[Antwort
der Bundesregierung
auf die Kleine Anfrage der Fraktion der CDU/CSU
– Drucksache 20/7174 –
Förderprogramme des Bundesministeriums für Digitales und Verkehr
V o r b e m e r k u n g d e r F r a g e s t e l l e r
Die Förderung von Innovationen im Verkehrssektor ist für eine zukunftsfähige
Mobilität und die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands nach Auffassung der
Fragesteller unerlässlich. Neben der Ausgestaltung rechtlicher Grundlagen
und der Finanzierung der Verkehrsinfrastruktur kommt daher den
Förderprogrammen der Bundesregierung – hier des Bundesministeriums für Digitales
und Verkehr (BMDV) – nach Ansicht der Fragesteller eine besondere
Bedeutung zu.
1. Wie viele und welche Förderprogramme hat das BMDV im
Verkehrsbereich in der 20. Legislaturperiode gestartet (bitte auflisten)?
Es wurden in der 20. Legislaturperiode folgende Förderprogramme gestartet.
Lfd. Nr. Anpassung Name der Förderung
1 Folgerichtlinie Richtlinie zur Förderung von nicht investiven Maßnahmen zur Umsetzung des
Nationalen Radverkehrsplans (NRVP, privates Recht)
2 Folgerichtlinie Richtlinie zur Förderung von nicht investiven Maßnahmen zur Umsetzung des
Nationalen Radverkehrsplans (NRVP, öffentliches Recht)
3 Erstauflage KI-basierter Regelbetrieb Autonomer On-Demand-Verkehre – KIRA (AVF #7)
4 Erstauflage Projekt am Flughafen PAD (AVF #8)
5 Erstauflage Potentiale des Car-Sharings (AVF #9)
6 Folgerichtlinie Richtlinie zur Förderung von Investitionen in Umschlaganlagen des
Kombinierten Verkehrs (KV II)
7 Folgerichtlinie Richtlinie über Zuwendungen zur Marktaktivierung alternativer Technologien
für die umweltfreundliche Bordstrom- und mobile Landstromversorgung von
See- und Binnenschiffen (BordstromTech II)
8 Erstauflage Förderprogramm Fahrradparkhäuser an Bahnhöfen
9 Erstauflage Italia – Deutschland science-4-services network in weather and climate (IDE-
AS-S4S)
10 Folgerichtlinie Förderung zur Unterstützung des Gigabitausbaus der
Telekommunikationsnetze in der Bundesrepublik Deutschland (Ausbau Gigabitnetze - Graue-Flecken-
Programm 2.0)
Deutscher Bundestag Drucksache 20/7661
20. Wahlperiode 06.07.2023
Die Antwort wurde namens der Bundesregierung mit Schreiben des Bundesministeriums für Digitales und Verkehr
vom 6. Juli 2023 übermittelt.
Die Drucksache enthält zusätzlich – in kleinerer Schrifttype – den Fragetext.
11 Folgerichtlinie Förderrichtlinie „Betriebliches Mobilitätsmanagement II“ (BMM II)
12 Erstauflage Deutsch-Französisches Jugendticket
13 Folgerichtlinie Hans-Ertel-Zentrum für Wetterforschung IV (HErZ IV)
14 Folgerichtlinie Förderung des Schienengüterverkehrs über eine anteilige Finanzierung der
genehmigten Trassenentgelte (af-TP)
15 Folgerichtlinie Richtlinie zur Förderung von Komponenten, die eine Verbesserung der
Energieeffizienz bei Neufahrzeugen (Nutzfahrzeugen und Trailern) bewirken
(Flottenerneuerungsprogramm)
16 Erstauflage Zuwendungen für den Betrieb von regelmäßigen GST-Linienverkehren mit
Schiffen auf den Bundeswasserstraßen.
17 Folgerichtlinie 1) Richtlinie zur Förderung der nachhaltigen Modernisierung von
Binnenschiffen zur Verlagerung von Güterverkehr von der Straße auf die Wasserstraße;
2) Richtlinie zur Förderung emissionsfreier und emissionsarmer Antriebe
sowie der nachhaltigen Modernisierung von Binnenschiffen. (Modernisierung
Binnenschiffe III)
18 Erstauflage Bewerbung der Freien und Hansestadt Hamburg als Partnerstadt des UITP-
Weltkongresses (AVF #10)
2. Welche Förderprogramme aus der 19. Legislaturperiode wurden
fortgesetzt (bitte tabellarisch inklusive Begründung auflisten)?
Folgende Förderproramme wurden aus der 19. Legislaturperiode aufgrund des
weiterhin vorliegenden erheblichen Bundesinteresses fortgesetzt.
Nr. Name der Förderung
1 Zuschüsse für Präventionsmaßnahmen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit auf Grundlage der
Richtlinie über die Förderung von Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit und
Senkung der Straßenverkehrsunfälle
2 Richtlinie über die Förderung von Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit und
Senkung der Straßenverkehrsunfälle
3 Förderung des Schienengüterverkehrs über eine anteilige Finanzierung der genehmigten
Trassenentgelte (af-TP)
4 Förderrichtlinie für die Ausrüstung von Kraftfahrzeugen mit Abbiegeassistenzsystemen
5 Förderrichtlinie „Ein zukunftsfähiges, nachhaltiges Mobilitätssystem durch automatisiertes Fahren
und Vernetzung“ (AVF #3 – 1. und 2. Förderaufruf)
6 Förderrichtlinie „Ein zukunftsfähiges, nachhaltiges Mobilitätssystem durch automatisiertes Fahren
und Vernetzung“ (AVF #5 – 3. Förderaufruf)
7 Zuwendungen an Kommunen und Landkreise zur Förderung der Städtischen Logistik
8 Förderung des Erhalts und des sicheren Weiterbetriebs der Traditionsschifffahrt
9 Richtlinie zur Ausbildungsplatzförderung in der Seeschifffahrt
10 Richtlinie zur Förderung der Aus- und Weiterbildung in der deutschen Binnenschifffahrt
11 Galileo PRS (Public Regulated Service)
12 Richtlinie über den Einsatz von Bundesmitteln im Rahmen des Kreditprogramms
„Investitionskredit Digitale Infrastruktur“
13 Richtlinie über Zuwendungen zur Marktaktivierung alternativer Technologien für die
umweltfreundliche Bordstrom- und mobile Landstromversorgung von See- und Binnenschiffen
(BordstromTech I)
14 Bundesprogramm „Zukunft Schienengüterverkehr“ (Z-SGV)
15 Investitonen zur Entwicklung von Digitalen Testfeldern an Bundeswasserstraßen (DTW I)
16 § 119 Absatz 5 Satz 3 und 4 des Seearbeitsgesetzes i. V. m. § 4 Absatz3 der Verordnung nach § 119
Absatz 5 des Seearbeitsgesetzes (Förderung von Seemannsmissionen)
17 Projektförderung in innovativen Anwendungen von künstlicher Intelligenz (Silicon Economy)
18 Zuschüsse für den Ausbau und die Erweiterung des Radnetzes Deutschland (Radnetz)
19 Richtlinie über den Einsatz von Bundesmitteln im Rahmen des Programms „Ladeinfrastruktur an
Wohngebäuden – Investitionszuschuss“ (private Ladeinfrastruktur an Wohngebäuden, Wallbox)
20 Richtlinie über eine anteilige Finanzierung der Entgelte in Serviceeinrichtungen des
Schienengüterverkehrs mit dem Schwerpunkt Einzelwagenverkehr (APF)
21 Verwaltungsvereinbarung zwischen Bund und Länder zum Sonderprogramm „Stadt und Land“
22 Förderrichtlinie Elektromobilität (Maßnahmen zur Weiterentwicklung der Elektromobilität
(Anteil BMDV))
23 Modellvorhaben zur Förderung der Schienenfahrzeugausrüstung mit ERTMS und ATO im Projekt
„Digitaler Knoten Stuttgart“
24 Richtlinie zur Förderung der nachhaltigen Modernisierung von Küstenschiffen
25 Innovative Hafentechnologien II
26 Förderrichtlinie Digitale Testfelder in Häfen
27 Förderrichtlinie für die Entwicklung von Systemen zur Hardware-Nachrüstung von
Dieselkraftfahrzeugen der Fahrzeugklassen M1, M2, M3, N1, N2 und N3 der Schadstoffklassen Euro I, II, III, IV,
V und EEV oder Euro 3, 4 und 5 sowie mobilen Maschinen
28 Richtlinie zur Förderung innovativer Projekte zur Verbesserung des Radverkehrs in Deutschland
29 Förderrichtlinie „Modellprojekte zur Stärkung des ÖPNV“
30 Förderung alternativer Antriebe im Schienenverkehr
31 Richtlinie zur Förderung des Neu- und Ausbaus, der Reaktivierung und des Ersatzes von
Gleisanschlüssen sowie weiteren Anlagen des Schienengüterverkehrs (Gleisanschlussförderrichtlinie II)
32 Richtlinie zur Förderung alternativer Antriebe von Bussen im Personenverkehr
33 Förderung zur Unterstützung des Gigabitausbaus der Telekommunikationsnetze in der
Bundesrepublik Deutschland (Ausbau Gigabitnetze – Graue-Flecken-Programm)
34 Richtlinie über die Förderung von leichten und schweren Nutzfahrzeugen mit alternativen,
klimaschonenden Antrieben und dazugehöriger Tank- und Ladeinfrastruktur für elektrisch betriebene
Nutzfahrzeuge (reine Batterieelektrofahrzeuge, von außen aufladbare Hybridelektrofahrzeuge und
Brennstoffzellenfahrzeuge)
35 Förderrichtlinie für Maßnahmen zur Entwicklung regenerativer Kraftstoffe (FRL ErK)
36 Mobilfunkförderung
37 Zuweisungen an Private zur Schaffung von LKW-Stellplätzen auf der Grundlage der Richtlinie zur
Förderung privater Investoren zur Schaffung von zusätzlichen LKW-Stellplätzen
38 Förderrichtlinie zur nachhaltigen Modernisierung von Binnenschiffen
39 Richtlinie zur Verlagerung von Güterverkehr von der Straße auf die Wasserstraße
40 Förderrichtlinie für Maßnahmen der Forschung, Entwicklung und Innovation im Rahmen des
Nationalen Innovationsprogramms Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie Phase II
(Schwerpunkt Nachhaltige Mobilität)
41 Öffentlich zugängliche Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge in Deutschland 2021 bis 2025
42 Zuschuss zur Verbesserung der Internetversorgung („Digitalisierungszuschuss“)
43 Richtlinie zur Förderung des Schienenpersonenfernverkehrs über eine anteilige Finanzierung der
genehmigten Trassenentgelte zur Bewältigung der COVID-19-Pandemie
44 Wettbewerblicher Förderaufruf „Errichtung und Betrieb einer Entwicklungsplattform für Power-to-
Liquid-Kraftstoffe“
45 Sondermittel Strukturförderungsgesetz (mFUND Phase II StStG)
46 Richtlinie über den Einsatz von Bundesmitteln im Rahmen des Programms „ Nicht öffentlich
zugängliche Ladestationen für Elektrofahrzeuge - Unternehmen und Kommunen“ (nicht öffentlich
zugängliche Ladeinfrastruktur, gewerblich)
3. Welche Förderprogramme aus der 19. Legislaturperiode wurden
modifiziert, und warum (bitte tabellarisch inklusive Begründung auflisten)?
Fördermaßnahmen unterliegen einer begleitenden und abschließenden
Erfolgskontrolle. In nachfolgenden Fällen wurde eine Verlängerung der bestehenden
Förderung bzw. eine Folgeförderung, Aufstockung oder Wiederauflage in
überarbeiteter Fassung als notwendig erachtet, um das erhebliche Bundesinteresse
bestmöglich umzusetzen.
Lfd. Nr. Name der Förderung Anpassung
1 Zuschüsse für Präventionsmaßnahmen zur Erhöhung der
Verkehrssicherheit auf Grundlage der Richtlinie über die Förderung
von Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit und
Senkung der Straßenverkehrsunfälle
Dauerförderung
2 Richtlinie über die Förderung von Maßnahmen zur
Verbesserung der Verkehrssicherheit und Senkung der
Straßenverkehrsunfälle
Änderungsrichtlinie
3 Förderung des Erhalts und des sicheren Weiterbetriebs der
Traditionsschifffahrt
Folgerichtlinie
4 Richtlinie zur Ausbildungsplatzförderung in der Seeschifffahrt Änderungsrichtlinie
5 Richtlinie zur Förderung der Aus- und Weiterbildung in der
deutschen Binnenschifffahrt
Folgerichtlinie
6 Galileo PRS (Public Regulated Service) Folgerichtlinie
9 Förderrichtlinie Elektromobilität (Maßnahmen zur
Weiterentwicklung der Elektromobilität (Anteil BMDV))
Änderungsrichtlinie
10 Innovative Hafentechnologien II (IHATEC II) Folgerichtlinie
11 Förderrichtlinie für die Entwicklung von Systemen zur Hardware-
Nachrüstung von Dieselkraftfahrzeugen der Fahrzeugklassen M1,
M2, M3, N1, N2 und N3 der Schadstoffklassen Euro I, II, III, IV,
V und EEV oder Euro 3, 4 und 5 sowie mobilen Maschinen
Änderungsrichtlinie
12 Richtlinie zur Förderung innovativer Projekte zur Verbesserung
des Radverkehrs in Deutschland
Folgerichtlinie
13 Förderung alternativer Antriebe im Schienenverkehr Änderungsrichtlinie
14 Richtlinie zur Förderung des Neu- und Ausbaus, der
Reaktivierung und des Ersatzes von Gleisanschlüssen sowie weiteren
Anlagen des Schienengüterverkehrs
(Gleisanschlussförderrichtlinie II)
Änderungsrichtlinie
15 Förderung zur Unterstützung des Gigabitausbaus der
Telekommunikationsnetze in der Bundesrepublik Deutschland (Ausbau
Gigabitnetze – Graue-Flecken-Programm)
Folgerichtlinie
16 Förderrichtlinie für Maßnahmen der Forschung, Entwicklung und
Innovation im Rahmen des Nationalen Innovationsprogramms
Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie Phase II
(Schwerpunkt Nachhaltige Mobilität)
Änderungsrichtlinie
17 Öffentlich zugängliche Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge in
Deutschland 2021 bis 2025
Folgerichtlinie
18 Sondermittel Strukturförderungsgesetz (mFUND Bereich StStG
(Phase II)
Aufstockung
Ergänzende Erläuterungen:
Förderprogramm Begründung
Richtlinie über die Förderung von
leichten und schweren
Nutzfahrzeugen mit alternativen,
klimaschonenden Antrieben und dazugehöriger
Tank- und Ladeinfrastruktur
(Richtlinie KsNI)
Die Laufzeit der Richtlinie wurde mit Genehmigung der Europäischen
Kommission vom 31.12.2024 auf den 31.12.2026 verlängert. Dies
wurde mit einem nachgewiesenen Förderbedarf in zeitlicher Hinsicht
begründet (siehe auch Fragen 2, 12, 18, 22 und 24)
4. Welche Förderprogramm aus der 19. Legislaturperiode wurden
eingestellt, und warum (bitte tabellarisch inklusive Begründung auflisten)?
Name der Förderung Begründung
Richtlinie über die Förderung der
Energieeffizienz des elektrischen
Eisenbahnverkehrs
Die Richtlinie wurde vorzeitig mit einer Laufzeitverkürzung auf den
31.12.2022 eingestellt. Wesentlicher Einstellungsgrund ist die erhebliche
Zielverfehlung von 1 Mio. t CO2-Ersparnis.
Betriebliches
Mobilitätsmanagement (alte Fassung)
Im bisherigen Programm wurde die Umsetzung umfassender
Mobilitätskonzepte gefördert. Dies umfasste im Wesentlichen Anreize zur
Nutzung von nachhaltigen Mobilitätsformen wie Anreize zur Fahrrad- oder
ÖPNV-Nutzung oder die Elektrifizierung von Unternehmensfuhrparks.
Das neue Programm ist erstmals in unterschiedlichen Modulen
ausgeführt. Die Module „Initialförderung“ und „Breitenförderung“ sind neu
entwickelt und ergänzen das Programm. Diese Module richten sich
ausschließlich an KMU, die bisher nicht gefördert wurden und bilden
einen typischen Lebenszyklus in einem BMM-Umsetzungsprojekt ab.
Sowohl die Beratung zur Entwicklung eines standortspezifischen
Konzepts („Initialförderung“) als auch die Umsetzung von
Standardmaßnahmen („Breitenförderung“) werden zielgruppengerecht und
niederschwellig ermöglicht, um eine große Masse an Betrieben an das Konzept
des betrieblichen Mobilitätsmanagements heranzuführen. Das bisherige
Programm zielte auf die Umsetzung von umfassenden BMM-
Mobilitätskonzepten ab, die nach Art. 36 AGVO (Investitionsbeihilfen) gefördert
wurden. Es entspricht damit in Teilen dem neuen Fördermodul
„Innovationsförderung“, welches im aktuellen Programm durch die ergänzende
Verankerung der AGVO Art. 25 (Forschungs- und
Entwicklungsbeihilfen) und Art. 29 (Beihilfen für Prozess- und Organisationsinnovationen)
noch besser an den Bedürfnissen der Fördernehmenden ausgerichtet ist.
5. Welche 42 Vorhaben für Parkleit- und Parksysteme werden von der
Bundesregierung im Rahmen des Förderprogramms „Digitalisierung
kommunaler Verkehrssysteme“ (DkV) in 27 deutschen Großstädten i. H. v.
38,4 Mio. Euro gefördert (bitte alle Vorhaben tabellarisch darstellen)?
Die Auswahl der 42 Vorhaben, die in 26 Großstädten und unter Einsatz von
Gesamtfördermitteln i. H. v. 38,4 Mio. Euro umgesetzt werden, ist in der
Anlage „Parkraumvorhaben“ beigefügt.*
6. Wie und wann soll, wie im Koalitionsausschuss am 28. März 2023 u. a.
beschlossen, die anteilige Förderung der Trassenpreise im
Schienengüterverkehr fortgesetzt werden?
Die Europäische Kommission hat am 5. Juni 2023 die Verlängerung der
Trassenpreisförderung im Schienengüterverkehr (af-TP) für den Zeitraum 1. Juli
2023 bis 30. November 2024 genehmigt. Die Veröffentlichung der af-TP im
Bundesanzeiger ist für den 30. Juni 2023 geplant. Für das Jahr 2023 stehen
unter Berücksichtigung der zusätzlichen Mittel aus dem Entlastungspaket III
insgesamt 377 Mio. Euro zur Verfügung, für 2024 aktuell rund 179 Mio. Euro.
Bezüglich einer weiteren Verlängerung bleiben die Haushaltsverhandlungen
abzuwarten.
* Von einer Drucklegung der Anlage wird abgesehen. Diese ist auf Bundestagsdrucksache 20/7661 auf der Internetseite
des Deutschen Bundestages abrufbar.
7. Wie und wann sollen, wie im Koalitionsausschuss am 28. März 2023
u. a. beschlossen, Anreize für Investitionen in die Erprobung und
Markteinführung von Innovationen im Bereich Digitalisierung,
Automatisierung und Fahrzeugtechnik im Schienengüterverkehr gesetzt sowie die
Entlastung des Einzelwagenverkehrs verstärkt werden?
Mit dem Bundesprogramm „Zukunft Schienengüterverkehr“ (Z-SGV)
unterstützt das Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV) seit 2020
Betriebserprobungen und Markteinführungen innovativer Zukunftstechnologien
aus den Bereichen Digitalisierung, Automatisierung und Fahrzeugtechnik. Das
Programm Z-SGV läuft zunächst bis zum Jahr 2024; die Evaluierung des
Programms hat im Mai 2023 begonnen.
8. Wie ist der Sachstand bei der Förderung von Investitionen privater
Unternehmen in den Neu- und Ausbau von Umschlaganlagen des
Kombinierten Verkehrs (KV) sowie in den Ersatz bestehender KV-
Umschlaganlagen bzw. Umschlaganlagenteile?
Die Förderung von Investitionen privater Unternehmen in den Neu- und
Ausbau von KV-Umschlaganlagen sowie in den Ersatz bestehender KV-
Umschlaganlagen und Umschlaganlagenteile erfolgt auf Grundlage einer neuen
Förderrichtlinie des BMDV. Diese neue Förderrichtlinie ist am 3. Dezember 2022 in
Kraft getreten. Förderanträge können beim Eisenbahn-Bundesamt und bei der
Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt gestellt werden.
9. Wann wird die Richtlinie zur Förderung der Betriebskosten des
Einzelwagenverkehrs, die die Bundesregierung aktuell erarbeitet, in Kraft
treten, und wann werden entsprechende Fördermittel verfügbar sein?
Derzeit arbeitet das BMDV intensiv an einem neuen Programm zur
Betriebskostenförderung im Einzelwagenverkehr. Ziel ist das Inkrafttreten der neuen
Förderrichtlinie noch 2023 nach der erforderlichen Genehmigung durch die
Europäische Kommission. Für 2023 stehen im Bundeshaushalt 80 Mio. Euro
für das Programm zur Verfügung.
10. Plant das Bundesministerium für Digitales und Verkehr
Förderprogramme für die folgenden Themengebiete im Bereich Schiene
a) intelligente, prädiktive Wartung und Instandhaltung,
b) Automatisierung des Schienenverkehrs,
c) Maßnahmen zur Verbesserung von Fahrgast- und Reisekomfort,
d) „Advanced Crowd- and Passenger Management“ in Bahnhöfen?
Zur Umsetzung der Beschlüsse des Koalitionsausschusses vom 28. März 2023
soll, ergänzend zu den bereits beschlossenen Maßnahmen zur Digitalisierung
der Schiene und bei ausreichender Mittelverfügbarkeit im Bundeshaushalt, die
ETCS-Fahrzeugausrüstung über das laufende Modellvorhaben im „Digitalen
Knoten Stuttgart“ des Starterpakets Digitale Schiene Deutschland ausgeweitet
werden. Darüber hinaus sind zunächst keine Förderprogramme geplant.
11. Welche Förderprogramme bestehen im Themenbereich Automatisierung
des Schienenverkehrs?
Im Rahmen des Modellvorhabens zur Förderung der
Schienenfahrzeugausrüstung mit ERTMS (European Rail Traffic Management System) und ATO
(Automatic Train Operation) im Projekt „Digitaler Knoten Stuttgart“ ist seit 2021
die Richtlinie des BMDV zur Förderung der Ausrüstung von
Schienenfahrzeugen mit Komponenten des Europäischen Zugsicherungssystems ERTMS und
des automatisierten Bahnbetriebs (ATO) im Rahmen der infrastrukturseitigen
Einführung von ERTMS im „Digitalen Knoten Stuttgart“ in Kraft.
12. Mit welchen Förderprogrammen unterstützt das BMDV Maßnahmen, die
für den Güterverkehr und die Logistik von Bedeutung sind und damit
nach Auskunft auf der Internetseite des BMDV „einerseits zur Stärkung
des Logistikstandortes Deutschland und andererseits zur Erfüllung
internationaler Klimaschutzziele beitragen (vgl.
https://bmdv.bund.de/DE/Th
emen/Mobilitaet/Gueterverkehr-Logistik/Foerderprogramme/foerderprog
ramme.html)?
Die für den Bereich Güterverkehr und Logistik relevanten Förderprogramme
sind auf der Homepage des BMDV unter
https://bmdv.bund.de/DE/Themen/M
obilitaet/Gueterverkehr-Logistik/Foerderprogramme/foerderprogramme.html
aufgelistet. Das dort aufgeführte Innovationsprogramm Logistik 2030 wurde in
der letzten Legislaturperiode abgeschlossen; es ist kein Förderprogramm,
sondern enthält gebündelt Informationen über Förderprogramme, die unter https://
bmdv.bund.de/SharedDocs/DE/Anlage/G/innovationsprogramm-logistik-2030-
stand-umsetzung.pdf?__blob=publicationFile detailliert abgerufen werden
können.
Ergänzend fördert die Richtlinie KsNI (siehe Fragen 2, 3, 18, 22 und 24) zu
Gunsten von Unternehmen (öffentlich und privat) im Besonderen die
Beschaffung und Umrüstung von Nutzfahrzeugen mit Batterie und Brennstoffzelle
(EG-Fahrzeugklassen N1, N2 und N3) sowie (Oberleitungs-)
hybridelektrischen Nutzfahrzeugen (N3) und zugehörige betriebsnotwendige Tank- und
Ladeinfrastruktur.
13. Welche Förderprogramme zur Förderung von mehr LKW-Stellplätzen an
Autobahnen bestehen derzeit oder sind geplant (bitte unter Angabe der
zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel bis 2026 einzeln auflisten)?
Die „Richtlinie zur Förderung privater Investoren zur Schaffung von
zusätzlichen Lkw-Stellplätzen in der Nähe von Autobahnanschlussstellen“ wurde am
28. Juni 2021 im Bundesanzeiger veröffentlicht. Bis zum Jahr 2026 sind
Haushaltsmittel in Höhe von 152.000 Tsd. Euro vorgesehen. Diese verteilen sich wie
folgt: 2023: 37.000 Tsd. Euro, 2024: 45.000 Tsd. Euro, 2025: 40.000 Tsd. Euro
und 2026: 30.000 Tsd. Euro.
14. Wie ist der aktuelle Sachstand bzw. Abfluss von Fördermitteln beim
Programm zur Förderung der Aus- und Weiterbildung, Qualifizierung und
Beschäftigung in Unternehmen des Güterkraftverkehrs?
Förderperiode 2023
(Stand: 26.05.)
Ausbildung Weiterbildung
Fördermittel im Bundeshaushalt 125 Mio. €
Anträge 1.172 1.154
Zuwendungsbescheide 789 829
Ablehnungsbescheide 25 37
Sonstige Erledigungen 14 91
Noch offen 344 197
Auszahlungen* 31,85 Mio. € 2,63 Mio. €
* Die Auszahlung erfolgt erst nach Durchführung der geförderten Maßnahmen und Vorlage der
Verwendungsnachweise beim Bundesamt für Logistik und Mobilität (BALM).
15. Welche Förderprogramme bestehen derzeit oder sind geplant zur
Förderung des Radverkehrs (bitte unter Angabe der zur Verfügung stehenden
Haushaltsmittel bis 2025 einzeln auflisten)?
Die Programme zur Förderung des Radverkehrs können der Tabelle
entnommen werden. Dabei wurden auch die beiden Finanzhilfeprogramme
Radschnellwege und Sonderprogramm Stadt & Land aufgenommen, obwohl es
sich bei den Finanzhilfen nicht um Förderprogramme im eigentlichen Sinn
gemäß § 23 BHO und § 23 VV BHO („Zuwendungen“) handelt. Der Haushalt
2024 liegt noch nicht vor. Eine Aussage über die Höhe der Förder- und
Finanzierungsmittel im Radverkehr 2024 kann daher noch nicht getroffen werden.
Die Angaben für die Jahre 2024 und 2025 beruhen auf der derzeit geltenden
Finanzplanung:
Förder- und Finanzhilfeprogramme Haushalt 2023
(Angaben in T€)
Finanzplanung
2024
(Angaben in T€)
Finanzplanung
2025
(Angaben in T€)
Finanzhilfen an die Länder für das
Sonderprogramm Stadt und Land
277.662 192.683 180.000
Förderung von Modellvorhaben des Radverkehrs 55.500 18.000 20.000
Zuschüsse für den Ausbau und die Erweiterung
des Radnetzes Deutschland
18.000 18.250 18.250
Zuschüsse für nicht-investive Modellprojekte 13.280 8.280 8.280
Förderung der Aus- und Nachrüstung von
Kraftfahrzeugen mit Abbiegesystemen
9.250 9.250 9.250
Finanzhilfen für Radschnellwege 47.044 22.816 22.132
Radverkehrstauglicher Ausbau Betriebswege an
Bundeswasserstraßen
1.087 1.087 1.087
Fahrradparkhäuser an Bahnhöfen 19.000 29.000 32.000
Umsetzung des Nationalen Radverkehrsplans
(NRVP) - Zuschüsse an Gesellschaften des
privaten Rechts
4.290 3.780 3.780
Umsetzung des Nationalen Radverkehrsplans
(NRVP) - Zuweisungen an Länder und sonstige
juristische Personen des öffentlichen Rechts
8.990 4.500 4.500
16. Welche Förderprogramme bestehen derzeit oder sind geplant zur
Förderung alternativer Kraftstoffe und Technologien (bitte unter Angabe der
zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel bis 2026 einzeln auflisten)?
Im BMDV stehen für das technologieoffene Gesamtkonzept „Erneuerbare
Kraftstoffe“ 1,5 Mrd. Euro bereit (2023 bis 2026) (siehe auch Fragen 19
und 20). Die Programme zur Förderung können der Tabelle entnommen
werden.
Förder- und Finanzhilfeprogramme Haushalt 2023
(Angaben in T€)
Finanzplanung
2024
(Angaben in T€)
Finanzplanung
2025
(Angaben in T€)
Förderrichtlinie zur Förderung des
Markthochlaufs von strombasierten Kraftstoffen für die
Luftfahrt (PtL-KERO) (noch in Planung)
- - -
Förderrichtlinie für Investitionen in Anlagen zur
Erzeugung erneuerbarer Kraftstoffe (FRL eK-
Invest) (noch in Planung)
9.000 200.000 350.000
Förderrichtlinie für Maßnahmen zur Entwicklung
regenerativer Kraftstoffe (FRL ErK)
56.500 154.500 169.700
Wettbewerblicher Förderaufruf „Errichtung und
Betrieb einer Entwicklungsplattform für
Powerto-Liquid-Kraftstoffe“ (Anträge sind nicht mehr
möglich; Einzelbescheide)
- - -
17. Wie ist der aktuelle Sachstand bzw. Abfluss von Fördermitteln beim
Programm zur Förderung von Umwelt und Sicherheit in Unternehmen des
mautpflichtigen Güterkraftverkehrs (De-minimis-Programm)?
Förderperiode 2023 (Stand: 26.05.) De-minimis-Förderprogramm
Fördermittel im Bundeshaushalt 261,9 Mio. €
Anträge 21.080
Zuwendungsbescheide 10.193
Ablehnungsbescheide 415
Sonstige Erledigungen 283
Noch offen 10.189
Mittelabfluss* 112,27 Mio. €
* Der Mittelabfluss erfolgt erst nach Durchführung der geförderten Maßnahmen und Vorlage der
Verwendungsnachweise beim Bundesamt für Logistik und Mobilität (BALM)
18. Welche Förderprogramme bestehen derzeit oder sind geplant zur
Förderung von Wasserstoff und Brennstoffzelle (bitte unter Angabe der zur
Verfügung stehenden Haushaltsmittel bis 2026 einzeln auflisten)?
Über die Richtlinie KsNI (siehe auch Frage 2, 3, 12, 22 und 24) wird die
Beschaffung von Wasserstoff-Brennstoffzellen-Fahrzeugen und zugehöriger
betriebsnotwendiger Betankungsinfrastruktur gefördert. Darüber hinaus bestehen
noch folgende Förderprogramme.
Förder- und
Finanzhilfeprogramme
Haushalt 2023
(Angaben in T€)
Finanzplanung
2024
(Angaben in T€)
Finanzplanung
2025
(Angaben in T€)
Finanzplanung
2026
(Angaben in T€)
Nationales
Innovationsprogramm Wasserstoff- und
Brennstoffzellentechnologie
234.331 223.331 223.331 204.931
Förderung alternativer Antriebe
im Schienenverkehr
65.000 95.000 103.000 103.000
Im Nationalen Innovationsprogramm Wasserstoff- und
Brennstoffzellentechnologie (NIP) Phase II“ (2016 bis 2026) sind zwei betroffene Förderrichtlinien
enthalten:
1. Die „Förderrichtlinie für Maßnahmen der Forschung, Entwicklung und
Innovation im Rahmen des Nationalen Innovationsprogramms Wasserstoff-
und Brennstoffzellentechnologie Phase II (Schwerpunkt Nachhaltige
Mobilität)“,
2. „Förderrichtlinie für Maßnahmen der Marktaktivierung im Rahmen des
Nationalen Innovationsprogramms Wasserstoff- und
Brennstoffzellentechnologie Phase II (Schwerpunkt Nachhaltige Mobilität)“.
Die „Richtlinie zur Förderung alternativer Antriebe im Schienenverkehr“
fördert technologieoffen mit der Möglichkeit für brennstoffzellenbetriebene
Fahrzeuge.
In Planung befinden sich ferner folgende Maßnahme zu den zum jetzigen
Zeitpunkt noch keine Finanzplanung besteht:
1. die „Hydrogen Important Projects of Common European Interest (IPCEI)“
mit Verkehrsbezug und unter Federführung des BMDV sowie: Projekte mit
Verkehrsbezug und in Federführung des BMDV,
2. die „Förderung eines Innovations- und Technologiezentrums Wasserstoff“.
19. Welche Förderprogramme bestehen derzeit oder sind geplant zur
Förderung von regenerativen Kraftstoffen (bitte unter Angabe der zur
Verfügung stehenden Haushaltsmittel bis 2026 einzeln auflisten)?
Im BMDV stehen für das technologieoffene Gesamtkonzept „Erneuerbare
Kraftstoffe“ 1,5 Mrd. Euro bereit (2023 bis 2026) (siehe auch Fragen 16
und 20).
Aktuell läuft folgendes Förderprogramm:
Förder- und
Finanzhilfeprogramme
Haushalt 2023
(Angaben in T€)
Finanzplanung
2024
(Angaben in T€)
Finanzplanung
2025
(Angaben in T€)
Finanzplanung
2026
(Angaben in T€)
Entwicklung regenerativer
Kraftstoffe (strombasiert, biogen)
56.500 154.500 169.700 169.700
20. Welche Förderprogramme bestehen derzeit oder sind geplant zur
Förderung des Hochlaufs von HVO 100 (HVO = Hydrogenated Vegetable
Oils; bitte unter Angabe der zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel bis
2026 einzeln auflisten)?
Im BMDV stehen für das technologieoffene Gesamtkonzept „Erneuerbare
Kraftstoffe“ 1,5 Mrd. Euro bereit (2023 bis 2026) (siehe auch Fragen 16
und 19), sodass hierunter auch HVO 100 Anlagen gefördert werden können.
21. Welche Förderprogramme bestehen derzeit oder sind geplant zur
Förderung des zügigen Ausbaus der Ladeinfrastruktur an Bundesfernstraßen
(bitte unter Angabe der zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel bis
2026 einzeln auflisten)?
In Umsetzung des „Masterplan Ladeinfrastruktur II“ (vgl. Maßnahmen 60
bis 62) arbeiten das BMDV und die Nationale Leitstelle Ladeinfrastruktur mit
der Autobahn GmbH des Bundes an einem Ausschreibungskonzept eines
initialen Schnellladenetzes für batterieelektrische schwere Nutzfahrzeuge entlang
des Fernverkehrsnetzes. Eine erste Ausschreibung soll gemäß Masterplan
möglichst noch im Jahr 2023 veröffentlicht werden.
Außerhalb dieses initialen Schnellladenetzes werden geeignete Finanzierungs-
und Fördermaßnahmen für Ladeinfrastruktur für Lkw auf Betriebsgeländen, an
Umschlagpunkten, in Gewerbegebieten, an Ladehubs und an Flächen neben
den Bundesfernstraßen entwickelt (vgl. Maßnahme 63 des MP LIS II).
Mit dem Förderprogramm „Öffentlich zugängliche Ladeinfrastruktur für
Elektrofahrzeuge in Deutschland“ stellt das BMDV seit Mitte 2021 insgesamt ein
Fördervolumen von 500 Mio. Euro zur Verfügung. Zudem läuft aktuell noch
das Ausschreibungsverfahren der Autobahn GmbH des Bundes zur Errichtung
und Betrieb von Schnellladeinfrastruktur an 200 unbewirtschafteten
Rastanlagen.
22. Welche Förderprogramme bestehen derzeit oder sind geplant zur
Förderung des Ausbaus alternativer Antriebe bezüglich der Verkehrsträger
Straße, Schiene, Luft und Wasser (bitte unter Angabe der zur Verfügung
stehenden Haushaltsmittel bis 2026 einzeln auflisten)?
Das BMDV stellt von 2023 bis zum Jahr 2026 insgesamt rund 2,2 Mrd. Euro
Fördermittel für die Anschaffung klimafreundlicher Nutzfahrzeuge zur
Verfügung. Zusätzlich stehen bis 2026 rund 10,1 Mrd. Euro für den Aufbau oder die
Erweiterung von Tank- und Ladeinfrastruktur für Pkw und Lkw bereit. Daraus
wird auch die bestehende Richtlinie KsNI finanziert (siehe auch Fragen 2, 3,
12, 18 und 24).
Darüber hinaus sind derzeit Förderprogramme zur Förderung von Wasserstoff
und Brennstoffzelle aktiv und in Planung. Konkret wird darauf in Frage 18
eingegangen.
23. Welche Förderprogramme bestehen derzeit oder sind geplant zur
Förderung alternativer Antriebe von Bussen (bitte unter Angabe der zur
Verfügung stehenden Haushaltsmittel einzeln auflisten)?
Für die Umsetzung der „Richtlinie zur Förderung alternativer Antriebe von
Bussen im Personenverkehr“ sind im aktuellen Finanzplanzeitraum 2023 bis
2026 rund 1,85 Mrd. Euro eingeplant.
Förder- und
Finanzhilfeprogramme
Haushalt 2023
(Angaben in T€)
Finanzplanung
2024
(Angaben in T€)
Finanzplanung
2025
(Angaben in T€)
Finanzplanung
2026
(Angaben in T€)
Richtlinie zur Förderung
alternativer Antriebe von Bussen im
Personenverkehr
320.000 538.000 500.000 496.000
24. Mit welchen Förderprogrammen und Fördermitteln fördert das BMDV
die Anschaffung von Elektrofahrzeugen für Unternehmen, Vereine und
Kommunen (bitte unter Angabe der zur Verfügung stehenden
Haushaltsmittel bis 2026 einzeln auflisten)?
Mit Hilfe der Richtlinie KsNI (siehe auch Fragen 2, 3, 12, 18 und 22) werden
die batterieelektrischen Nutzfahrzeuge und zugehörige betriebsnotwendige
Ladeinfrastrukturen gefördert.
Mit der „Förderrichtlinie Elektromobilität“ wird die Beschaffung von
Elektrofahrzeugen und der dazugehörigen Ladeinfrastruktur für Unternehmen, Vereine
und Kommunen gefördert. Für die Umsetzung sind 199,8 Mio. Euro (2023 bis
2026) eingeplant.
In der „Richtlinie zur Förderung alternativer Antriebe von Bussen im
Personenverkehr“ liegt der Fokus auf der Beschaffung von Elektrobussen auf Basis von
Batterie- und Brennstoffzellentechnologie sowie von Bussen, die zu 100
Prozent mit aus Biomasse erzeugtem Methan betrieben werden.
Förder- und
Finanzhilfeprogramme
Haushalt 2023
(Angaben in T€)
Finanzplanung
2024
(Angaben in T€)
Finanzplanung
2025
(Angaben in T€)
Finanzplanung
2026
(Angaben in T€)
Richtlinie über die Förderung
von leichten und schweren
Nutzfahrzeugen mit alternativen,
klimaschonenden Antrieben und
dazugehöriger Tank- und
Ladeinfrastruktur für elektrisch
betriebene Nutzfahrzeuge (reine
Batterieelektrofahrzeuge, von
außen aufladbare
Hybridelektrofahrzeuge und
Brennstoffzellenfahrzeuge)
406.944 481.944 406.944 -
Förderrichtlinie Elektromobilität 98.700 33.700 33.700 33.700
Richtlinie zur Förderung
alternativer Antriebe von Bussen im
Personenverkehr
320.000 538.000 500.000 496.000
25. Mit welchen Förderprogrammen und Fördermitteln fördert das BMDV
den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV; bitte unter Angabe der zur
Verfügung stehenden Haushaltsmittel bis 2026 einzeln auflisten)?
Zusätzlich zu den in den Fragen 11, 18, 22, 23, 24 genannten Maßnahmen, die
weitestgehend ebenfalls dem öffentlichen Personennahverkehr zuzurechnen
sind wird der ÖPNV mit folgender Maßnahme gefördert.
Förder- und
Finanzhilfeprogramme
Haushalt 2023
(Angaben in T€)
Finanzplanung
2024
(Angaben in T€)
Finanzplanung
2025
(Angaben in T€)
Finanzplanung
2026
(Angaben in T€)
Modellprojekte zur Stärkung des
ÖPNV
149.000 149.000 149.000 149.000
Vorhaben der Parkleit- und Parksysteme
Ort Vorhabentitel Kurzbeschreibung
Siegen Erneuerung des 2. Bauabschnittes des Parkleitsystems
Ziel der Maßnahme ist die Einrichtung eines störungsfreien Parkleitsystems, welches den Parksuchverkehr
zielgerichtet in Richtung freier Parkhäuser lenken soll. Hierfür werden an fünf Standorten elf bestehende
digitale Anzeiger aus dem Jahr 1999 erneuert bzw. ausgetauscht. Zum großen Teil nutzen die bestehenden
Anzeiger Prismentechnik und Fallklappen, welche besonders störanfällig sind. Diese sollen nun durch
LED/LCD-Anzeiger ersetzt werden. Weiterhin soll die Wegführung überarbeitet werden, sodass kürzeste
Wege vorgeschlagen werden. Für eine verbesserte Orientierung werden zudem die verschiedenen
Parkbereiche (Ober- bzw. Unterstadt) farblich gekennzeichnet.
Koblenz
Reduktion des Parksuchverkehrs mittels IoT-
Anwendungen
Zur Erfassung der Belegungsdaten von Parkplätzen im oberirdischen, bewirtschafteten Parkraum werden in
Koblenz zwei unterschiedliche Parksensorarten in einem Pilotprojekt einzeln und in ihrer Kombination
getestet und evaluiert (SmartParking_Koblenz)
Koblenz Erneuerung dynamisches Parkleitsystem in Koblenz
Das bereits bestehende, aufgrund von veralteter Technik, nicht mehr funktionsfähige Parkleitsystem der
Stadt Koblenz soll erneuert und verbessert werden. Aufbauend auf den vorhandenen und noch nutzbaren
Wegweisern und der Leitungsinfrastruktur, sollen vorrangig die elektrotechnischen Komponenten (Hard- und
Software) des PLS erneuert werden.
Das Parkleitsystem der Stadt Koblenz soll erneuert und die Daten über freie Stellplätze sollen über einen
zentralen Parkleitrechner den Verkehrsteilnehmern zur Verfügung gestellt werden. Diese können über
öffentliche Wegweiser oder über stationäre/mobile Endgeräte die Belegungszahlen ablesen und ihre Ziel-
und Routenwahl entsprechend darauf abstimmen. Übergeordnetes Ziel ist die Reduzierung des
Parksuchverkehrs. Des Weiteren können die Daten für statistische Auswertung (z. B. Belegungsganglinien)
und weiterführende verkehrsplanerische Fragestellungen (z. B. Parkstandsnachfrage) genutzt werden.
Heilbronn
Aufbau eines dynamischen Park- und
Verkehrsleitsystems in Heilbronn
Mit dem Vorhaben ´Aufbau eines dynamischen Park- und Verkehrsleitsystems in Heilbronn (PVLS-HN)´ plant
die Stadt Heilbronn die Neukonzeption des Parkleitsystems. Gleichzeitig soll das System eine
Verkehrsleitkomponente beinhalten, die neben der Reduktion von Suchverkehren bei Großveranstaltungen
auch in der Lage ist, auf aktuelle Verkehrslagen zu reagieren sowie immissionsmindernde Maßnahmen einer
umweltsensitiven Verkehrslenkung darzustellen. Für die Anbindung der verschiedenen Parkhausbetreiber ist
die Einrichtung einer MDM-Schnittstelle vorgesehen.
Paderborn
Aufbau einer IoT-Plattform und Umsetzung des
Parkraummanagements in der Innenstadt von
Paderborn
Im Vorhaben sollen sowohl funk- als auch kabelbasierte Sensoren zur Überwachung von Kfz-Stellplätzen in
einem IoT-Netz kombiniert werden, um ein koordiniertes und optimiertes Parkraummanagement und -
leitsystem zu etablieren. Die Bereitstellung der erhobenen Daten soll darüber hinaus als Grundlage für die
Entwicklungen neuer Applikationen sowie digitaler Geschäfts- und Serviceprozesse dienen.
Heidelberg
Ausbau des digitalen Verkehrszählsystems und
Weiterentwicklung des Parkleitsystems für P&R
Parkplätze
Die Stadt Heidelberg plant die Verbesserung des bestehenden Verkehrszählkonzeptes durch zusätzliche
Messstellen, die Verkehrsverlagerung auf den ÖPNV durch die Kommunikation von Echtzeitinformationen
zur Belegungssituation von "Park & Ride"-Parkplätzen und die Verkehrserziehung mittels Dialoganzeigen. Die
Verbesserung der Datenverfügbarkeit zur Verkehrssituation soll das präzise Planen von Verkehrsmaßnahmen
und die Nachverfolgung der Zielerreichung ermöglichen.
Oldenburg
Einrichtung Wärmebildkameras, Erneuerung
Steuergerät Heiligengeistwall, Einbindung
Parkleitsystem an den MDM, Kabelverbindung
Alexanderstraße
Das Vorhaben besteht aus vier Komponenten: Verkehrsdatenerfassung einschließlich einer
Routenverfolgung, Erneuerung und Erweiterung des Steuergerätes am Knotenpunkt Heiligengeiswall,
Optimierung des Parkleitsystems mit Anbindung an den Mobilitäts-Daten-Marktplatz (MDM), Erweiterung
des städtischen Kabelnetzes, um auch hier Verkehrsdaten erfassen und übertragen zu können. Die
beantragten Maßnahmen zur Verkehrsdaten- und Routenerfassung sind Voraussetzung für die Umsetzung
weiterer Maßnahmen zugunsten einer besseren und gezielteren Verkehrslenkung.
Oberhausen Dynamische Wegweisung Neue Mitte Oberhausen
In dem Vorhaben "Dynamische Wegweisung Neue Mitte" soll das Parkleitsystem vom Centro Oberhausen
mit dem vorhandenen Verkehrsrechnersystem der Stadt Oberhausen verbunden werden. Die Informationen,
die das Parkleitsystem kurz vor der Einfahrt in das jeweilige Parkhaus gibt (z. B. Anzahl freie Stellplätze),
sollen mit einer dynamischen Wegweisung verknüpft werden. Für die dynamische Wegweisung sind elf
Standorte vorgesehen. Zudem sollen acht Lichtsignalanlagen (LSA) erfassungstechnisch auf den neuesten
Stand der Technik gebracht werden. Die zusätzliche Software des Verkehrsrechners der Stadt Oberhausen
soll auf der Basis der Induktionsschleifendaten und des Parkleitsystems abgestimmte
Wegweisungsempfehlungen für die Variotafel (Vollmatrixschilder) generieren und übertragen. Weiterhin
sollen Schalthinweise an die LSA-Steuergeräte für optimierte Grünzeiten auf Basis der jeweiligen Szenarien
gegeben werden.
Mainz
Errichtung eines digital gestützten dynamischen
Parkleitsystems
Das neue Verkehrsleitsystem soll allen Autofahrern möglichst differenzierte Informationen über die Belegung
und Auslastung der vorhandenen Parkierungsanlagen liefern und zudem den ortsunkundigen Fahrern als
wichtiges Element der Wegweisung dienen. Es soll darüber hinaus bedarfsorientiert eine alternative
Zielführung realisiert werden, um verkehrlich oder hinsichtlich Schadstoffen (z.B. Feinstaub) hochbelastete
Streckenabschnitte zu entlasten. Dafür sind freiprogrammierbare dynamische Parkleitschilder in Form von
vollflächigen LED-Anzeigen vorgesehen.
Mainz
Konzeptionierung eines digital gestützten dynamischen
Parkleitsystems zur Verbesserung des Verkehrsflusses
und Verminderung der Verkehrsbelastungen
Das Vorhaben umfasst die Konzeptionierung eines digital gestützten dynamischen Parkleitsystems zur
Verbesserung des Verkehrsflusses und der Verminderung der Verkehrsbelastungen in Mainz. Dabei sollen
insbesondere die bestehenden 19 Parkhäuser und das Universitätsgelände sowie ein Teil der städtischen
Parkplätze in das Parkleitsystem integriert werden. Geplant sind zudem die Bereitstellung der Informationen
in einer App, die Integration einer P+R-Potenzialanalyse (Pendlerbewegungen), eine Machbarkeitsstudie zur
Detektion der freien und besetzten Parkplätze sowie eine Verbindung des Parkleitrechners zum städtischen
Verkehrsleitrechner zur Einleitung verkehrslenkender Maßnahmen.
Anlage Parkraumvorhaben
Vorhaben der Parkleit- und Parksysteme
Freiburg im Breisgau P+R-Angebot ausweiten und digitalisieren
Im Vorhaben soll das ´Park and Ride´-Angebot (P+R) für den ÖPNV ausgebaut werden. Dazu werden zuerst
vier Parkhäuser ins bestehende Parkleitsystem (PLS) eingebunden sowie 16 Automaten aufgestellt, um eine
Parkraumbewirtschaftung der öffentlichen P+R-Anlagen zu realisieren und somit deren Fehlbelegung zu
verringern. Darüber hinaus soll mittels Einzelplatzsensorik die Parkplatzbelegung von fünf P+R-Anlagen
erfasst werden. Die erfassten Sensordaten dienen der dynamischen Wegweisung, die mit Hilfe von 20
dynamischen Wegweisungsschildern sowie vier digitalen Freitextschildern im Zulauf zu den P+R-Anlagen
visualisiert werden. Zur Beruhigung des Parkverkehrs sollen zudem vier dynamische Fahrgastinfotafeln (DFI)
auf den P+R-Plätzen aufgestellt werden. Die Belegungsdaten werden zudem in der bestehenden ÖPNV-App
und im Internet den potenziellen Nutzern bereitgestellt.
Chemnitz Digitale Informationen zu Park & Ride in Chemnitz
Die Stadt Chemnitz ist Kulturhauptstadt Europas (06/2024–06/2025) und erwartet in diesem Zeitraum bis zu
2 Millionen Besucher:innen. Da keine ausreichenden, geeigneten P&R-Plätze außerhalb der Stadt zu
Verfügung stehen, sollen vorübergehend Parkplätze von externen Anbietern (Neefpark und Chemnitz Center)
verwendet und mit Sensoren zum Belegungszustand ausgestattet werden, um den Anteil des ÖPNV am
Modal Split zu erhöhen. Die (Echtzeit-)Informationen der P&R-Daten sollen online zur Verfügung stehen.
Zudem ist geplant die Sensoren im Anschluss in neue P&R-Standorte umzusiedeln, welche in einem
Parallelprojekt aufgebaut und betrieben werden sollen.
Kiel
Neuordnung des Parkraums über digitale
Systemausweitung Projekt I.a-8
Ziel des Vorhabens ist eine digitale Neuordnung des Parkraums über eine digitale Systemausweitung.
Mit Hilfe des Digitalisierungsprojekts kann über eine intelligentere Abwicklung des ruhenden Verkehrs auch
auf kleineren Parkplätzen und an Straßen in Kombination mit Verkehrslenkungsangeboten und -anzeigen
eine Verringerung der Parksuchverkehre erreicht werden.
Ein Parkraummanagement, das eine Informationsbereitstellung zur Verfügbarkeit freier Parkflächen sowohl
online als auch über dynamische Anzeigen im Stadtgebiet in Echtzeit bietet und so die Auffindbarkeit freier
Parkplätze über Apps oder das dynamische Parkleitsystem verbessert, kann durch die damit verbundene
Reduzierung der Verkehrsleistung zu einer Verringerung der Parksuchverkehre und damit zur Luftreinhaltung
beitragen und zudem Konflikte beispielsweise durch Verminderung des Falschparkens verringern.
Gelsenkirchen Intelligentes Parksystem - Parken 2.0
Die Stadt Gelsenkirchen plant die Errichtung eines intelligenten Parkleitsystems. Durch die Installation von
Parksensoren an Lichtmasten werden Parkplatzbelegungsdaten erhoben und anschließend in eine bereits
existierende App sowie das Parkleitsystem und die Verkehrssteuerung der Stadt integriert. Schwerpunkte für
die Einführung des Systems sind die Stadt- bzw. Stadtteilzentren, wichtige P+R-Plätze, die Arena sowie
weitere Gebiete mit hohem Parkdruck. Im Rahmen des Vorhabens werden in Gelsenkirchen-Buer 1900
Parkplätze mit Sensoren ausgerüstet.
Wiesbaden
Digitalisierung der Logistik in der Landeshauptstadt
Wiesbaden
Das Vorhaben umfasst den Bereich "Urbane Logistik" des Masterplans der Stadt Wiesbaden. Es besteht eine
enge Verknüpfung mit dem Maßnahmenfeld "Digitalisierung des Verkehrs - DIGI-V" und dem
entsprechenden Förderprojekt (16DKV10062) aus dem 1. Aufruf zur FR DkV.
Übergeordnete Ziele sind die (Um-) Strukturierung und digitale Steuerung des urbanen Logistiksystems.
Das Vorhaben umfasst konkret drei Arbeitsschritte und -pakete:
- Erstellung eines Stufenkonzepts mit Vorgaben, Handlungsfeldern und Maßnahmen für eine neuartige,
effiziente Logistik
- Institutionalisierung einer Koordinationseinheit in Form eines DIGI-L Kompetenzzentrums für das City-
Logistik-Management
- Durchführung eines Pilotbetriebs zur Transparenzsteigerung und Digitalisierung der Logistikvolumina
Der Pilotbetrieb wird an neun Haupteinfallstraßen eingerichtet und schließt die automatisierte Aufnahme
der 24/7-Verkehrsdaten mit Kategorisierung der Fahrzeugtypen und kritischen Zeitfenstern sowie die
Zufahrtkontrolle für Kurier- und Logistikfahrzeuge ein.
Wiesbaden
Konzeption, Pilotierung und Koordination eines
steuernden Parkraummanagements
Das Projektziel ist die Erstellung einer umsetzungsorientierten steuernden Parkraummanagement-
Konzeption für die Landeshauptstadt Wiesbaden, systematische Zuordnung des Parksuchverkehrs zu den
vorgesehenen und vorzusehenden Parkplatzflächen mittels der Umsetzung eines digitalen, steuernden
Parkraummanagements und kurzfristige Umsetzung von Pilotprojekten für innerstädtische und außerhalb
der Stadt gelegene P+R-Parkplätze und zu bewirtschaftenden Parkplätze in der Stadt, so dass z. B. auch
realtime-Belegungsdaten für P+R- und öffentliche bzw. private Innenstadtparkflächen als Eingangsparameter
generiert werden. Als zentraler Ansprechpartner soll ein DIGI-P-Kompetenzzentrum Wissen,
Umsetzungskompetenz und Interessen der verschiedenen Beteiligten bündeln und koordinieren. Mit dem
DIGI-P-Parkraummanagement soll das Angebot von und die Nachfrage nach Parkraum im Sinne von Effizienz,
Wirtschaftlichkeit und Verträglichkeit abgeglichen und gesteuert werden.
Augsburg
Errichtung eines dynamischen Verkehrs- und
Parkleitsystems
Das derzeitige Parkleitsystem in der Stadt Augsburg ist technisch veraltet, so dass aktuell nur die statischen
Schilder genutzt werden können. Im Rahmen des Vorhabens soll das PLS vollständig modernisiert und durch
ein neues dynamisches Park- und Verkehrsleitsystem ersetzt werden.
Anlage Parkraumvorhaben
Vorhaben der Parkleit- und Parksysteme
Mannheim
Digitales, integriertes, intelligentes und zukunftsfähiges
Parkleitmanagementsystem
Ziel des Vorhabens ist die Schaffung eines digitalen Parkleitmanagementsystems (PLMS), um eine
zielorientierte Parkplatzsuche anbieten zu können. Durch Datenerhebung, -verarbeitung und -bereitstellung
sollen die Parkstandskapazitäten und Belegungsgrade künftig in den eingebundenen Parkbauten bzw. -
plätzen in nahezu Echtzeit kommuniziert werden. In Verbindung mit einem verkehrsabhängigen
Routenempfehlungssystem soll basierend auf dem Reiseziel unter Berücksichtigung des Parkraumangebotes
eine optimale Parkmöglichkeit angeboten werden. Im Rahmen der Routenempfehlung werden diese Daten
für die Vorabauswahl einer Parkörtlichkeit bereits bei der Anfahrt berücksichtigt und kontinuierlich mit dem
aktuellen Stand abgeglichen. Das PLMS ist ein Bestandteil einer multimodalen Datenplattform in der die
relevanten Daten gebündelt und aufbereitet per App bereitgestellt werden sollen.
Mannheim P+R Plätze - Erweiterung, Ausbau, Sensorik
Der VRN beabsichtigt zur Stärkung der Verknüpfungsfunktion und damit der intermodalen Wegeketten, ein
verbundweites P+R-Konzept zu entwickeln. Die Vorarbeiten hierfür sind bereits weit fortgeschritten, so dass
das Grundkonzept bis Ende 2018 vorliegen wird. Auf dieser Grundlage ist eine Erweiterung der P+R-Anlagen
an voraussichtlich neun Standorten um etwa 100 zusätzliche Stellplätze sowie die Ausrüstung von rund 2.000
Stellplätzen an voraussichtlich 22 Standorte mit einer Sensorik zur Erhebung des Belegungsgrades
vorgesehen. Die ausgewählten Standorte befinden sich an den direkten Zulaufstrecken der S-Bahn Rhein-
Neckar auf die drei Städte Mannheim, Ludwigshafen und Heidelberg. Hierdurch kann eine Entlastung dieser
Städte durch eine frühzeitige Verkehrslenkung erreicht werden.
Bonn
Erneuerung und Erweiterung des vorhandenen
Parkleitsystems der Stadt Bonn
Die Stadt Bonn plant derzeit die Erneuerung und Erweiterung des bestehenden Parkleitsystems derart, dass
neben der anstehenden Modernisierung auch das Einzugsgebiet erweitert werden soll. Zudem hat die
Maßnahme zum Ziel, den Parksuchverkehr zu minimieren und somit den Schadstoffausstoß und die
Lärmbelastungen infolge der Kfz-Fahrten in der Innenstadt von Bonn selbst sowie auch auf den
Haupterschließungsachsen deutlich zu reduzieren. Darüber hinaus soll eine enge Kooperation mit den
Parkflächenbetreibern als auch eine Vernetzung mit Anbietern zukunftsfähiger Parkraumangebote (wie z. B.
Handy-Parken etc.) angestrebt werden, um ein multimodales Verkehrssystem aufbauen zu können. Über die
Einbindung an den städtischen Verkehrsrechner ist später auch die Kopplung mit dem MDM und somit eine
weitere Datenverwertung vorgesehen.
Bonn Erweiterung von BONNmobil
"BonnMobil" ist die zentrale digitale Anwendung der SW Bonn Bus und Bahn zur Information der Fahrgäste.
Sie läuft auf stationären Rechnern und auch auf mobilen Endgeräten und ist im Apple Store sowie im Google
Play Store verfügbar. Die Stadtwerke Bonn planen die Erweiterung von "BonnMobil" um folgende
Funktionalitäten:
- Umweltvergleich (Vergleich der Umweltbilanz der verschiedenen Verkehrsträger für eine potenzielle Fahrt
von A nach B)
- Bezahlfunktion mittels EC- oder Kreditkarte
- Live Status Parkleitsystem der Stadt Bonn (Parkhäuser, Parkflächen, Park & Ride, Bike & Ride) inkl. Live-
Anzeige von Parkmöglichkeiten am Zielort
- Status Umweltdaten (Live Abbildung aller verfügbaren Umweltdaten, Markierung besonders betroffener
Areale bzw. Strecken)
- Anbindung "ZeichenTool": Im "ZeichenTool" können MitarbeiterInnen der SWB selbst Karten für kurzfristige
Linienänderungen, z. B. bei Baumaßnahmen, Störungen, Hochwasser etc. erstellen. Diese Karten sollen
künftig live mit "BonnMobil" verbunden sein.
Wuppertal
Sensorische Überwachung des Parkraums in den
Straßenseitenräumen und Angebot einer Park-App
Mit dem geplanten Vorhaben soll eine zielgerichtete Parkwegweisung, auch für Parkplätze, die sich im
Straßenrandbereich oder auf sonstigen Parkplätzen befinden, sowie der bereits bewirtschafteten Parkplätze
umgesetzt werden. Durch die Installation einer Überkopf-Sensorik entlang der Straßen bzw. auf Parkplätzen
soll der Belegungszustand in Echtzeit detektiert werden. Der Belegungszustand soll dann an das
Verkehrsmanagementsystem weitergeleitet und entsprechend verarbeitet werden. Die Informationen sind
heute schon via Web oder per App durch den Nutzer abrufbar und werden via MDM auch im Datex II-Format
für andere Systeme freigegeben. Um diese Information noch gezielter zu nutzen, soll eine App entwickelt
und den Verkehrsteilnehmern zur Verfügung gestellt werden. In der App sollen freie Parkplätze angezeigt
werden und eine entsprechende Navigation angeboten werden. Durch die effizientere Nutzung der
Straßenseitenräume und Parkplätze soll unnötiger Parksuchverkehr entfallen und im Zuge dessen die
Schadstoff- und Lärmemissionen reduziert werden.
Nürnberg Digitalisierung und Elektrifizierung von Parkraum
Die Maßnahme verfolgt das Ziel, durch dynamische Preisgestaltung in Parkräumen den Fahrer zu motivieren,
sein Fahrzeug abzustellen und das bereitstehende emissionsarme Alternativangebot, wie ÖPNV, Sharing, etc.
zu nutzen. Durch Kopplung mit den Daten über Immissionen in der Stadt Nürnberg kann bei
Grenzwertüberschreitung eine zielgerichtete Steuerung des Verkehrs über das Preissignal stattfinden. Hierzu
werden verschiedene Parkräume in Nürnberg und Fürth mit Parkdetektoren und ein Teil der Parkplätze auch
mit Ladestationen ausgestattet.
Nürnberg Datenerhebung zentrales P+R Hintergrundsystem
Bis Ende 2020 sollen im 20 km Umkreis des Einzugsbereichs um den Ballungskern Nürnberg P+R-Anlagen in
mehreren Erhebungsperioden als Tagesganglinien erfasst werden. Diese statistisch repräsentativen Daten
sind neben den künftig realisierten dynamischen Daten die Basis des Zentralen P+R-Hintergrundsystems. Das
Hintergrundsystem wird im Rahmen des vom Freistaat Bayern geförderten Pilotprojektes P+R 4.0 gefördert
und von VGN und MVV sowie den kommunalen Projektpartnern realisiert.
Hannover
Intelligentes Verkehrsmanagement zur Reduktion von
Parksuchverkehren bei überregionalen Events
Ziel des Projektes ist, mit Hilfe einer dynamischen Online-Navigation den motorisierten Individualverkehr
zielgerichtet auf vorgesehene "P+R"-Standorte zu verteilen und eine Weiterreise mit dem ÖPNV zu
ermöglichen. Den Autofahrern wird eine Navigations- und Park-App zur Verfügung gestellt, die mit Hilfe
spezieller Algorithmen individuelle Fahrempfehlungen, ÖPNV-Abfahrtszeiten sowie die Lenkungsvorgaben
der Verkehrsmanagementzentrale berücksichtigt.
Anlage Parkraumvorhaben
Vorhaben der Parkleit- und Parksysteme
Hannover
Parkraummanagement für die Landeshauptstadt
Hannover
Die Bereitstellung datenbasierter Informationsdienste in einer App soll das Finden und zielgerichtete
Ansteuern freier Stellplätze in Hannover für Autofahrer vereinfachen. Im Fokus stehen "P+R"-Plätze,
Parkhäuser und Tiefgaragen sowie Parkflächen an der Straße. Durch die Möglichkeit eines Zugriffs auf die
exakte Parkplatzlage und -verfügbarkeit und die Parkkosten sowie auf Informationen zur Anbindung an
öffentliche Verkehrsmittel wird der Verkehrsfluss optimiert und die ÖPNV-Nutzung gefördert.
Dresden
Ausstattung von Park&Ride-Plätzen mit Parksensoren
zur Erhebung von Belegungsdaten
Zur Erfassung der Belegungsdaten werden auf den "Park + Ride"-Anlagen in Dresden und den umliegenden
Gemeinden Parksensoren der Smart-City-System GmbH aufgebracht. Diese erfassen die Stellplatzbelegung
über Magnetfeldänderungen und leiten diese Information weiter an einen zentralen Server. Die
Informationen sollen über die "VVO mobil"-App und die Internetpräsenz ausgegeben und auch an den P+R-
Standorten bereitgestellt werden.
Dortmund Erneuerung des Parkleitsystems Innenstadt
Die großen Verkehrsmengen in Dortmund, bedingt durch die gute überregionale Netzanbindung sowie der
Vielzahl an Aktivitäts- und Freizeitangeboten, führen zu messbaren Verkehrs- und Umweltbelastungen.
Infolge hoher Besucherströme und der damit verbundenen fehlenden Ortskenntnis, ist der Parksuchverkehr
stark erhöht. Wesentliches Ziel der gesamtstädtischen Verkehrsplanung in der Stadt Dortmund ist die
Vermeidung von negativen Umweltauswirkungen des Verkehrs. Neben zahlreichen Maßnahmen des
Zielkonzepts aus dem Masterplan soll ein hocheffizientes Parkleitsystem ein geeignetes Mittel sein,
unerwünschte und stadtunverträgliche Parksuchverkehre zu verringern. Zusätzlich sollen leistungsfähige P+R-
Anlagen im Außenbereich mit eingebunden werden, um so dem Verkehrsteilnehmer auf die Möglichkeit der
P+R-Nutzung aber auch frühzeitig auf die Auslastung des innerstädtischen Parkraums hinzuweisen.
Leipzig Ruhenden Verkehr digitalisieren
Im Vorhaben "Ruhenden Verkehr Digitalisieren - RuDi" soll ein Parkraummanagementsystem für öffentlich
zugängliche Parkflächen entwickelt werden, welches Auskünfte zur Parkplatzbelegung gibt,
Routinginformationen bereitstellt und die digitale Ausgabe von Parkscheinen erlaubt. Zur Erfassung der
Parkraumsituation sollen unterschiedliche Datenquellen verwendet werden. Dazu sollen Daten aus
bestehenden Systemen (z. B. vorhandener Ladeinfrastruktur) und neu zu installierender Sensorik (ca. 50.000
Stück) zusammengeführt werden. Das Parkraummanagementsystem soll in die bestehende multimodale
Mobilitätsplattform "Leipzig mobil" integriert werden und Schnittstellen zur Einbindung gleichartiger
Services (bspw. "Park Now") beinhalten. Ziel des Vorhabens ist die Reduktion des Park-Suchverkehrs, um die
Stickstoffdioxid-Belastung zu verringern.
Leipzig
Digitale Vernetzung der Verkehrsträger Park-IT & Bike-IT
in Leipzig
Ziel des Vorhabens ist der Ausbau und die Verbesserung von sowohl "Bike+Ride"- als auch "Park+Ride"-
Angeboten. Durch den Neubau weiterer 160 B+R-Stellplätze, die Schaffung von Anreizen zur P+R/B+R-
Nutzung (z. B. durch die Initiierung einer "P+R Patenschaft" durch Unternehmen), die sensorische
Parkraumüberwachung sowie die Datenbereitstellung soll die Anzahl der Nutzer für beide Angebote
verdoppelt werden.
Leipzig Dynamische Routenführung und Verkehrsinformation
Ziel des Projektes ist der Aufbau von Informationstafeln zur Ermöglichung einer dynamischen
Verkehrsführung. Auf den Tafeln sollen unter anderem Informationen zur Verkehrslage, zu Park&Ride-
Stellplätzen oder zur aktuellen Umweltsituation dargestellt werden. Im ersten Abschnitt sollen sieben
Matrixanzeigen im Stadtzentrum und im zweiten Abschnitt drei Informationstafeln an den
Haupteinfahrtstraßen aufgestellt werden.
Stuttgart Parkleitsystem (PLS) in der Innenstadt Stuttgarts
Das Parkleitsystem (PLS) dient dem verbesserten Verkehrsmanagement in der Innenstadt Stuttgarts. Im
Speziellen sollen insbesondere Ortsunkundige zu Parkplätzen geleitet, die Auslastung von Parkeinrichtungen
optimiert und die Lärmerzeugung und Luftbelastung durch Parksuchverkehr reduziert werden. Das System
wird darüber hinaus an einen Mobilitätsdatenmarktplatz angebunden werden, um die Daten auch für andere
Anwendungen bereitzustellen.
Stuttgart
Digitalisierung des Park- und Ride-Systems in Stadt und
Region Stuttgart
Dauerhafte Parkberechtigungen für die P+R-Parkplätze in der Stadt und der Region um Stuttgart sollen in
einer App digitalisiert werden, so dass die Kundendaten einfacher verwaltet, Prozesse flexibilisiert und
Abrechnungen vereinfacht nach Kommunen abgewickelt werden können. Gelegenheitsparker sollen
zusammen mit dem digitalen Parkschein zwingend einen ÖPNV-Fahrschein erwerben müssen. Neben diesem
kombinierten Fahrschein können einfache Parkberechtigungen erworben werden, wenn eine gültige ÖPNV-
Zeitkarte vorgewiesen wird. So soll sichergestellt werden, dass P+R-Anlagen tatsächlich den Nutzern des
ÖPNV zur Verfügung stehen.
Köln Parkraummanagement, Implementierung Mobility-Hub
Der Projektantrag umfasst insgesamt drei Teilmaßnahmen:
1. Parkraummanagement auf allen internen und externen Parkierungs- und Logistikflächen der Koelnmesse
sowie Logistikflächenmanagement und -automatisierung.
2. Implementierung eines Mobility-Hubs im Parkhaus Zoobrücke, um Parksuchverkehr im Kölner Zentrum zu
vermeiden und den ÖPNV verstärkt einzubinden.
3. Einführung einer Kl-Software, um Daten zum Parkierungsverhalten auszuwerten und Prozesse der
Verkehrslenkung weiter zu optimieren und zu automatisieren. Koordination des Parkraummanagements mit
dem Parkraummanagement der Stadt Köln.
Köln
Parkleitsystem Messe / Digitalisierung
Verkehrsmanagement
Die Kölnmesse GmbH plant mehrere Modernisierungen des Verkehrsmanagementsystems, die in Verbindung
mit Liefer- und Zubringerverkehren zur Kölnmesse stehen. Dazu zählen die Einführung einer LKW-/Logistik-
Management-Software sowie die Erneuerung und der Ausbau von Informationstafeln und
Verkehrsinformationen für Besucher-/Anlieferverkehre. Diese Maßnahmen sollen in Ihrer
Gesamtentwicklung zu einer Optimierung des Verkehrsflusses und somit zur Reduzierung der Emissionen auf
der BAB und im Raum der Stadt Köln führen.
Köln
Erweiterung Digitales Verkehrsmanagement der
Koelnmesse - Ablauf- und Nahbereichsoptimierung
Ziel des Vorhabens ist die Optimierung des gesamten Logistik-, Schwerlast-LkW- und PkW-Verkehrs rund um
das Messegelände in Köln anhand einer digitalen Lenkung. Konkret soll der Zulauf des städtischen Parkpatz
P22 entzerrt werden. Dafür soll eine optimierte dynamische LED-Beschilderung, Kameraerfassung, digitale
Abrufmonitore sowie smarte Routenführung eingesetzt werden. So können LkW und PkW schneller und mit
weniger Stau zu den Parkflächen - P22, Parkhaus Zoobrücke, Messegelände Koelnmesse - gelangen. Durch
die Digitalisierung der heutigen analogen Kautionsabfertigung sollen darüber hinaus Fahrten im
Messenahbereich aktiv vermieden und somit verkehrsbedingte Emissionen gesenkt werden.
Anlage Parkraumvorhaben
Vorhaben der Parkleit- und Parksysteme
Köln
Digitales Parkraummanagement in der Kölner
Innenstadt
Die Stellplatzbelegung im öffentlichen Straßenraum soll erfasst und im Rahmen kollektiver
Verkehrsinformationen bereitgestellt werden. Die Erfassung freier Stellplätze erfolgt durch Sensoren (z.B. an
Straßenlaternen oder Gebäudefassaden). Bei Montage der Sensoren an Lichtmasten ist die Erfassung von
durchschnittlich 12-30 Stellplätzen durch einen Sensor möglich. Die Anzeige der Parkkapazitäten und
Navigation zu freien Parkplätzen erfolgt über eine zu erstellende App und/oder durch Einbindung in
bestehende Navigationssysteme. Zusätzlich sollen lokale Displays an den Beleuchtungsmasten in dem
vorgesehenen Projektgebiet als Parkleitsystem dienen. Dadurch soll die Reduzierung des Parksuchverkehrs
und der Streckenüberlastung unterstützt werden. Außerdem können über die Displays Informationen an die
Verkehrsteilnehmer übermittelt werden (Verkehrseinschränkungen, Staus, etc.). Die Erfassung der
Straßenrandparkplätze soll in Stufen über zwei Jahre für insgesamt bis zu 750 Stellplätze im
Innenstadtbereich im Stadtteil Nippes realisiert werden. Eine Ausweitung auf das gesamte Stadtgebiet ist
nach erfolgreicher Einführung in der Innenstadt zu prüfen.
München
Digitalisierte dynamische Wegweisung für P+R-Anlagen
in München
Die geplante Maßnahme umfasst die Erneuerung und Erweiterung des Ansteuerungssystems der
bestehenden dynamischen Schilder im Zulauf auf zwei P+R-Anlagen. Derzeit erfolgt die Ansteuerung der
beiden P+R-Anlagen getrennt voneinander. Die grundsätzliche Idee ist es, ein zentrales mandantenfähiges
System aufzubauen, um damit auch die Möglichkeit zu bieten, das System auf zukünftige Anlagen zu
erweitern. Die zentrale Ansteuerung wird dann in der P+R GmbH Zentrale lokalisiert. Zudem ist vorgesehen,
die dynamischen Belegungsinformationen an Dritte weiterzugeben, um damit die situationsabhängige,
gezielte Lenkung und Verlagerung des Verkehrsaufkommens durch Umlenkungsstrategien auf freie P+R-
Anlagen zu unterstützen.
München
Bessere Luft durch Auskunftssysteme für intermodales
Routing im MVV
BelAiR verfolgt das Ziel, ein verkehrsträger- und verkehrsmittelübergreifendes Informationssystem zu
entwickeln, das nicht nur die zentralen Informationen über vorhandene Mobilitätsangebote bereitstellt,
sondern dem Fahrgast auch gezielt intermodale Reiseketten anbietet und den Zugang zu vorhandenen
Mobilitätsalternativen ermöglicht. Das Vorhaben umfasst im Einzelnen die Verbesserung dynamischer
Fahrgastinformations- und Parkleitsysteme sowie die Erweiterung der elektronischen Fahrplanauskunft der
MVV GmbH um intermodale Angebote, die sowohl über ein Webportal als auch über eine mobile Applikation
abrufbar sind.
Hamburg Smarte Lade- und Lieferzonen
Ziel des Vorhabens ´SmaLa´ ist die Einrichtung von smarten Liefer- und Ladezonen in Hamburg. Hierfür soll
eine App entwickelt werden, über die sich Nutzerinnen und Nutzer relevante Informationen wie z. B.
Belegungen der Ladezonen anzeigen lassen können. Zudem soll es über die App möglich sein, sich die Zone
kurzfristig reservieren zu lassen, um so sicherzustellen, dass sie während des gewünschten Zeitraums
verfügbar ist. Um eine Fehlbelegung zu vermeiden, sollen versenkbare Poller eingebaut werden, die den
Zugang nur für Berechtigte sicherstellen. Die smarten Lieferzonen verbessern den Verkehrsfluss, indem
Lieferanten die ausgewählten Zonen nutzen können und so ein Halten in zweiter Reihe reduziert wird.
Hamburg Vorwegsweisung P + R
Das Projekt beinhaltet die Planung und Umsetzung einer dynamischen Vorwegweisung zu den P+R-Anlagen
in Hamburg mit dem Ziel der Erhöhung der Auslastung der P+R-Anlagen, einer stärkeren Förderung des
Übergangs vom MIV auf den ÖPNV und des Abbaus der Zugangshemmnisse. Ziel der Maßnahme ist die
aktive Verkehrslenkung vor Ort durch eine dynamische Beschilderung aufgrund gemessener Belegungen und
die Auswertung der Wirksamkeit der entsprechenden Daten.
Hamburg Digitales Parkplatzmanagement für switchh
In Hamburg besteht bereits seit Mai 2013 das multimodale Konzept switchh der HOCHBAHN mit dem Ziel,
den öffentlichen Verkehr mit ergänzenden Mobilitätsangeboten, insbesondere Car- und Bikesharing, zu
vernetzen. In diesem Vorhaben soll ein Parkleitsystem in das switchh-System integriert werden. Neben den
Informationen für die Nutzer soll auch die Parkraumüberwachung vereinfacht und eine Reservierung von
Parkflächen für switchh-Fahrzeuge ermöglicht werden.
Anlage Parkraumvorhaben
Gesamtherstellung: H. Heenemann GmbH & Co. KG, Buch- und Offsetdruckerei, Bessemerstraße 83–91, 12103 Berlin,
www.heenemann-druck.de
Vertrieb: Bundesanzeiger Verlag GmbH, Postfach 10 05 34, 50445 Köln, Telefon (02 21) 97 66 83 40, Fax (02 21) 97 66 83 44,
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ISSN 0722-8333]