021
jeweils entwickelt, untergliedert in
a) beförderte Personen im Schienenpersonenfernverkehr je Linie,
b) Personenkilometer im Schienenpersonenfernverkehr je Linie,
c) beförderte Personen im Schienenpersonennahverkehr in den Ländern
(bitte pro Land einzeln auflisten),
d) Personenkilometer im Schienenpersonennahverkehr in den Ländern
(bitte pro Land einzeln auflisten)
Aufgrund von Betriebs- und Geschäftsgeheimnissen der DB AG wurde die
Antwort zu den Fragen 11a und 11b als „VS – Vertraulich amtlich geheim
gehalten“ eingestuft und in die Geheimschutzstelle des Deutschen Bundestages
überführt.
Es handelt sich um besonders sensible Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse, die
auch das fiskalische Interesse des Bundes betreffen. Eine Offenlegung der
erbetenen relationsspezifischen Fahrgastnachfrage würde das wirtschaftliche
Handeln der DB AG deutlich beeinträchtigen und könnte erhebliche
Wettbewerbsnachteile nach sich ziehen. Eine Kenntnis der Entwicklung der
relationsspezifischen Fahrgastnachfrage würde es konkurrierenden Mobilitätsanbietern
ermöglichen, ihr Verhalten entsprechend zu Lasten der DB AG auszurichten.
Die DB Fernverkehr AG steht in intermodalem und intramodalem Wettbewerb.
Zahlen zur relationsspezifischen Fahrgastnachfrage sind wertvoll für jedes
Unternehmen, um die eigene Angebots- und Preisgestaltung so zu konzipieren,
dass sich daraus Marktvorteile ergeben. Sämtliche aktuellen – und auch
potenziellen künftigen – Wettbewerber wären in der Lage, diese Informationen zur
Planung ihrer eigenen Angebote und ihrer Preisstruktur zu nutzen. Auf den
angefragten Relationen befindet sich die DB Fernverkehr AG sowohl im
Wettbewerb mit einem Eisenbahnverkehrsunternehmen als auch mit Fernbusanbietern.
Es besteht das Risiko von Kundenverlusten für die DB AG – sowohl an die
aktuellen Wettbewerber als auch an solche, für die es durch die Kenntnis von
Betriebs- und Geschäftsgeheimnissen der DB AG attraktiver wäre, in den
Markt einzutreten. Die DB AG hätte die o. g. Möglichkeiten hingegen nicht, da
gleichartige Informationen ihrer Wettbewerber nicht öffentlich zugänglich sind.
Eine einseitige Veröffentlichung von Betriebs- und Geschäftsgeheimnissen nur
eines Marktteilnehmers könnte daher die DB AG im Wettbewerb
benachteiligen.
Unter Abwägung zwischen dem parlamentarischen Auskunftsanspruch
einerseits und dem Schutz von Betriebs- und Geschäftsgeheimnissen unter
Berücksichtigung möglicher nachteiliger Wirkungen für die betroffenen privaten
Unternehmen andererseits hat die Bundesregierung die erbetenen Informationen
als Verschlusssache „VS – Vertraulich amtlich geheim gehalten“ eingestuft und
der Geheimschutzstelle des Deutschen Bundestages übermittelt. Die Antwort
der Bundesregierung kann dort nach Maßgabe der Geheimschutzordnung des
Deutschen Bundestages eingesehen werden.
Die nachfolgenden Zahlen beziehen sich auf DB Regio Schiene, diese agiert
am öffentlichen Ausschreibungsmarkt. Die Reduktion der beförderten
Personen/Personenkilometer ist auf die gesunkene Nachfrage durch die Corona-
Pandemie zurückzuführen.
beförderte Personen6,7,8 Entwicklung 2015 bis 2021
in Prozent
Summe Länder -41,3
Baden-Württemberg -48,6
Bayern -43,6
Berlin -29,1
Brandenburg -27,1
Bremen -43,7
Hamburg -41,2
Hessen -36,0
Mecklenburg-Vorpommern -24,5
Niedersachsen -37,8
Nordrhein-Westfalen -59,6
Rheinland-Pfalz -43,6
Saarland -59,9
Sachsen -22,3
Sachsen-Anhalt -38,0
Schleswig-Holstein -20,6
Thüringen -36,7
6 beförderte Personen Zug
7 Mehrfachzählungen enthalten
8 nicht berücksichtigt: Ausland und fehlende Information zu Land
Quelle: DB AG
Personenkilometer9,10 Entwicklung 2015 bis 2021
in Prozent
Summe Länder -49,8
Baden-Württemberg -58,5
Bayern -49,0
Berlin -35,6
Brandenburg -33,8
Bremen -46,5
Hamburg -41,7
Personenkilometer9,10 Entwicklung 2015 bis 2021
in Prozent
Summe Länder -49,8
Hessen -46,4
Mecklenburg-Vorpommern -35,9
Niedersachsen -43,7
Nordrhein-Westfalen -70,9
Rheinland-Pfalz -49,1
Saarland -57,1
Sachsen -38,3
Sachsen-Anhalt -47,0
Schleswig-Holstein -13,9
Thüringen -45,2
9 Personenkilometer Zug
10 nicht berücksichtigt: Ausland und fehlende Information zu Land
Quelle: DB AG
12. Wie viele unterschiedliche Bauartvarianten von Stellwerken befinden
sich nach Kenntnis der Bundesregierung im Betrieb der DB Netz AG?
Nach Auskunft der DB AG befinden sich bei der DB Netz AG folgende
verschiedene Techniken im Einsatz:
• Mechanische Stellwerke (15 Bauarten),
• Elektromechanische Stellwerke (10 Bauarten),
• Drucktasten- und Spurplanstellwerke (23 Bauarten),
• Elektronische/ Digitale Stellwerke (24 Bauarten).
Je nach Hersteller und Bauart unterscheiden sich die einzelnen Stellwerke in
der Bedienung.
13. Wie wird sichergestellt, dass trotz der unterschiedlichen Bauarten und
örtlicher Besonderheiten von Stellwerken auch stellwerksübergreifend
Ersatzpersonal bei Ausfällen einspringen kann, um Kapazitätsengpässe
weiter zu vermeiden?
Nach Auskunft der DB AG erhalten die Mitarbeitenden in der Ausbildung zu
Fahrdienstleiterinnen/Fahrdienstleitern (Fdl) die Grundqualifikation zur
Bedienung der Techniken mechanisch/elektromechanisch und Spurplan. Für die
Qualifikation zur Bedienung der ESTW/DSTW Stellwerke (ESTW-Fdl) ist eine
gesonderte Fortbildung erforderlich. Zur Erlangung der Berechtigung zur
Bedienung eines jeden Stellwerks erfolgt zusätzlich eine örtliche Einweisung auf
dem jeweiligen Stellwerk bzw. Bedienplatz. Diese Einweisungen haben eine
begrenzte Gültigkeit und sind durch regelmäßige sog. Erhaltungsschichten zu
verlängern.
Durch eine sogenannte Mehrfacheinweisung wird erreicht, dass das
Stellwerkspersonal auf mehreren Stellwerken eingesetzt werden kann. Die DB AG erprobt
weitere Flexibilisierungsansätze, wie etwa Springermodelle.
14. Reichen die im Bundeshaushalt 2022 und im Entwurf des
Bundeshaushaltes für das Jahr 2023 hinterlegten Mittelansätze nach Ansicht der
Bundesregierung aus, um die Ziele des Deutschlandtaktes zum Ausbau
bis 2030 einzuhalten, wie begründet die Bundesregierung diese
Einschätzung?
Die im Haushalt 2023 veranschlagten Haushaltsmittel entsprechen dem
erwarteten Bedarf der laufenden Vorhaben.
15. Reichen die im Bundeshaushalt 2022 und im Entwurf des
Bundeshaushaltes für das Jahr 2023 hinterlegten Mittelansätze nach Ansicht der
Bundesregierung aus, um die Elektrifizierungsziele des deutschen
Schienennetzes aus dem Koalitionsvertrag einzuhalten, und wie begründet die
Bundesregierung diese Einschätzung?
Mit dem Elektrifizierungsprogramm des Bundes wurde eine umfassende
Strategie mit vier Säulen (Bedarfsplan, Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetzes
(GVFG), ergänzende Programme wie „Elektrische Güterbahn“ und
Strukturstärkungsgesetz und alternative Antriebe) zur Elektrifizierung des
Eisenbahnbetriebs vorgelegt. Mit diesem Programm können nahezu 100
Prozent aller Zugkilometer im Schienenpersonenfern- und güterverkehr elektrisch
zurückgelegt werden.
Im Übrigen wird auf die Antwort der Bundesregierung zu Frage 3 der Kleinen
Anfrage der Fraktion DIE LINKE. auf Bundestagsdrucksache 20/1245
verwiesen.
16. Reichen die im Bundeshaushalt 2022 und im Entwurf des
Bundeshaushaltes für das Jahr 2023 hinterlegten Mittelansätze nach Ansicht der
Bundesregierung aus, um die Verlagerungsziele für den
Schienengüterverkehr aus dem Koalitionsvertrag einzuhalten, und wie begründet die
Bundesregierung diese Einschätzung?
Im Haushalt 2023 wurden zur Stärkung des SGV-Haushaltsmittel für laufende
Förderprogramme bereitgestellt (Investitionszuschüsse an private Unternehmen
zur Förderung des Neu- und Ausbaus, der Reaktivierung und des Ersatzes von
Gleisanschlüssen sowie weiterer Anlagen des Schienengüterverkehrs;
Reduzierung der Anlagenpreise im Schienengüterverkehr; Reduzierung der
Trassenpreise im Schienengüterverkehr; Bundesprogramm „Zukunft
Schienengüterverkehr“).
Die Förderprogramme sind Maßnahmen des Masterplans
Schienengüterverkehr, mit dem Wettbewerbsfähigkeit und Innovationskraft des SGV nachhaltig
gestärkt und seine Leistungsfähigkeit verbessert werden, um den Marktanteil
des SGV entsprechend dem Ziel des Koalitionsvertrages bis 2030 auf 25
Prozent zu steigern. Diesem Ziel dienen zusätzliche Mittel zur Förderung des
Einzelwagenverkehrs.
17. Sind aus Sicht der Bundesregierung gesetzliche Maßnahmen zur
Beschleunigung des Kapazitätsausbaus der Schieneninfrastruktur in
Deutschland notwendig, und wenn ja, mit welchem konkreten Zeitplan
plant die Bundesregierung, diese anzugehen?
Die Beschleunigung von Planungs- und Genehmigungsverfahren und damit des
Kapazitätsausbaus hat eine hohe Bedeutung für die Bundesregierung. Deshalb
sind seit 2018 vier Planungsbeschleunigungsgesetze erlassen worden.
Mit dem Herbstpaket der Bundesregierung sind weitere gesetzliche
Änderungen geplant. Ein Gesetzentwurf zur Genehmigungsbeschleunigung wird
erarbeitet. Des Weiteren wurde die Beschleunigungskommission Schiene unter
Leitung des Beauftragten der Bundesregierung für den Schienenverkehr, Michael
Theurer, eingesetzt. Deren Mitglieder aus der Politik, dem Eisenbahnsektor,
der Bahn- und Bauindustrie und der Verwaltung erarbeiten konkrete
Handlungsempfehlungen für kurz- und mittelfristig mehr Kapazität auf der
Schieneninfrastruktur. Zudem sind Eckpunkte zur Standardisierung beim
Artenschutz im Bereich der Schiene geplant.
18. Wie sind für die Bundesregierung angesichts der von der Deutschen
Bahn AG und dem Bundesministerium für Digitales und Verkehr
ausgelobten Strategie der Generalsanierung im Rahmen des
„Hochleistungsnetzes“ die daraus entstehenden langfristigen Streckensperrungen bzw.
Kapazitätsengpässe und der erwartete Fahrgastaufwuchs miteinander zu
vereinbaren?
Nach Auskunft der DB AG sind das Hochleistungsnetz und die damit
einhergehenden Generalsanierungen neben Digitalisierung und Neu- und Ausbau ein
wesentlicher Hebel der DB AG, um das erwartete künftige Fahrgast- und
Verkehrswachstum bei hoher Qualität im Netz bewältigen zu können. Vorgesehene
Streckensperrungen im Rahmen der Generalsanierungen werden mit den
Zugangsberechtigten und dem Stakeholder-Kreis abgestimmt. Während der Phase
der Generalsanierung sollen die Folgen für Fahrgäste und
Eisenbahnverkehrsunternehmen durch leistungsfähige Umleitungs- und Ersatzkonzepte abgefedert
werden. Umleiterstrecken sollen bereits vor der Generalsanierung ertüchtigt
werden. Die Sperrzeiten werden durch Nutzung von Baueffizienzmaßnahmen
so kurz wie möglich gehalten. Nach der Generalsanierung soll die mehrjährige
Baufreiheit Kapazität gewinnen.
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ISSN 0722-8333]